DEL - Gipfeltreffen mit Adler und Panther

Augsburgs Spielmacher Drew LeBlanc (r.) im Zweikampf mit Mannheims Brendan Mikkelson an der Bande

Eishockey-Spitzenspiel am 27. Spieltag

DEL - Gipfeltreffen mit Adler und Panther

Von Julian Tilders

Am 27. Spieltag der DEL-Hauptrunde empfängt Spitzenreiter Mannheim den Tabellenzweiten aus Augsburg. Das Duell zwischen Adlern und Panthern ist ein Prüfstein für beide Klubs.

Seit Jahren rangieren die Adler Mannheim in der Deutschen Eishockey Liga neben Mannschaften wie dem amtierenden Meister EHC Red Bull München stets im Kreise der Favoriten auf den Titel. In der jüngeren Vergangenheit wurden die Adler ihrem Anspruch aber nicht immer gerecht.

Dass in Mannheim sportlich viel möglich ist, bewiesen die Adler im Jahr 2015 unter der Führung des damaligen Erfolgstrainers Geoff Ward und holten sich in sechs Spielen im Finale gegen den ERC Ingolstadt die gut zehn Kilo schwere DEL-Trophäe: Euphorie in der Kurpfalz.

Ein Jahr darauf bekamen die Adler allerdings schon nach einem enttäuschenden zehnten Platz in der Hauptrunde in der Play-off-Qualifikation die Flügel gestutzt und schieden aus. In der Saison 16/17 reichte es immerhin für das Viertelfinale nach einem vielversprechenden zweiten Platz in der Hauptrunde. Und in der letzten Spielzeit zogen die wiedererstarkten Adler im Halbfinale gegen den späteren Meister aus München den Kürzeren.

Mannheim thront an der Spitze - aber nicht unschlagbar

Aktuell sieht es jedoch so aus, als sei Mannheims attraktiv spielende Mannschaft unter Coach Pavel Gross diese Saison mal wieder in meisterlicher Form. Seit dem 10. Spieltag thronen die Adler ununterbrochen auf Platz eins und untermauerten ihre Ambitionen unter anderem zuletzt gegen München mit einem 1:0-Sieg im Shootout, beendeten damit ihre Schwächephase von zuvor vier Niederlagen und 27 Gegentoren aus acht Spielen. Ein wichtiger, prestigeträchtiger Sieg für weiteres Selbstvertrauen in der Hauptrunde der Meisterschaft.

Eine weitere gute Nachricht: Gegen Augsburg wird auch Stürmer Nico Krämmer nach einer vierwöchigen Verletzungspause wieder in den Kader rücken. Dafür fällt allerdings Brent Raedeke aus. Der Deutsch-Kanadier musste beim vergangenen Spiel gegen München nach einem überharten Check von Keith Aulie im Krankenhaus behandelt werden und ist noch nicht wieder fit. Auf Augsburger Seite wird Adam Payerl aufgrund seiner fünften großen Strafe fehlen.

Mannheim bisher Schreckensgegner für Augsburg

Gegen die druckvolle Spielweise und das clevere Positionsspiel der Arbeiter aus Mannheim war in den bisherigen zwei Aufeinandertreffen für die Panther kein Kraut gewachsen. Augsburg verlor beide Spiele (1:5, 0:4) und kassierte in nur zwei Partien ganze neun Gegentreffer gegen die Adler - deutlich zu viele.

Mike Stewart, Trainer der Augsburger Panther

Mike Stewart, Trainer der Augsburger Panther.

Die dritte Chance könnte Augsburg gegen die, wie deren kurze Krise zeigte, nicht unschlagbaren Mannheimer nun nutzen. Das Team um den hauptamtlichen Edeltechniker und Spielmacher Drew LeBlanc erzielte in den letzten fünf Partien 17 Tore und gewann dreimal. Lediglich zweimal mussten sich die Panther in der Overtime geschlagen geben.

Auch auswärts stabilisierte sich Trainer Mike Stewarts Team kontinuierlich, sodass das fremde Eis in Mannheim wohl nicht allzu große Vorteile für die Hausherren bieten wird. Das weiß auch Mannheims Rückkehrer Krämmer. "Augsburg ist eine starke Transitionmannschaft. Deshalb dürfen wir uns im Angriffsspiel keine unnötigen Scheibenverluste erlauben", warnte der Adler-Stürmer auf der vereinseigenen Internetseite vor dem guten Umschaltspiel der Panther.

Ein Sieg für die Panther würde den Aufwärtstrend der letzten Wochen bestätigen, Mannheim braucht ebenfalls den Erfolg, um sich die Konkurrenz weiter vom Leibe zu halten. Das dritte Spiel zwischen Adlern und Panthern am Freitagabend (14.12.2018, 19.30 Uhr) verspricht also deutlich mehr Spannung als die beiden ersten Duelle.

Stand: 14.12.2018, 11:17

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