Fecht-EM - Ebert verpasst Medaille, Degen-Fechter enttäuschen

Leonie Ebert

Europameisterschaft in Düsseldorf

Fecht-EM - Ebert verpasst Medaille, Degen-Fechter enttäuschen

Florett-Senkrechtstarterin Leonie Ebert (Foto) hat nur knapp die erste Medaille für die deutsche Mannschaft bei der Fecht-EM in Düsseldorf verpasst.

Die erst 19-Jährige verlor am Dienstag (18.06.2019) in einem einseitigen Viertelfinale gegen die die spätere Europameisterin Elisa Di Francisca aus Italien mit 5:15. Trotzdem sorgte Ebert dank ihrer starken Vorstellung für das bisher beste deutsche Ergebnis bei dieser EM.

Ihre Teamkolleginnen Anne Sauer (Werbach) und Eva Hampel (Tauberbischofsheim) hatten sich dagegen nach starken Vorstellungen im Achtelfinale verabschiedet. Sauer verlor gegen Titelverteidigerin Inna Deriglazowa (Russland), die letzlich Silber gewann und in der Runde zuvor bereits Carolin Golubytskyi (Werbach) geschlagen hatte, mit 6:15. Hampel zog gegen die Bronzemedaillegewinnerin Ysaora Thibus aus Frankreich mit 10:15 den Kürzeren und wurde 14. Die zweite Bronzemedaille ging an Alice Volpi aus Italien.

Fecht-EM - das Florett-Finale der Damen Sportschau 18.06.2019 23:27 Min. Verfügbar bis 18.06.2020 Das Erste

Rein verliert Achtelfinale knapp

Degenfechter Stephan Rein verpasste den Einzug ins Achtelfinale durch ein 14:15 gegen den Finnen Niko Vuorinen nur knapp. Die drei anderen Starter des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB) waren bereits in der ersten Runde gescheitert. Den EM-Titel sicherte sich der Youngster Yuval Freilich aus Israel, Silber ging an den Italiener Andrea Santarelli. Bronze gewannen Jiri Beran (Tschechien) und Enrico Garozzo (Italien).

Fecht-EM - das Degen-Finale der Herren Sportschau 18.06.2019 19:14 Min. Verfügbar bis 18.06.2020 Das Erste

Besonders enttäuschend war das frühe Aus des Vorjahresdritten Richard Schmidt, der Ido Harper aus Israel mit 11:15 unterlag. Lukas Bellmann schied zeitgleich auf der Nachbar-Planche mit 13:15 gegen den Ungarn Gergely Siklosi aus. Nikolaus Bodoczi verlor sein Gefecht gegen den Italiener Marco Fichera mit 8:15.

"Ärgerlich und nervig"

"Irgendwie haben sie alle Schiss. Sie kommen mit dem Druck nicht zurecht", kommentierte Sportdirektor Sven Ressel den Auftritt des Degen-Quartetts. Für Bundestrainer Mario Böttcher war vor allem das frühe Aus des ehemaligen WM-Dritten Schmidt "ärgerlich und nervig".

sid/dpa | Stand: 18.06.2019, 20:49

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