DEL - München patzt überraschend, Kölner Haie verlieren erneut

Justin Pogge von den Eisbären Berlin gegen Kölns Jason Akeson

Eishockey, 37. DEL-Spieltag

DEL - München patzt überraschend, Kölner Haie verlieren erneut

In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) unterlag Spitzenreiter Red Bull München überraschend beim Schlusslicht Schwenningen. Die Kölner Haie verloren das sechste Spiel in Folge. Siege feierten hingegen Ingolstadt und Bremerhaven.

Der EHC Red Bull München hat nach der dritten Niederlage im vierten Spiel seinen großen Vorsprung an der Spitze eingebüßt, bleibt aber trotzdem weiterhin Tabellenerster in der Deutschen Eishockey Liga. Der deutsche Vizemeister unterlag am Sonntag (12.01.2020) bei den Schwenniger Wild Wings mit 0:2 (0:0, 0:1, 0:1). Die Treffer zum vierten Heimsieg nacheinander für den Tabellenvorletzten erzielten Troy Bourke und Michael Blunden.

"Das war taktisch ein sehr gutes Spiel von uns und eine sehr gute Leistung von der Mannschaft", befand der erst seit wenigen Wochen in Schwennigen tätige Chefcoach Niklas Sundblad. Das musste auch Münchens Stürmer Maximilian Kastner anerkennen. "Die Schwenninger haben es sehr gut gemacht und geben niemals auf". Gut erholt zeigte sich Verfolger Straubing Tigers nach der überraschenden 2:5-Niederlage in Iserlohn und bezwang die Nürnberg Ice Tigers ebenfalls mit 5:2 (2:1, 0:0, 3:1).

Dank des Siegtreffers in der 58. Minute von Nationalspieler Nicolas Krämmer gewann Meister Adler Mannheim am Abend seine Partie gegen die Grizzlys Wolfsburg mit 3:2 (2:2, 0:0, 1:0) und behauptete damit Rang zwei vor den Straubing Tigers.

Haie verlieren Playoffs aus den Augen

Die Kölner Haie verlieren die direkten Playoff-Plätze in der DEL hingegen allmählich aus den Augen. Die Negativserie der Rheinländer setzte sich trotz einer Aufholjagd im Schlussdrittel auch beim 3:4 (0:1, 0:2, 3:0, 0:1) nach Verlängerung gegen die Eisbären Berlin fort. Durch die sechste Niederlage in Folge liegt Köln neun Punkte hinter dem sechstplatzierten ERC Ingolstadt.

James Sheppard sorgte in der letzten Minute der Overtime zumindest für zwei Punkte, nachdem die Berliner durch Treffer von Sheppard, Marcel Noebels und Kai Wissmann zwischenzeitlich bereits mit 3:0 geführt hatten. Vor 17.146 Zuschauern in der Kölner Arena gelang den Eisbären ein Blitzstart: Schon nach 75 Sekunden sorgte Sheppard für die Führung. Die Berliner konzentrierten sich nun vor allem darauf, Risiken in der Defensive zu vermeiden. Ihre erste gute Chance im zweiten Drittel nutzte Noebels, der einen Alleingang eiskalt abschloss.

Eisbären geben Vorsprung aus der Hand

Nur 57 Sekunden später baute Wissmann mit seinem ersten Saisontor die Führung weiter aus. Doch die Eisbären gaben den Vorsprung im Schlussabschnitt noch aus der Hand: Alexander Oblinger und Jason Akeson brachten die Kölner heran, Frederik Tiffels glich acht Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit aus. Letztlich gingen die Eisbären aber doch noch als Sieger vom Eis, weil Sheppard in der Verlängerung traf.

Ingolstadt wiederum behauptete seine Position im direkten Duell mit der Düsseldorfer EG dank eines 3:2 (0:2, 0:0, 3:0). Die Fischtown Pinguins Bremerhaven gewannen 4:2 (1:1, 2:0, 1:1) gegen die Augsburger Panther, bauten ihren Vorsprung auf Verfolger Düsseldorf im Rennen um die Playoffs auf sieben Zähler aus und zogen nach Punkten mit Berlin (62) auf Platz vier gleich.

Statistik

Eishockey · DEL 37. Spieltag 2019/2020

Sonntag, 12.01.2020 | 14.00 Uhr

Wappen Kölner Haie

Kölner Haie

Wesslau, Weitzmann – D. Tiffels, Mo. Müller, Aronson, Gagné, Kindl, Zerressen, Ugbekile – Oblinger, Smith, Bast, Dumont, Genoway, Köhler, F. Tiffels, Matsumoto, Hanowski, Akeson, Sill, Uvira

3
Wappen Eisbären Berlin

Eisbären Berlin

Pogge – Kettemer, McKiernan, C. Braun, J. Müller, Ramage, Hördler, Wissmann – Lapierre, Rankel, Noebels, Sheppard, Pföderl, Labrie, Streu, Ferraro, Reichel, Ortega

4

Fakten und Zahlen zum Spiel

Kölner Haie Eisbären Berlin
Überzahl 7 Überzahlsituationen, 1 Tor 3 Überzahlsituationen, 0 Tore
Strafminuten 10 Min. 28 Min.

Strafen:

  • Wissmann - 2 Min. - Check mit dem Stock
  • Uvira - 2 Min. - Haken
  • Ramage - 2 Min. - Halten
  • Pogge - 2 Min. - Beinstellen
  • Ramage - 2 Min. - Unnötige Härte
  • Ramage - 2 Min. - Beinstellen
  • Uvira - 2 Min. - Unnötige Härte
  • Uvira - 2 Min. - Check gegen das Knie
  • Wissmann - 2 Min. - Stockschlag
  • Sheppard - 2 Min. - Behinderung
  • Aronson - 2 Min. - Unkorrekter Körperangriff
  • Sill - 2 Min. - Beinstellen
  • McKiernan - 2 Min. - Beinstellen
  • J. Müller - 2 Min. - Check gegen den Kopf oder Nackenbereich
  • J. Müller - 10 Min. - Check gegen den Kopf oder Nackenbereich

Tore:

  • 0:1 (1:15) Sheppard (Pföderl, Noebels)
  • 0:2 (32:17) Noebels (McKiernan, Pogge)
  • 0:3 (33:14) Wissmann (Reichel, Pföderl)
  • 1:3 (52:10) Oblinger (Bast)
  • 2:3 (53:31) Akeson (Uvira, Sill)
  • 3:3 (59:52) D. Tiffels (Gagné, Akeson) PP1
  • 3:4 (64:14) Sheppard (Pföderl, Hördler)

Schiedsrichter:

  • Stephan Bauer, Marc Iwert,

Stand der Statistik: Sonntag, 12.01.2020, 16:47 Uhr

red/sid/dpa | Stand: 12.01.2020, 19:32

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