Eishockey-WM - Finnland und Kanada ziehen ins Finale ein

Der Finne Kaapo Kakko am Puck

Halbfinale der Eishockey-WM

Eishockey-WM - Finnland und Kanada ziehen ins Finale ein

Finnland hat das Halbfinale der Eishockey-WM in der Slowakei gegen den großen Favoriten Russland gewonnen und steht damit im Finale. Am Abend gewann Kanada das andere Halbfinale.

Russland verlor am Samstag (25.05.2019) nach acht Siegen in acht Spielen überraschend im Halbfinale mit 0:1 (0:0, 0:0, 0:1) gegen Finnland. Der Rekordweltmeister spielt am Sonntag (15.45 Uhr) damit nur um Bronze - Finnland im Finale am Sonntagabend (20.15 Uhr) in Bratislava dagegen um seinen dritten WM-Titel.

Anttila erzielt das entscheidende Tor

Nach einem sehr hart und verbissen geführten ersten Drittel öffneten beide Mannschaften das Spiel im zweiten Durchgang, die Torchancen häuften sich auf beiden Seiten. Die Finnen, die im Viertelfinale Titelverteidiger Schweden mit 5:4 nach Verlängerung ausgeschaltet hatten, hatten Pech mit einem Pfostenschuss von Verteidiger Niko Ojamäki (24. Minute). Der Druck der Russen nahm zu, die beste Möglichkeit hatte aber der Außenseiter durch Jani Hakanpää bei einem Konter (37.).

Auch zu Beginn des Schlussdrittels scheiterte Russland mit Superstar Alexander Owetschkin immer wieder am starken finnischen Torwart Kevin Lankinen. Kapitän Marko Anttila (51.) erzielte dann das Siegtor für die Skandinavier, die mit nur zwei NHL-Profis antraten. Anttila nutzte eine Unaufmerksamkeit in der russischen Abwehr und schoss den Puck durch die Beine von Startorwart Andrej Wassilewski.

"Wir konnten einfach keine Tore schießen", klagte Russlands Verteidiger Michail Sergatschjow, "und dann haben wir auf der anderen Seite auch noch ein dummes Tor zugelassen. Das war der Unterschied. Aber man muss zugeben: Sie haben sehr gut gegen unsere Stürmer verteidigt. Sie haben uns nichts geschenkt."

Kanada und Finnland stehen im Finale der Eishockey-WM

Sportschau 25.05.2019 00:49 Min. Verfügbar bis 25.05.2020 ARD

Kanada schlägt Tschechien klar

Deutlich klarer lief das andere Halbfinale zwischen Kanada und Tschechien. Der 26-malige Champion aus Nordamerika setzte sich mit 5:1 (1:0, 2:0, 2:1) durch.

Mark Stone (6.), Darnell Nurse (21.), Pierre-Luc Dubois (26.), Kyle Turris (47.) und Thomas Chabot (53.) trafen für die Kanadier, die im dramatischen Viertelfinale gegen die Schweiz mit dem Ausgleich vier Zehntelsekunden vor Schluss der regulären Spielzeit das Aus verhindert hatten. Tomas Zohorna gelang nur noch eine Ergebniskorrektur (54.).

Schon früh gelang Stone mit seinem achten Turniertor die kanadische Führung. Nur zehn Sekunden dauerte es im zweiten Drittel, bis Nurse mit einem Bauerntrick auf 2:0 erhöhte. Nach dem dritten Treffer durch Dubois nach der schönsten Kombination des Spiels war die Partie praktisch entschieden.

Thema in Sport aktuell, Deutschlandfunk, 25.05.19, 22.50 Uhr

nch/sid | Stand: 25.05.2019, 21:44

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