Fecht-WM - Hartung verpasst Medaille

Max Hartung (hinten) in Aktion gegen Tiberiu Dolniceanu (vorne)

Fecht-WM in Budapest

Fecht-WM - Hartung verpasst Medaille

Säbelfechter Max Hartung hat bei der WM in Budapest Bronze knapp verpasst. Auch bei den Frauen gingen die deutschen Teilnehmerinnen leer aus.

Hartung unterlag im Viertelfinale dem Iraner Mojtaba Abedini mit 11:15. Ein Platz im Halbfinale hätte eine WM-Medaille garantiert, da das Gefecht um Platz drei nicht ausgetragen wird.

Weil zuvor auch Degenfechterin Alexandra Ndolo im Achtelfinale ausgeschieden war, ging der Deutsche Fechter-Bund am ersten Hauptrunden-Tag in der ungarischen Hauptstadt komplett leer aus. Ndolos drei Teamkolleginnen Alexandra Ehler, Ricarda Multerer und Beate Christmann hatten es nicht durch die Vorrunde geschafft. Im Einzel wurde die Brasilianerin Nathalie Möllhausen Weltmeisterin, sie gewann im Endkampf mit 13:12 gegen Sheng Lin aus China.

Hartung: "Klar bin ich enttäuscht"

"Es war kein schlechter Tag. Es ist halt immer schade, im Viertelfinale so nah an der Medaille zu verlieren. Klar bin ich jetzt enttäuscht", sagte Hartung.

In den Runden zuvor hatte sich Hartung gegen den Kanadier Fares Arfa (15:8), den Chinesen Deng Xiaohao (15:12) und den früheren Welt- und Europameister Tiberiu Dolniceanu aus Rumänien (15:13) durchgesetzt. Den Titel sicherte sich Sanguk Oh aus Südkorea durch ein 15:12 im Finale gegen den ungarischen Lokalmatadoren Andras Szatmari.

Wagner und Hübner-Fehrer früh raus

Benedikt Wagner und Björn Hübner-Fehrer waren früher im Laufe der Hauptrunde ausgeschieden. Wagner verlor in der Runde der besten 32 12:15 gegen den Russen Kamil Ibragimow. In der ersten Runde hatte der 29-Jährige den Ägypter Medhat Moataz knapp mit 15:13 geschlagen, ein Viertelfinale gegen Hartung schien in Reichweite. "Er war in den paar entscheidenden Momenten besser als ich", sagte Wagner, der angeschlagen mit Kniebeschwerden in die ungarische Hauptstadt gereist war.

Hübner-Fehrer hatte bereits in der ersten K.o.-Runde des Hauptfeldes 10:15 gegen den früheren Team-Weltmeister Enrico Berre aus Italien verloren. Matyas Szabo, der ebenfalls zur Europameister-Mannschaft von Düsseldorf gehört, hatte sich im Einzel nicht für die Hauptrunde qualifiziert. Der Team-Wettkampf der Säbelfechter in Budapest startet am Samstag mit der Vorrunde.

Leonie Ebert - deutsche Hoffnung im Fechtsport Mittagsmagazin 15.07.2019 02:48 Min. Verfügbar bis 15.07.2020 Das Erste

nch/sid/dpa | Stand: 18.07.2019, 17:51

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