DEL - München gleicht Finalserie aus

Play-off-Finale in der DEL

DEL - München gleicht Finalserie aus

Nach der Niederlage zum Auftakt hat Meister München bei den Eisbären Berlin zurückgeschlagen und in der DEL-Finalserie ausgeglichen.

Zwei Tage nach der Auftakt-Niederlage gewann der Favorit am Sonntag (15.04.2018) mit 5:4 (2:1, 3:1, 0:2) beim Hauptstadtklub. Damit eroberte München den Heimvorteil zurück, beide Teams brauchen jeweils noch drei Siege für den Titel.

In einem hochklassigen und hart geführten Duell trafen Brooks Macek (13. Minute), Rückkehrer Steven Pinizzotto (19.), Florian Kettemer (24.), Jonathan Matsumoto (34.) und Maximilian Kastner (40.) für München. Das Team des früheren Berliner Erfolgscoaches Don Jackson will als drittes Team der Deutschen Eishockey Liga (DEL) seinen dritten Titel in Serie holen.

Münchens Jonathan Matsumoto, Konrad Abeltshauser und Maximilian Kastner

Münchens Jonathan Matsumoto, Konrad Abeltshauser und Maximilian Kastner

Die Tore von Sean Backman (14./46.) und Nick Petersen (38./60.) waren zu wenig für die Eisbären, die erstmals in dieser K.o.-Runde in heimischer Halle verloren.

München sichtlich angestachelt

"Wir haben es nicht geschafft, die Münchner unter Druck zu setzen", sagte der Berliner Stürmer André Rankel bei "Telekomsport". Bei der ersten Finalteilnahme seit 2013 müssen sich die Eisbären im dritten Spiel am Mittwoch (19.30 Uhr) in München wieder deutlich steigern. Ansonsten droht das gleiche Schicksal wie vergangene Saison: Auch 2017 gewann die Mannschaft des ehemaligen Bundestrainers Uwe Krupp im Halbfinale das erste Spiel in München - und verlor die folgenden vier nacheinander.

Der 3:4-Ausrutscher vor heimischer Kulisse am Freitagabend hatte die Münchner sichtlich angestachelt. Mit hohem Tempo setzten die Gäste Berlin von Beginn an unter Druck. Der 40 Jahre alte Goalie Petri Vehanen rettete im Eisbären-Tor gegen Frank Mauer und Konrad Abeltshauer gleich mehrfach. Doch mit unnötigen Strafen brachten sich die Berliner im ersten Drittel selbst in Not. Durch ihr feines Direktpassspiel sezierten die Münchner die Eisbären-Defensive - Macek und Pinizzotto hatten wenig Mühe bei ihren Treffern in Überzahl. EHC-Stürmer Pinizzotto durfte dabei nach seiner Fünf-Spiele-Sperre im ersten Halbfinale gegen die Adler Mannheim erstmals wieder aufs Eis - und wurde von Kai Wissmann direkt mit einem harten Check begrüßt.

Die Intensität im Vergleich zum ersten Finalduell nahm nochmal zu. Münchens Ryan Button musste nach einem Treffer von Mark Olver mit blutender Lippe vom Eis. Nach einem Handgemenge zum Ende des zweiten Abschnitts gingen je zwei Spieler beider Teams auf die Strafbank. Doch weder die zahlreichen eigenen Strafen noch die Gegentreffer von Backman und Petersen brachten München lange aus dem Konzept.

Aus den Birken hält stark

In der abschließenden Berliner Daueroffensive hielt Olympia-Silbermedaillengewinner Danny aus den Birken mehrfach bravourös. Kurz vor Schluss sorgte Petersen mit seinem zweiten Tor nochmal kurzzeitig für Hoffnung bei den Eisbären. "Wir wollten dieses Spiel unbedingt noch gewinnen", sagte Rankel. "Es ist nochmal eng geworden. Aber wir haben am Anfang einfach nicht gut gespielt und deswegen nicht gewonnen."

Spiel drei findet am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) wieder in München statt.

Statistik

Eishockey · DEL 2. Spieltag 2017/2018

Sonntag, 15.04.2018 | 14.30 Uhr

Eisbären Berlin

Vehanen, Cüpper – J. Müller, Hördler, Baxmann, Wissmann, Richmond, M. Dupont, M. Adam – Rankel, Aubry, Noebels, Ri. Bukarts, Buchwieser, Fischbuch, Backman, Sheppard, Petersen, MacQueen, M. Olver, Oppenheimer

4

EHC Red Bull München

aus den Birken – Joslin, Boyle, Abeltshauser, Y. Seidenberg, Button, Aulie, Kettemer – Jaffray, Hager, M. Wolf, Macek, Aucoin, Pinizzotto, Christensen, Kahun, Mauer, Kastner, Matsumoto, Flaake

5

Fakten und Zahlen zum Spiel

Eisbären Berlin EHC Red Bull München
Überzahl 7 Überzahlsituationen, 1 Tor 2 Überzahlsituationen, 2 Tore
Strafminuten 12 Min. 24 Min.

Tore:

  • 0:1 (12:27) Macek (Aucoin, Joslin) PP1
  • 1:1 (13:49) Backman (Petersen, Hördler)
  • 1:2 (18:11) Pinizzotto (Matsumoto, Macek) PP1
  • 1:3 (23:05) Kettemer (Hager, M. Wolf)
  • 1:4 (33:36) Matsumoto (Joslin)
  • 2:4 (37:19) Petersen (MacQueen, M. Olver)
  • 2:5 (39:48) Kastner (Matsumoto, Flaake)
  • 3:5 (45:07) Backman (M. Dupont, Sheppard) PP1
  • 4:5 (59:20) Petersen

Zuschauer:

  • 14.200

Schiedsrichter:

  • Marian Rohatsch, Gordon Schukies,

Stand: Sonntag, 15.04.2018, 17:14 Uhr

Thema in: Sportschau, Sonntag, 15.04., ab 18.00 Uhr

sid/dpa/red | Stand: 13.04.2018, 22:00

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