DEL - München patzt, Aufstand der Kellerkinder

Münchens Voakes (l.) im DEL-Spiel gegen Wolfsburg

Eishockey, 35. DEL-Spieltag

DEL - München patzt, Aufstand der Kellerkinder

In der Deutschen Eishockey Liga hat Spitzenreiter München am Sonntag (05.01.2020) eine Heim-Niederlage kasiert. Im Tabellenkeller gab es dagegen Grund zur Freude. Unter anderem schlug Iserlohn Berlin. Die Kölner Haie schlitterten in die Krise.

Vizemeister München unterlag den Grizzlys Wolfsburg mit 4:5 (0:0, 3:2, 1:2, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen, liegt mit 78 Punkten nach 35 Spielen aber weiter souverän auf Platz eins. Die Verfolger gaben sich keine Blöße. Der Tabellenzweite Straubing Tigers (70 Punkte) behielt gegen die Augsburger Panther mit 3:2 (1:1, 2:0, 0:1) die Oberhand. Titelverteidiger Adler Mannheim (69) kam bei der Düsseldorfer EG zu einem 3:1 (0:1, 1:0, 2:0)-Erfolg.

Der Wolfsburger Gerrit Fauser sorgte in München 58 Sekunden vor dem Ende mit seinem Tor für die Verlängerung, in der keine Treffer fielen. Fabio Pfohl traf dann als einziger von acht Schützen im Penaltyschießen.

In Düsseldorf sorgten die Adler mit einem Doppelschlag von Mark Katic und Borna Rendulic (beide 41. Minute) zu Beginn des Schlussdrittels für die Entscheidung. Rendulic hatte 34 Sekunden vor Ende des zweiten Abschnitts die DEG-Führung durch Maximilian Kammerer (17.) ausgeglichen.

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Iserlohner Blitzstart

Dagegen haben die Eisbären Berlin einen empfindlichen Dämpfer erhalten. Die Hauptstädter unterlagen bei den Iserlohn Roosters mit 2:5 (0:4, 1:0, 1:1). Vor 4.329 Zuschauern in der Eissporthalle am Seilersee erwischten die Berliner einen denkbar schlechten Start. Der frühere Eisbären-Profi Jamie Mac Queen nutzte die erste Überzahl der Gastgeber, nur fünf Sekunden später erhöhte Robert Raymond. Berlins Torhüter Justin Pogge musste daraufhin nach gut zweieinhalb Minuten für Sebastian Dahm weichen. Doch auch der Däne konnte nicht verhindern, dass die Gastgeber ihren Vorsprung durch ein Powerplay-Tor von Raymond und einen Treffer von Daniel Weiß umgehend weiter ausbauten.

Kurz nach Beginn des zweiten Drittels verkürzte Frank Hördler den Rückstand, als die Eisbären in doppelter Überzahl spielten. Die Gäste steigerten sich nun, vergaben aber lange ihre Chancen. Erst im Schlussabschnitt schöpften die Hauptstädter nach Marcel Noebels' Tor noch einmal kurz Hoffnung, ehe MacQueen mit seinem zweiten Powerplay-Treffer für die Entscheidung zugunsten der Iserlohner sorgte.

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Auch Schwenningen gewinnt

Für eine weitere Überraschung sorgten die Schwenninger Wild Wings mit einem 3:2-Sieg (0:1, 1:0, 1:1, 1:0) nach Verlängerung gegen die Pinguins Bremerhaven. Mike Blunden sorgte in der 64. Minute für die Entscheidung zugunsten der Gastgeber.

Trotz ihrer Siege bleiben Iserlohn und Schwenningen in der Tabelle weiter unten.

Vierte Niederlage hintereinander für die Haie

Am Montag schlitterten die Kölner Haie in eine handfeste Krise. Der achtmalige Meister kassierte zum Abschluss des 35. Spieltags beim 1:3 (0:0, 1:1, 0:2) gegen den rheinischen Rivalen Krefelder Pinguine seine vierte Niederlage in Folge und belegt mit 51 Punkten nur noch den achten Tabellenplatz. Die wirtschaftlich angeschlagenen Pinguine siegten in der Domstadt durch die Tore von Jeremy Welsh (25.), Jacob Lagace (48.) und Laurin Braun (53.). Köln kam nur durch Alexander Oblinger (32.) zu einem Torerfolg.

Statistik

Eishockey · DEL 35. Spieltag 2019/2020

Sonntag, 05.01.2020 | 14.00 Uhr

Wappen Iserlohn Roosters

Iserlohn Roosters

Jenike – O‘Connor, D. Orendorz, Buschmann, Raymond, Schmitz – Lautenschlager, Grenier, Halmo, Petan, Sutter, MacQueen, Samanski, D. Weiß, Dmitriev, Weidner, Clarke

5
Wappen Eisbären Berlin

Eisbären Berlin

Pogge, Dahm – McKiernan, Kettemer, Wissmann, Hördler, J. Müller, C. Braun – Pföderl, Sheppard, Noebels, Ortega, Lapierre, Rankel, Dietz, Streu, Labrie

2

Fakten und Zahlen zum Spiel

Iserlohn Roosters Eisbären Berlin
Überzahl 6 Überzahlsituationen, 3 Tore 5 Überzahlsituationen, 1 Tor
Strafminuten 12 Min. 14 Min.

Strafen:

  • Ortega - 2 Min. - Behinderung
  • Hördler - 2 Min. - Haken
  • D. Orendorz - 2 Min. - Beinstellen
  • Sutter - 2 Min. - Stockschlag
  • Sheppard - 2 Min. - Check mit dem Stock
  • Buschmann - 2 Min. - Beinstellen
  • D. Orendorz - 2 Min. - Stockschlag
  • Streu - 2 Min. - Beinstellen
  • Noebels - 2 Min. - Stockschlag
  • Hördler - 2 Min. - Haken
  • Weidner - 2 Min. - Haken
  • Sheppard - 2 Min. - Stockschlag
  • Raymond - 2 Min. - Haken

Tore:

  • 1:0 (2:28) MacQueen (Petan, Grenier) PP1
  • 2:0 (2:33) Raymond (Weidner, D. Orendorz)
  • 3:0 (4:48) Raymond (Clarke, D. Weiß) PP1
  • 4:0 (7:23) D. Weiß (Dmitriev, Samanski)
  • 4:1 (21:06) Hördler (Ortega, Noebels) PP2
  • 4:2 (44:59) Noebels (Pföderl, J. Müller)
  • 5:2 (47:57) MacQueen (O‘Connor, Petan) PP1

Zuschauer:

  • 4.329

Schiedsrichter:

  • Rainer Köttstorfer, Gordon Schukies,

Stand der Statistik: Sonntag, 05.01.2020, 16:26 Uhr

red/dpa/sid | Stand: 06.01.2020, 22:13

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