DEL beschließt Saisonstart - mit Nord- und Südgruppe

Ein Bully im Spiel Red Bull München gegen die Eisbären Berlin im Januar

Klubs verständigen sich

DEL beschließt Saisonstart - mit Nord- und Südgruppe

Die Deutsche Eishockey-Liga will am 17. Dezember in ihre neue Spielzeit starten. Darauf haben sich die 14 Vereine geeinigt. Dabei soll es vor den Playoffs eine Nord- und eine Südgruppe geben.

Das beschlossen die 14 Klubs auf einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung am Donnerstag (19.11.2020). Neun Monate nach dem coronabedingten Abbruch der Vorsaison wird die verkürzte 27. DEL-Spielzeit jedoch in einem anderen Modus ausgetragen.

"Gespielt in wird in zwei Gruppen Nord und Süd mit jeweils 28 Regionalspieltagen sowie 14 Spielen gegen die sieben Mannschaften der anderen Gruppe", teilte die DEL mit.

Alle DEL-Klubs starten in die Corona-Saison

Sportschau 19.11.2020 02:27 Min. Verfügbar bis 19.11.2021 ARD Von Burkhard Hupe


Kürzere Reisen senken die Kosten und erleichtern die Umsetzung der Hygienevorgaben. Die Hauptrunde wird damit von 56 auf 38 Spiele verkürzt. Anschließend ermitteln acht Teams - also die jeweils besten vier beider Gruppen - den Deutschen Meister.

DEL 2020/21
Gruppe NordGruppe Süd
Eisbären BerlinAugsburger Panther
Fischtown Pinguins BremerhavenERC Ingolstadt
Düsseldorfer EGAdler Mannheim
Kölner HaieRed Bull München
Iserlohn RoostersNürnberg Ice Tigers
Krefeld PinguineStraubing Tigers
Grizzlys WolfsburgSchwenninger Wild Wings

Gehaltsverzicht und staatliche Zuschüsse als Hilfe

"Das war ein hartes Stück Arbeit für alle Beteiligten und wahres Teamwork", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke: "Noch vor wenigen Wochen sah es nicht danach aus, dass es alle Klubs schaffen. Unser Ziel war immer, dass wir möglichst mit 14 Klubs starten wollen. Das ist uns gelungen."

Zwei wesentliche Faktoren lassen eine "Geistersaison" ohne Zuschauereinnahmen nun doch zu: Der ligaweite Gehaltsverzicht von Spielern und Trainern von bis zu 60 Prozent sowie die Auszahlung von staatlichen Hilfszahlungen von bis zu 800.000 Euro an viele Klubs. Als letzter Wackelkandidat hatten die Kölner Haie am Mittwoch für einen Saisonstart zugesagt. Auch die Krefeld Pinguine, bei denen die Spieler den kurzfristig geforderten Gehaltsverzicht aufgrund von noch ausstehenden Gehaltszahlungen zunächst abgelehnt hatten, sind dabei.

DEG-Geschäftsführer Wirtz: "Saison ohne Zuschauer geplant" Sportschau 19.11.2020 00:35 Min. Verfügbar bis 19.11.2021 Das Erste

Saisonstart zwei Mal verschoben

Anders als die Handball- und die Basketball-Bundesliga hatte sich die DEL lange nicht in der Lage gesehen zu starten - und den erhofften Auftakt schon zwei Mal verschoben. Damit scheint ein drohendes Fiasko von eineinhalb Jahren ohne DEL-Spiele abgewendet - nachdem immer mehr Wackelkandidaten bekannt gegeben hatten, dass sie dabei seien. 

dpa/sid/red | Stand: 19.11.2020, 14:03

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