DEL-Auftakt trotz Testturnier ungewiss

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DEL-Auftakt trotz Testturnier ungewiss

Nach monatelangem Stillstand setzt die Deutsche Eishockey Liga mit einem Testturnier ein positives Zeichen für die erhoffte Rückkehr in den Saisonbetrieb. Acht von 14 Mannschaften kehren für den Wettbewerb vom 11. November bis 12. Dezember auf das Eis zurück.

Ob der angedachte Saisonauftakt Mitte Dezember (22.10.2020) möglich wird, bleibt allerdings weiter unsicher, auch wenn seit diesem Donnerstag mit der Bekanntgabe des Wettbewerbs ein Schritt in die richtige Richtung geschafft scheint.

Wenige Tage nach dem Deutschland Cup der Nationalmannschaft, für den nach Absagen Ersatzteilnehmer gefunden werden müssen, beginnt das Turnier mit zwei Vierergruppen mit Hin- und Rückspielen. In zwei Gruppen spielen die Krefeld Pinguine, die Düsseldorfer EG, die Grizzlys Wolfsburg, die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven, Red Bull München, die Adler Mannheim, die Eisbären Berlin und die Schwenninger Wild Wings mit.

Weiter keine Klarheit über Saisonstart

Acht Monate nach dem vorzeitigen Abbruch der vergangenen Saison sind jedem Club sechs Spiele garantiert. Die besten Zwei jeder Gruppe erreichen das Halbfinale, das Finale ist für den 12. Dezember geplant. Der DEL-Neustart war Anfang Oktober ein zweites Mal auf unbestimmte Zeit verschoben worden, die Champions Hockey League wurde abgesagt. Wie die "Eishockey News" zuvor berichtete, soll das Turnier eine "Antrittsprämie in nicht unerheblicher Höhe garantieren". Die Adler Mannheim deuteten mit den Worten "Solidarität" und "Loyalität" und einer Einigung nach mehreren Gesprächen an, dass ein zusätzlicher Gehaltsverzicht der Spieler womöglich Voraussetzung war.

Auf ihre Teilnahme verzichten werden Augsburg, Ingolstadt, Iserlohn, Köln, Nürnberg und Straubing. Auch wenn ein Club wie die Augsburg Panther den Wettbewerb herbeisehne, müsse er "in Anbetracht der Situation doch vernünftig bleiben", sagte Augsburgs Gesellschafter Lothar Sigl. Seine Panther gehören zu den Teams, die von einer Teilnahme abgesehen haben: "Ohne konkrete Perspektive auf den Start der DEL hat es keinen Sinn, den kompletten Kostenapparat hochzufahren und die prekäre wirtschaftliche Situation, in der wir uns unverändert befinden, weiter zu verschärfen."

DEL-Boss Tripcke: "Eishockey zurück auf die Bildfläche bringen"

Denn völlig unklar bleibt weiterhin, ob die gesamte DEL anschließend eine wie auch immer gestaltete Saison beginnen wird. Im März hatte die DEL die Vorsaison aufgrund der Coronavirus-Krise vor den Playoffs abgebrochen, ohne einen Meister zu küren. Der Start in die neue Spielzeit, die ursprünglich Mitte September beginnen sollte, wurde zuletzt erneut verschoben. Ziel ist es, einen Saisonstart in der zweiten Dezember-Hälfte zu realisieren.

"Dieser Wettbewerb ist ein sehr wichtiges Zeichen für Fans, Partner, die DEL und für den gesamten Eishockeysport in Deutschland", wird Berlins Geschäftsführer Peter John Lee in einer Club-Mitteilung zitiert. "So rückt unser Sport wieder in die öffentliche Wahrnehmung und die Spieler erhalten darüber hinaus Spielpraxis unter Wettkampfbedingungen." DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke: "Das ist in diesen Zeiten ein wichtiger Schritt. Wir alle freuen uns, somit unseren Sport zurück auf die Bildfläche zu bringen."

Unsicherheit bei den Klubs bleibt

Die finanzielle Planung für die Vereine bleibt aber unsicher, für Klubs wie die Düsseldorfer EG bedeutet die Teilnahme am Vorbereitungsturnier auch, dass die Kurzarbeit der Spieler und Trainer endet. Finanzieren könne die DEG das nur mit Hilfe der Gesellschafter, die noch mal investieren - und vor allem mit Hilfe der Spieler, die noch mal auf Gehalt verzichten, sagte DEG-Geschäftsführer Harald Wirtz der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Donnerstag). "Das ist ein großes Zeichen der Mannschaft und ein klares Statement der Gesellschafter, aufs Eis und nicht in den Winterschlaf zu gehen."

dpa, red | Stand: 22.10.2020, 12:45

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