Säbelfechter sorgen für versöhnlichen EM-Abschluss

Säbelfechter Max Hartung (Archivbild)

Schlusstag der Fecht-Europameisterschaften

Säbelfechter sorgen für versöhnlichen EM-Abschluss

Die von Max Hartung angeführten Säbelfechter sorgten am Schlusstag der Fecht-EM mit Bronze noch einmal für eine Medaille, insgesamt aber fällt die Bilanz der deutschen Fechter durchwachsen aus.

Die deutschen Säbelfechter um Einzel-Europameister Hartung gewannen am Donnerstag (21.06.2018) in Novi Sad mit dem 45:43 gegen Rumänien Bronze und bescherten dem Deutschen Fechter-Bund (DFeB) damit am letzten Tag des Turniers einen versöhnlichen Abschluss.

Denn Hartung, Benedikt Wagner, Matyas Szabo und Richard Hübers (alle Dormagen) sicherten dem Verband die einzige Medaille bei den Team-Wettbewerben und den insgesamt dritten Podiumsplatz bei den Titelkämpfen in Serbien.

Hartung: "Gehören zu den besten Teams der Welt"

"Gerade kann ich mich jetzt noch nicht über die Bronzemedaille freuen, das kommt sicher noch", sagte Hartung, der zuvor im Einzel seinen Titel verteidigen konnte. "Aber ich glaube wir haben hier noch einmal gezeigt, dass wir zu den besten Teams der Welt gehören und da mitmischen können. Das war ein gutes Auftreten von uns vor der WM in Wuxi."

Ausgerechnet der Säbel-Spezialist Hartung hatte im Halbfinale gegen Italien im vorletzten Gefecht eine Sieben-Punkte-Führung vergeben, sodass Szabo im Endkampf beim Stand von 39:40 einsteigen musste und diesen im Schlagabtausch mit dem Weltranglistensechsten Luca Curatoli schließlich knapp verlor. Im kleinen Finale dominierte die deutsche Equipe dann schließlich in allen Gefechten auf der Planche. Europameister wurde das Team aus Ungarn, das sich gegen Italien deutlich mit 45:33 durchsetzte.

Ressel: "Noch nicht so weit, wie wir uns vorgestellt haben"

Die Degenfechterinnen hatten zuvor den Einzug in die Runde der letzten Vier verpasst. Alexandra Ndolo, Alexandra Ehler (beide Leverkusen), Beate Christmann (Tauberbischofsheim) und Monika Sozanska (Offenbach) verloren ihr Viertelfinale gegen Polen mit 36:45.

"Insgesamt ist das ein ordentliches Ergebnis mit den drei Medaillen, damit sind wir zufrieden. Wir sind nur in einigen Disziplinen noch nicht ganz so weit, wie wir es uns vorgestellt haben", sagte DFeB-Sportdirektor Sven Ressel. Neben den Degendamen waren auch die Männer, beide Florett-Teams sowie die Säbeldamen in den vorangegangenen Wettkampftagen der Mannschaften leer ausgegangen.

Analyse und Vorbereitung auf die WM im Juli

Dabei hatte sich der DFeB neben den starken Säbelfechtern auch von den Florettfechterinnen um Anne Sauer und der erst 19 Jahre alten Leonie Ebert einen möglichen Erfolg versprochen. Lediglich im Einzel verteidigte Athletensprecher Hartung seinen EM-Titel erfolgreich. Zuvor hatte Degenfechter Richard Schmidt als Dritter die erste deutsche Medaille gewonnen.

"Nach einer kurzen Regenerationsphase wird sich unser Team intensiv auf die WM vorbereiten und die EM-Gefechte im Detail analysieren", kündigte Sportdirektor Ressel an. Die EM in Serbien galt für das deutsche Team als Zwischenstation auf dem Weg zu den Weltmeisterschaften in Wuxi/China (19. bis 27. Juli).

red/sid/dpa | Stand: 21.06.2018, 19:45

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