Finne Söderholm wohl neuer Eishockey-Bundestrainer

Toni Söderholm

Nachfolger von Marco Sturm

Finne Söderholm wohl neuer Eishockey-Bundestrainer

Die Nachfolge des bisherigen Eishockey-Bundestrainers Marco Sturm scheint geklärt. Der Finne Toni Söderholm soll das Nationalteam übernehmen. Er kommt vom Drittligisten Riessersee.

Der ehemalige finnische Nationalspieler soll nach dpa-Informationen am Donnerstag (20.12.2018) vorgestellt werden. Bis dahin will sich der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) offiziell nicht äußern.

Auch Ehrhoff wohl mit dabei

Die Vertragslaufzeit ist ebenso noch unklar wie das Trainerteam, mit dem der 40-Jährige den Olympia-Zweiten von Pyeongchang fortan betreuen wird. So gut wie sicher ist die Einbindung des Silbermedaillengewinners Christian Ehrhoff. Der 36 Jahre alte ehemalige NHL-Verteidiger hatte seine Karriere nach den Olympischen Spielen beendet und soll künftig als Gesicht des deutschen Eishockeys vor allem repräsentative Aufgaben übernehmen. Ob er dies als Generalmanager oder in anderer Funktion macht, ist noch unklar.

Der deutsche NHL-Rekordspieler Sturm war zwischen 2015 und 2018 Bundestrainer und Generalmanager. Im November hatte er das Angebot der Los Angeles Kings angenommen, Co-Trainer zu werden. Sturm will sich nun auch in der nordamerikanischen Profiliga als Trainer durchsetzen.

Vertrag in München

Anders als sein Vorgänger, der 2015 ohne Trainer-Erfahrung überraschend Bundestrainer geworden war, kann Söderholm als Coach schon einiges vorweisen, obwohl er vom SC Riessersee aus der dritten Liga kommt. Der gut deutsch sprechende Finne stand eigentlich beim deutschen Meister EHC München unter Vertrag und sollte dort zum Nachfolger von Erfolgscoach Don Jackson aufgebaut werden.

Zu Münchens Kooperationspartner Riessersee war Söderholm nur abgestellt. Mit dem Traditionsklub wurde er in der Vorsaison Hauptrunden-Meister und erreichte das Play-off-Finale. In der DEL2 wurde er auch zum "Trainer des Jahres" gewählt. Der SCR hatte sich dann aus finanziellen Gründen in die Oberliga zurückgezogen.

dpa | Stand: 19.12.2018, 10:24

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