FIFA-eSport: Saudi-Araber ist Weltmeister

Mosaad "MSDossary" Aldossary

eSport-Großereignis in London

FIFA-eSport: Saudi-Araber ist Weltmeister

Von Moritz Ladwig

Der neue FIFA-Weltmeister kommt aus Saudi-Arabien. Mosaad Aldossary setzte sich in London gegen die Elite des FIFA-eSport durch und krönte seine herausragende Saison. Zwei deutsche Spieler schafften es unter die Top 8.

In einem einseitigen Finale besiegte Mosaad "MSDossary" Aldossary aus Saudi-Arabien den Belgier Stefano "StefanoPinna" Pinna. Das Cross-Console-Finale, in dem jeweils eine Partie auf der Xbox und eine auf der Playstation gespielt wird, gewann der 18-Jährige souverän mit insgesamt 4:0. Zuvor spielten sich beide jeweils auf ihrer Konsole durch die Gruppenphase und drei K.o.-Begegnungen.

Drei Deutsche scheitern in der Gruppenphase

Für das Turnier in London hatten sich acht deutsche Spieler qualifiziert. Kai "deto" Wollin von Manchester City hatte allerdings Schwierigkeiten, seine Stärke auszuspielen und scheiterte ebenso wie Lukas "Sakul" Vonderheide und der Leverkusener Marvin "M4rv" Hintz bereits in der Gruppenphase.

Topfavorit Michael "MegaBit" Bittner startete mit fünf Siegen in die Gruppe, hatte am zweiten Turniertag dann aber zu kämpfen. Den Gruppensieg verspielte er und musste im Achtelfinale gegen seinen Teamkollegen Niklas "Nraseck" Raseck vom VfL Bochum antreten. Nach Hin- und Rückspiel setzte sich Bittner durch, zeigte allerdings auch Ansätze eines zerfahrenen Spiels.

Unter den besten vier Xbox-Spielern standen inklusive Bittner letztlich die erwarteten Favoriten: Vorjahressieger Spencer "Gorilla" Ealing (England), Kurt "kurt0411" Fenech (Malta) und Aldossary. Letzterer wurde für Bittner an diesem Tag eine Nummer zu groß, "MSDossary" setzte seine starke Leistung fort. Ärgerlich für Bittner, der am Tag seines 20. Geburtstags den Weltmeistertitel holen wollte.

Knapp im Viertelfinale gescheitert

Neben Tim "TheStrxngeR" Katnawatos (FC Basel) und Philipp "Eisvogel" Schermer sicherte sich auch Mohammed "MoAubameyang" Harkous einen Platz im Achtelfinale. Als Gruppensieger traf die Neuverpflichtung von Werder Bremen auf Henry "HoneyBadger" Blackmore, der ihm ein knappes Spiel abverlangte.

Die Runde der besten 16 konnte nur Harkous überstehen, im Viertelfinale traf er dann auf den späteren Finalisten Pinna. Mit 5:6 nach zwei Spielen warf der Belgier den letzten Deutschen in der Top 8 aus dem Turnier. "Man darf jetzt nicht zu krass sein und sagen man ist enttäuscht und die Welt ist untergegangen", sagte Harkous im Anschluss an sein Ausscheiden. Auf der Playstation hat sich der Bremer unter die besten Vier der Welt gespielt.

Insgesamt lieferten die deutschen Spieler ein ordentliches Turnier ab. An die Vorjahresleistung mit drei Spielern unter den besten vier der Welt war diesmal aber nicht anzuknüpfen. Für Aldossary bedeutet der Titelgewinn neben einem Preisgeld von 250.000 US-Dollar auch eine Einladung zum "The Best Event" der FIFA, bei dem die besten Fußballer des Jahres geehrt werden.

Stand: 05.08.2018, 11:57

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