Deutsche Fechter mit schwachem WM-Start

Alexandra Ndolo nimmt sich die Maske ab.

Weltmeisterschaft in Budapest

Deutsche Fechter mit schwachem WM-Start

Die deutschen Säbelfechter haben es im Einzel nicht geschlossen in die WM-Hauptrunde geschafft. Von den vier Degenfechterinnen steht sogar nur Alexandra Ndolo in der Runde der besten 64.

Alexandra Ndolo gelangen in ihrer Vorrundengruppe 5:1-Siege, die 32-Jährige qualifizierte sich damit direkt für das Hauptfeld der besten 64.

Ausgeschieden sind dagegen Ndolos Vereinskolleginnen Ricarda Multerer und Alexandra Ehler sowie Beate Christmann (Tauberbischofsheim), die die Vorrunde jeweils mit 4:2 abgeschlossen hatten. Multerer gewann zunächst mit einem starken Auftritt gegen die Vorjahresdritte Laura Stähli (Schweiz) 15:11, verlor aber dann 8:15 gegen die Russin Wioletta Chrapina.

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Christmann unterlag im entscheidenden Gefecht um den Einzug ins Hauptfeld Eliana Lugo (Venezuela) 12:14, Ehler schied durch ein 11:12 gegen die Belgierin Aube Vandingenen aus.

Leonie Ebert - deutsche Hoffnung im Fechtsport Mittagsmagazin 15.07.2019 02:48 Min. Verfügbar bis 15.07.2020 Das Erste

Damendegen-Bundestrainer "ein bisschen enttäuscht"

"Für Alex freue ich mich sehr, dass sie es direkt geschafft hat", sagte Damendegen-Bundestrainer Dominik Csobo: "Für die anderen drei ist es schade. Es war eine Kombination aus sehr viel Pech und nicht dem besten Fechten. Da bin ich ein bisschen enttäuscht. Wir haben auf mehr gehofft und für mehr gearbeitet."

Jetzt müsse man mit der Mannschaft zeigen, dass das deutsche Team an eine bessere Position gehöre, ergänzte Csobo. Die Hauptrunde im Damendegen startet am Donnerstag (18.07.2019), der Team-Wettkampf beginnt am Samstag (20.07.2019) mit der Vorrunde. An denselben Tagen gehen auch für die Herren die Kämpfe mit dem Säbel weiter - am Samstag etwas überraschend ohne Matyas Szabo.

Szabo verliert K.o.-Gefecht

Der 27 Jahre alte Team-Weltmeister von 2014 verlor sein K.o.-Gefecht gegen Ho Tin Low (Hongkong) 10:15. "Einer ist nicht weiter, das ist das einzige Problem", sagte Herrensäbel-Bundestrainer Vilmos Szabo, Vater von Matyas Szabo. Sein Schützling habe "schwach gefochten, er war nervös". Ho Tin Low sei allerdings auch "sehr gut" im Gefecht gewesen. "So schnell geht das beim Säbelfechten. Da hat man nicht viel Zeit zum Reagieren, zum Überlegen - auch als Trainer", sagte Vilmos Szabo.

Benedikt Wagner und Björn Hübner-Fehrer zogen in die Runde der besten 64 ein. Wagner, der seit dem EM-Sieg im vergangenen Monat in Düsseldorf von Knieproblemen geplagt worden war, hatte bereits sein zwölfter Platz nach der Poolrunde zur Qualifikation gereicht.

Hübner-Fehrer gewann sein entscheidendes Duell gegen Karan Singh Singh aus Indien 15:10. Der EM-Dritte Max Hartung war als Weltranglisten-Dritter bereits für die Hauptrunde qualifiziert.

dpa/sid | Stand: 15.07.2019, 18:08

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