Fecht-WM - Säbel-Herren verpassen Bronze

Fecht-WM - deutsche Mannschaft verpasst Bronze mit dem Säbel Morgenmagazin 22.07.2019 00:58 Min. Verfügbar bis 22.07.2020 Das Erste

Fecht-WM in Budapest

Fecht-WM - Säbel-Herren verpassen Bronze

Die Fecht-WM in Budapest wird ohne deutsche Einzel-Medaille zu Ende gehen. Auch die Säbel-Herren verpassen Bronze knapp. Der Deutsche Fechter-Bund wehrt sich gegen Kritik.

Die deutschen Säbelfechter haben bei der WM in Budapest mit der Mannschaft Bronze verpasst. Max Hartung, der mit Platz sechs das beste deutsche Einzel-Ergebnis erreicht hatte, Benedikt Wagner, Matyas Szabo und Björn Hübner-Fehrer verloren am Sonntagabend (21.07.2019) das Gefecht um Platz drei gegen Italien mit 38:45.

Der Deutsche Fechter-Bund (DFeB) wartet damit weiter auf das erste Edelmetall der Titelkämpfe, ein medaillenloses Abschneiden wie 2018 in Wuxi/China droht.

"Ein Riesenschritt Richtung Olympia"

"Natürlich wäre eine Medaille wichtig, aber Platz vier ist in der Disziplin Säbel keine Enttäuschung. Das ist eine Top-Platzierung, und wir machen einen Riesenschritt in Richtung Olympia", sagte Sportdirektor Sven Ressel. Nachdem die deutschen Fechter in den Einzelentscheidungen ohne Edelmetall geblieben waren, lagen die Hoffnungen vor allem auf dem Team um Hartung, das vor vier Wochen Gold bei der Heim-EM in Düsseldorf geholt hatte.

Schon der Einzug ins Halbfinale durch das 45:43 gegen Russland bescherte den Säbel-Herren wichtige Punkte in der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020. Im Halbfinale war der Titelverteidiger und Weltranglistenerste Südkorea beim 22:45 eine Nummer zu groß.

Die Olympia-Hoffnungen der Florett-Damen erlitten dagegen einen herben Dämpfer. Das Team um Senkrechtstarterin Leonie Ebert (Werbach) verpasste durch das 31:37 gegen Polen das Viertelfinale, sicherte sich aber in der Platzierungsrunde zumindest Rang neun.

Einzel-Finals ohne deutsche Beteiligung

Am Samstag war Peking-Olympiasieger Benjamin Kleibrink als letzter Starter im Einzel im Achtelfinale ausgeschieden. Von den Säbel-Damen kam nur Anna Limbach unter die besten 32. Mit den Finalgefechten hatte der DFeB bis Sonntag nichts zu tun.

Die Geschichten der WM schrieben andere, beispielsweise der 21 Jahre alte Budapester Gergely Siklosi, der nach seinem Sieg im Degenfinale gar nicht wusste, wohin mit seinen Gefühlen.

Mit den beiden EM-Dritten Hartung und Alexandra Ndolo (Degen/Platz 14) habe der Verband zwar "Eisen im Feuer" gehabt, sagte Ressel. "Auch Benni hat einen super Wettkampf gezeigt. Aber irgendwo fehlt dann das letzte Quäntchen. Wir haben einen kleinen Schritt nach vorne gemacht im Vergleich zum letzten Jahr. Aber natürlich schwingt eine kleine Enttäuschung mit."

Degen-Herren dürfen noch von Olympia träumen

Im Teamwettkampf der Degen-Herren scheiterte die Mannschaft um Richard Schmidt (Offenbach), WM-Dritter von 2017, in der Qualifikation. In den weiteren Gefechten am Sonntagabend geht es auch für sie um Olympia-Punkte, die Chancen auf eine Teilnahme in Tokio sind allerdings gering.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Sonntag, 21.07.2019, 22.50 Uhr

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red/sid/dpa | Stand: 21.07.2019, 14:08

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