Viele virtuelle Tore bei der "Bundesliga Home Challenge"

Controller einer Spielkonsole

FIFA-Turnier

Viele virtuelle Tore bei der "Bundesliga Home Challenge"

Ein Großteil der deutschen Fußball-Spitzenteams misst sich in der "Bundesliga Home Challenge" auf der Konsole miteinander.

Bei dem Turnier, auf dem die Fußball-Simulation FIFA 20 gespielt wird, sind 26 der 36 Erst- und Zweitligisten am Start. Pro Team ist mindestens ein Lizenzspieler und "eine Person aus dem entsprechenden Klub oder dessen Umfeld" am Start. 

Der so genannte "85er-Modus" sorgt dafür, dass die Bundesliga-Topteams, die in FIFA 20 natürlich stärker bewertet sind als beispielsweise Zweitligisten, keinen Wettbewerbsvorteil haben. Alle Teams haben somit die gleiche Spielstärke. Es zählt das reine Können.

Die "Bundesliga Home Challenge" gibt auch Vereinen die Chance teilzunehmen, die bislang noch nicht virtuell engagiert waren. Klubs wie Vizemeister Borussia Dortmund, für den Flügelflitzer Achraf Hakimi mitmacht, hatten bis dato noch die Virtual Bundesliga (VBL) verschmäht, die wie das analoge Pendant derzeit auf Eis liegt.

Favorit Werder kassiert Pleite gegen Nürnberg

Zu den Top-Duos zählen Maximilian Eggestein und der deutsche Meister Michael "MegaBit" Bittner, die Werder Bremen vertreten. Der 23-Jährige Eggestein, der eigentlich im Werder-Mittelfeld beheimatet ist, greift regelmäßig drei- bis viermal in der Woche zum Controller. Umso überraschender: Werder Bremen verliert am zweiten Tag des DFL-E-Sport-Events gegen den 1. FC Nürnberg.

Zweitliga-Profi Tim Handwerker machte am Sonntag dank eines 4:1-Sieges im Fußball-Konsolenspiel FIFA 20 gegen Werders Bundesliga-Spieler Maximilian Eggestein den 5:4-Sieg der Franken perfekt. Das 3:1 von E-Sport-Ass Michael "MegaBit" Bittner zuvor im Duell gegen FCN-Zweitmannschaftsakteur Felix Schimmel reichte Deutschlands aktuellem FIFA-20-Meister letztlich nicht zum Sieg.

Union am Sonntag als einziger Bundesligist siegreich

Union Berlin gewann mit den beiden Erstligaprofis Julius Kade und Keven Schlotterbeck gegen Federico Palacios und Tom Baack von Jahn Regensburg mit 5:1. Einen 2:1-Sieg feierte der Hamburger SV gegen RB Leipzig, den HSV-Profi Sonny Kittel mit einem 1:0 gegen Nordi Mukiele perfekt machte.

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Das Zweitligaduell zwischen Spitzenreiter Arminia Bielefeld und Holstein Kiel gewann Kiel mit 8:4. Keinen Sieger gab es beim 5:5 zwischen dem SC Freiburg und Wehen Wiesbaden. Im letzten Spiel des Abends gewann Darmstadt 98 gegen Bayer Leverkusen mit 4:2.

Dabbur auch virtuell treffsicher, S04 siegt klar

Zum Auftakt des Turniers hatte am Samstag die TSG Hoffenheim dank Stürmer Munas Dabbur mit 3:2 gegen die SpVgg Greuther Fürth gewonnen. Der israelische Nationalspieler erzielte beim 3:1 gegen Fürths Timothy Tillman zwei späte Treffer. Damit glich Dabbur auch den 1:0-Sieg von Fürths eSport-Profi Fabio "fifabio97" Sabbagh gegen TSG-Fan und Youtuber Marcel Schwarz aus.

Im Duell zwischen dem FSV Mainz 05 und Borussia Dortmund (3:3) gab es keinen Sieger: Zunächst trennten sich FSV-Fan Julian Greis und Youtuber Erne Embeli mit 1:1, in der zweiten Partie glich dann Mainz-Innenverteidiger Daniel Brosinski gegen Dortmunds Hakimi kurz vor Schluss noch zum 2:2 aus.

Deutlicher wurde es zwischen dem FC St. Pauli und Schalke 04 (1:4). Zunächst besiegte Schalkes eSportler Tim "Tim Latka" Schwartmann St. Paulis Lizenzspieler Luca Zander mit 1:0, im zweiten Spiel verwies Schalke-Mittelfeldmann Boujellab dann Marvin Knoll (ebenfalls Lizenzspieler) mit 3:1 in die Schranken.

Hertha BSC gewann außerdem mit 6:3 gegen den SC Paderborn, der 1. FC Köln mit Verteidiger Rafael Czichos bezwang den VfB Stuttgart mit 5:3 und Hannover 96 unterlag dem FC Augsburg mit Profi Marco Richter mit 1:2. Das torreichste Duell des Tages lieferten sich Eintracht Frankfurt und Dynamo Dresden - die Hessen siegten mit 8:2.

Die Teams:

SpVgg Greuther Fürth: Fabio "fifabio97" Sabbagh (eSportler) und Timothy Tillman (Lizenzspieler)

TSG Hoffenheim: Marcel Schwarz (Fan) und Munas Dabbur (Lizenzspieler)

Hertha BSC: Elias "Mern22" Nerlich (eSportler) und Maximilian Mittelstädt (Lizenzspieler)

SC Paderborn: Lucas Fiedler (eSportler) und Rifet Kapic (Lizenzspieler)

FSV Mainz 05: Julian Greis (Fan) und Daniel Brosinski (Lizenzspieler)

Borussia Dortmund: Erne Embeli (Youtuber) und Achraf Hakimi (Lizenzspieler)

FC St. Pauli: Luca Zander und Marvin Knoll (beide Lizenzspieler)

Schalke 04: Tim "Tim Latka" Schwartmann (eSportler) und Nassim Boujellab (Lizenzspieler)

1. FC Köln: Tim "TheStrxngeR" Katnawatos (eSportler) und Rafael Czichos (Lizenzspieler)

VfB Stuttgart: Atakan Karazor (Lizenzspieler) sowie Simon Bechtold/Timo Schulz (Youtuber-Duo Tisi Schubech)

Dynamo Dresden: Baris Atik und Marco Terrazzino (beide Lizenzspieler)

Eintracht Frankfurt: Andreas "ANDY" Gube (eSportler) und Nils Stendera (Lizenzspieler)

FC Augsburg: Yannic "Yannic0109" Bederke (eSportler) und Marco Richter (Lizenzspieler)

Hannover 96: Marcel "H96_DonChap28" Deutscher (eSportler) und Jannes Horn (Lizenzspieler)

Werder Bremen: Michael "Megabit" Bittner (eSportler) und Maximilian Eggestein (Lizenzspieler)

1. FC Nürnberg: Felix Schimmel und Tim Handwerker (beide Lizenzspieler)

RB Leipzig: Cihan Yasarlar (eSportler) und Nordi Mukiele (Lizenzspieler)

Hamburger SV: Umut "HSV_Umut" Gültekin (eSportler) und Sonny Kittel (Lizenzspieler)

Union Berlin: Julius Kade und Keven Schlotterbeck (beide Lizenzspieler)

Jahn Regensburg: Tom Baack und Federico Palacios (beide Lizenzspieler)

Arminia Bielefeld: Marcel Hartel und Andreas Voglsammer (beide Lizenzspieler)

Holstein Kiel: Bennett "rohwaedder" Rohwedder (eSportler) und Dominik Schmidt (Lizenzspieler)

SC Freiburg: Marc Flekken und Nico Schlotterbeck (beide Lizenzspieler)

Wehen Wiesbaden: Nico "Juice" Dernek (eSportler) und Sascha Mockenhaupt (Lizenzspieler)

Darmstadt 98: Yannick "Gotzery" de Groot (eSportler) und Felix Platte (Lizenzspieler)

Bayer Leverkusen: Kai "deto" Wollin (eSportler) und Adrian Stanilewicz (Lizenzspieler)

dpa/sid/red | Stand: 28.03.2020, 18:28

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