DEL - Köln und Augsburg setzen auf Teamgeist und Leidenschaft

Szene aus Hauptrunde: Mannheim trifft auf Köln

Play-off-Halbfinale

DEL - Köln und Augsburg setzen auf Teamgeist und Leidenschaft

In der Deutschen Eishockey Liga läuft alles auf ein Endspiel der stärksten und finanzkräftigsten Teams hin. Doch Köln und Augsburg wollen Mannheim und München Teamgeist und Leidenschaft entgegenhalten.

Das Halbfinale soll für die Kölner Haie und die Augsburger Panther noch nicht der Schlusspunkt sein. Mit der Euphorie aus den nervenaufreibenden Erfolgen in den siebten Viertelfinalspielen fühlen sich die Außenseiter der Top Vier bereit für den Coup: In den am Dienstag (02.04.2019) beginnenden Halbfinalserien wollen Köln und Augsburg das von allen erwartete Play-off-Finale um den deutschen Eishockeytitel zwischen Mannheim und München verhindern.

"Ich glaube, dass kein Team gerne gegen uns spielt", sagte der Kölner Moritz Müller: "Man hat in dieser Serie gesehen, aus welchem Holz wir geschnitzt sind." Nur zwei Tage nach dem 3:2 gegen Ingolstadt wollen die Kölner zum Halbfinal-Auftakt am Dienstag beim Hauptrundensieger Adler Mannheim überraschen. Am Mittwoch tritt Augsburg zum ersten von maximal sieben bayrischen Duellen bei Titelverteidiger EHC München an.

Haie im Spielrhythmus

Die Kölner sind durchaus froh, dass sie - anders als die Mannheimer nach deren ungefährdetem Viertelfinalsieg über Nürnberg - ohne längere Verschnaufpause im Spielrhythmus bleiben. "Die Mannschaft muss etwas Spezielles haben", meinte Adler-Trainer Pavel Gross. Dass die Kölner als erstes Team seit Frankfurt 2008 einen 1:3-Rückstand nach Siegen in der Serie noch aufholten, hat den Mannheimer Trainer beeindruckt. "Wir stellen uns auf eine lange, harte und intensive Serie ein", sagte auch Mannheims Kapitän Marcus Kink und bescheinigte den Kölnern "absolute Comeback-Qualitäten".

Gross ist sich noch nicht sicher, was seine Mannheimer zu erwarten haben. Unter dem Kanadier Dan Lacroix, der im Januar Peter Draisaitl als Trainer abgelöst hatte, hat sich Köln gesteigert und eine in Köln lange nicht gekannte mannschaftliche Geschlossenheit entwickelt. Seit 2002 sehnen sich die Kölner jetzt schon nach einem Titel. Vier Siege über die Adler müssten für die Titelchance her.

Allerdings weiß auch Nationalverteidiger Müller, dass der Titelfavorit eine "Extraklasse" hat. Zudem haben die Kölner Verletzungssorgen noch zugenommen. Sebastian Uvira, Alexander Oblinger, Steve Pinizzotto, Corey Potter, Alexander Sulzer und Marcel Müller fallen aus.

  "Wissen, wie wir spielen müssen"

Der Hauptrunden-Dritte Augsburg hat mit der besten Vorrunde der Vereinsgeschichte Respekt gewonnen. Erstmals seit neun Jahren stehen die bayrischen Schwaben wieder im Halbfinale, damals endete ihr Lauf erst im Finale gegen die Hannover Scorpions. "München ist eine Spitzenmannschaft. Aber: Wir wissen, wie wir spielen müssen, um zu gewinnen", sagte Augsburgs Trainer Mike Stewart.

"Sie spielen ähnliches Eishockey wie wir, sie greifen frühzeitig an", sagte Stürmer Thomas Holzmann vor dem Duell mit seinem Ex-Klub: "Es wird viele Torchancen geben, und deshalb erwarte ich eine attraktive Paarung." Drei Spielzeiten lang hat Titelverteidiger München allerdings keine Play-off-Serie mehr verloren. "Es wird für alle Beteiligten eine besondere Serie", sagte Münchens Patrick Hager: "Wir müssen an unsere Leistungsgrenze gehen, um Augsburg aus dem Weg zu räumen."

dpa/sid | Stand: 02.04.2019, 10:00

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