Alles Wichtige zur neuen DEL-Saison

Der Meisterpokal

Saisonstart

Alles Wichtige zur neuen DEL-Saison

Wer sind die Favoriten, was waren die Toptransfers, wie funktioniert der Modus? Sportschau.de hat alles Wichtige zur neuen Saison in der Deutschen Eishockey Liga gesammelt.

100. Meister gesucht

Die neue Saison der Deutschen Eishockey Liga ist die 26. Spielzeit. Nach der vergangenen Jubiläums-Saison geht es jetzt um den 100. deutschen Meistertitel. Den ersten holte 1912 der Berliner Schlittschuhklub, Titelverteidiger sind die Adler Mannheim. Die Saison ist die letzte ohne sportlichen Absteiger. Los geht es heute (13.09.2019), die Hauptrunde endet am 8. März 2020. Ab dem 11. März steigen die Pre-Playoffs, am 18.März die Playoffs. Spätestens Ende April steht der deutsche Meister fest. Es gibt zwei je einwöchige Länderspielpausen - eine im November und eine im Februar.

Nichts Neues beim Modus

Was den Modus angeht, hat sich nichts verändert. Die 14 Klubs absolvieren eine Doppelrunde mit insgesamt 52 Spieltagen. Für einen Sieg nach der regulären Spielzeit gibt es drei Punkte. Bei Unentschieden folgt eine Verlängerung mit "Drei gegen Drei". Wer zuerst ein Tor schießt, hat gewonnen ("sudden death"). Fällt kein Tor, entscheidet das Penaltyschießen. Der Sieger in der Overtime oder im Shootout erhält zwei, der Verlierer einen Zähler. Bei Punktgleichheit in der Abschlusstabelle zählt zunächst die Tordifferenz, dann die Anzahl der erzielten Tore und schließlich der direkte Vergleich.

So laufen die Playoffs

Die ersten Sechs qualifizieren sich direkt für das Playoff-Viertelfinale. Die Klubs auf den Plätzen sieben bis zehn spielen in der ersten Playoff-Runde nach dem Modus "best of three" die beiden übrigen Viertelfinalteilnehmer aus. Dabei trifft der Siebte auf den Zehnten und der Achte auf den Neunten. Ab dem Viertelfinale wird nach dem Modus "best of seven" gespielt. Dann sind vier Siege zum Weiterkommen und zum Titelgewinn notwendig. Bei Unentschieden nach 60 Minuten wird so lange in 20-Minuten-Abschnitten weitergespielt, bis ein Tor fällt ("sudden death"). Dabei wird anders als in der Vorrunde mit "Fünf gegen Fünf" gespielt. Der jeweils Besserplatzierte hat Heimrecht, das bei jedem Spiel wechselt.

Iserlohn Roosters – "Es kann nur besser werden" Sportschau 11.09.2019 03:21 Min. Verfügbar bis 09.09.2020 Das Erste

Mannheim und München Favoriten

Als Topfavoriten gelten Meister Adler Mannheim und der EHC München. Die beiden Branchenführer haben die jüngsten fünf Titel unter sich ausgemacht und sind der Konkurrenz enteilt. Mit jeweils rund 16 Millionen Euro haben sie die größten Etats, stellen zusammen 16 Nationalspieler und haben an der Bande die anerkannt besten Trainer der Liga: Pavel Gross und Don Jackson. In der vergangenen Saison überraschten die Augsburger Panther als Hauptrundendritter, der im Halbfinale erst im siebten Spiel an München scheiterte. Eine ähnliche Rolle könnten die Schwaben auch diesmal spielen, in der Champions League  beeindruckten sie schon vor dem Saisonstart. Auch die Kölner Haie mit dem Ex-Augsburger Erfolgstrainer Mike Stewart rechnen sich Chancen aus.

Die Gesichter der Liga

Auch anderthalb Jahre nach der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen sind die Helden von Pyeongchang noch immer die Gesichter der Liga: Rekordtorjäger Patrick Reimer in Nürnberg, Olympia-Kapitän Marcel Goc in Mannheim, der Münchner Torhüter Danny aus den Birken oder der Kölner Verteidiger Moritz Müller. Aber auch die nächste Generation der Nationalspieler um den Mannheimer Markus Eisenschmid und den Kölner Frederik Tiffels steht im Fokus.

Wen wir nicht mehr sehen

Torjäger Michael Wolf, beim Titelhattrick von 2016 bis 2018 Münchner Kapitän, hat seine Karriere als 38-Jähriger nach 782 DEL-Spielen mit 337 Toren beendet. Der EHC Ingolstadt muss künftig auf seine Klub-Ikone verzichten: Thomas Greilinger wechselte in die Heimat nach Deggendorf. Und auch Toptalent Moritz Seider könnte der DEL kurzfristig den Rücken kehren: Der Shootingstar, der sich mit 18 Jahren mit Mannheim zum Meistertitel und ins deutsche WM-Team spielte, kämpft bei den Detroit Red Wings um einen Platz in der NHL.

Der Jugend eine Chance

Jeder Klub muss in der neuen Saison zwei deutsche U23-Spieler auf den Spielbericht schreiben - doppelt so viele wie im Vorjahr. Wer mit drei Abwehr- und vier Sturmreihen spielen will, muss einen von ihnen jetzt auch regelmäßig einsetzen. "Junge Spieler in die Liga zu bringen, ist ein Muss", sagt Münchens Manager Christian Winkler, "sie machen die Liga schneller." Mannheim und München haben mit den 17-jährigen Tim Stützle und John Jason Peterka die größten Talente.

Das sind die Toptransfers

Auf dem Transfermarkt tat sich gewohnt viel. München holte mit Philip Gogulla den besten Stürmer der Vorsaison von der Düsseldorfer EG. Stürmer Derek Roy kommt aus Linköping und außerdem mit der Erfahrung von 787 NHL-Spielen - unter anderem für die Edmonton Oilers, Nashville Predators und Vancouver Canucks. Mannheim verstärkte sich im Tor mit Johan Gustafsson von Champions-League-Sieger Frölunda Göteborg und hat damit neben Dennis Endras einen zweiten Top-Goalie im Kader. Ein weiterer Topneuzugang ist Maxim Lapierre. Der Kanadier wechselt zu den Eisbären Berlin - dekoriert mit rund 700 Spielen in der NHL, unter anderem für die Pittsburgh Penguins, die Vancouver Canucks und die Anaheim Ducks. Prominentester Zugang der Kölner Haie ist der Tscheche Jakub Kindl. Der Verteidiger spielte in der NHL für Detroit und Florida.

Die Kölner Haie sind heiß auf die Saison Sportschau 09.09.2019 03:05 Min. Verfügbar bis 09.09.2020 Das Erste

sid/dpa/red | Stand: 12.09.2019, 09:20

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