DEL - München marschiert, Berlin bleibt auf Kurs

Bobby Sanguinetti, Patrick Hager und Yasin Ehliz (v.l.) jubeln

Eishockey

DEL - München marschiert, Berlin bleibt auf Kurs

Vizemeister Red Bull München zieht an der Spitze der Deutschen Eishockey Liga weiter einsam seine Kreise.

Die Bayern siegten am Donnerstag (31.10.2019) bei den Grizzlys Wolfsburg nach wechselvollem Spielverlauf mit 5:3 (2:1, 1:1, 2:1) und bauten ihren Vorsprung auf Verfolger Straubing Tigers zumindest vorübergehend auf 15 Punkte aus.

Überraschung war zweimal nah

Die Gastgeber hingegen verpassten durch ihre zweite Niederlage in den vergangenen drei Begegnungen den Sprung in die Playoff-Ränge. Dabei schien eine Überraschung für Wolfsburg gleich zweimal im Bereich des Möglichen.

Nach der frühen Führung durch Jeffrey Likens (2. Minute) träumte der Wolfsburger Anhang ebenso von einem Erfolg wie nach der Aufholjagd der Grizzlys zum zwischenzeitlichen 3:3 durch Tore von Sebastian Furchner (36.) und Alexander Johansson (45.). In der Schlussphase aber stellten Yasin Ehliz (53.) und Frank Mauer (60.) Münchens 15. Sieg im 16. Saisonspiel sicher. Zuvor hatten Trevor Parkes (9.), Patrick Hager (11.) und Maximilian Daubner (33.) für den vorübergehenden 3:1-Vorsprung der Gäste gesorgt.

17-Jähriger mit dem entscheidenden Penalty

Die Eisbären Berlin haben unterdessen ihren sechsten Tabellenplatz gefestigt. Am Donnerstagabend gewannen die Hauptstädter bei den Nürnberg Ice Tigers mit 3:2 (0:0, 0:1, 2:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen und haben nun einen Punkt Vorsprung auf die siebtplatzierten Franken. Der 17 Jahre alte Lukas Reichel sorgte mit seinem verwandelten Penalty für die Entscheidung, in der regulären Spielzeit hatten Leonhard Pföderl und Landon Ferraro für die Berliner getroffen.

Vor 6.547 Zuschauern in Nürnberg machten die Gäste von Anfang an Druck und hatten Pech, dass Marcel Noebels und André Rankel nur die Latte trafen. So ging es ohne Tore in die erste Pause. Im zweiten Drittel verloren die Berliner die Kontrolle über das Spiel, nachdem Sean Backman einen harten Bandencheck kassierte und mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Die Nürnberger waren nun gefährlicher und gingen durch den früheren Eisbären-Profi Daniel Fischbuch in Führung. Doch die Gäste gaben nicht auf: Pföderl und Ferraro trafen im turbulenten Schlussabschnitt für die Berliner, ehe Oliver Mebus für die Gastgeber ausglich. Weil die folgende Verlängerung torlos blieb, ging es ins Penaltyschießen, in dem Reichel als einziger Spieler traf.

Statistik

Eishockey · DEL 16. Spieltag 2019/2020

Donnerstag, 31.10.2019 | 19.30 Uhr

Wappen Thomas Sabo Ice Tigers

Thomas Sabo Ice Tigers

Treutle – B. Festerling, Summers, Mebus, Bender, Schulze, Gilbert, Weber – Alanov, Acton, Brown, Ramoser, Buck, Fischbuch, Bassen, Eder, Schwartz, Kislinger

2
Wappen Eisbären Berlin

Eisbären Berlin

Dahm – J. Müller, Ramage, McKiernan, Kettemer, Hördler, Wissmann – Backman, Lapierre, Ortega, Noebels, Sheppard, Pföderl, Rankel, Aubry, Ferraro, Dietz, Labrie, M. Olver, Reichel

3

Fakten und Zahlen zum Spiel

Thomas Sabo Ice Tigers Eisbären Berlin
Überzahl 3 Überzahlsituationen, 0 Tore 6 Überzahlsituationen, 0 Tore
Strafminuten 14 Min. 8 Min.

Strafen:

  • Buck - 2 Min. - Spielverzögerung
  • Schwartz - 2 Min. - Bandencheck
  • Ramage - 2 Min. - Stock-Check
  • Summers - 2 Min. - Beinstellen
  • Bassen - 2 Min. - Haken
  • Brown - 2 Min. - Unnötige Härte
  • Labrie - 2 Min. - Unnötige Härte
  • Wissmann - 2 Min. - Behinderung
  • Alanov - 2 Min. - Zu viele Spieler
  • Bender - 2 Min. - Spielverzögerung
  • McKiernan - 2 Min. - Zu viele Spieler

Tore:

  • 1:0 (31:36) Fischbuch (Brown, Buck)
  • 1:1 (48:39) Pföderl (Noebels, M. Olver)
  • 1:2 (50:50) Ferraro (Aubry, Rankel)
  • 2:2 (52:08) Mebus (Acton, Schwartz)
  • 2:3 (65:00) Reichel GWS

Zuschauer:

  • 6.547

Schiedsrichter:

  • Aleksi Rantala, Marian Rohatsch,

Stand der Statistik: Donnerstag, 31.10.2019, 22:17 Uhr

red/sid/dpa | Stand: 31.10.2019, 22:31

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