Krefeld Pinguine offenbar gerettet

Alex Trivellato (Krefeld Pinguine), lachend und den Schläger in die Höhe haltend

Krefeld Pinguine offenbar gerettet

Von Peter Hild

  • Eishockey-Traditionsklub offenbar gerettet
  • Neuer Investor will mit 750.000 Euro einsteigen
  • Lizenz für nächste Saison kann beantragt werden

Nach langem Hin und Her sind die von der Insolvenz bedrohten Krefeld Pinguine nun offenbar gerettet. Der umstrittene Hauptgesellschafter Energy Consulting - mit seinem früheren Geschäftsführer Mikhail Ponomarev - hat seine Anteile verkauft und damit den monatelangen Streit unter den Gesellschaftern beendet, wie der Klub am Dienstag (04.02.2020) mitteilte.

Mit dem Verkauf der Anteile ist der Weg nun frei für den Einstieg eines oder mehrerer neuer Investoren, die dem Verein bereits ihr Interesse signalisiert haben - die aber noch nicht öffentlich genannt werden. Sie wollen zusammen 750.000 Euro in den Klub investieren, das Stammkapital wird damit entsprechend verdoppelt.

Saison und Lizenzantrag gesichert

Mit der Stammkapitalerhöhung ist die laufende Spielzeit für die Pinguine gesichert, ebenso der Lizenzantrag für die kommende Saison in der Deutschen Eishockey-Liga, der bis Mitte Februar gestellt werden muss.

"Die letzten Monate sind für uns alles andere als einfach gewesen", sagte Pinguine-Geschäftsführer Matthias Roos, hörbar erleichtert. Er bedankte sich für die Unterstützung in der schwierigen Zeit, unter anderem bei Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD), der in dem Konflikt zwischen den Gesellschaftern immer wieder vermittelt hatte.

Platz für neue Investoren - Ponomarev steigt bei den Krefeld Pinguinen aus

Sportschau 29.01.2020 00:37 Min. Verfügbar bis 29.01.2021 ARD

Neue Gesellschafterstruktur soll etabliert werden

Platz für neue Investoren - Ponomarew steigt bei den Krefeld Pinguinen aus

Platz für einen neuen Investor - Ponomarew steigt bei den Krefeld Pinguinen aus

Der eine oder die mehreren neuen Investoren werden die Hälfte der Anteile an den Pinguinen übernehmen. Der Verein will die notwendigen Regelungen für die neue Gesellschafterstruktur und die Stammkapitalerhöhung in den nächsten Wochen auf den Weg bringen. Voraussichtlich Ende des Monats sollen der oder die neuen Geldgeber auch offiziell vorgestellt werden.

Trotz der jetzt gefundenen Lösung sieht Geschäftsführer Roos für die nahe Zukunft noch einiges zu tun: "Durch den Streit haben wir in den Planungen für die kommende Saison drei Monate verloren, deshalb liegt jetzt noch ein hartes Stück Arbeit vor uns." Die Pinguine liegen in der Tabelle aktuell auf dem drittletzten Platz und werden voraussichtlich zum wiederholten Mal die Playoffs verpassen. In der kommenden Saison wird in der Deutschen Eishockey-Liga wieder ein Absteiger eingeführt.

Stand: 04.02.2020, 17:12

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