Fit bleiben - Freizeit-Sport in der Corona-Krise

Eine Frau joggt durch den Park.

Fragen und Antworten

Fit bleiben - Freizeit-Sport in der Corona-Krise

Von Anke Feller

Zu Hause bleiben - das ist ein Gebot der Stunde in der Corona-Krise. Aber auf Sport sollte man trotzdem keinesfalls verzichten, wir brauchen schließlich Abwehrkräfte - momentan mehr denn je. Aber wie? Und wo? Und was? Sportler wie Toni Kroos machen es vor, sportschau.de beantwortet die wichtigsten Fragen für den Alltag.

Wie wichtig ist Sport im Corona-Alltag?  

Bewegung und Ausgleich sind gerade in der aktuellen Situation wichtiger denn je: Bewegung und körperliche Aktivität fördern das psychische und körperliche Wohlbefinden. Je schlechter man sich fühlt, desto mehr profitiert man von körperlicher Aktivität. Das gilt sowohl für die Stimmungslage als auch für das körperliche Befinden.

Welche Sportarten bieten sich an? 

Eine Frau dehnt sich.

Wenn möglich sollte man sich in der freien Natur, an der frischen Luft bewegen. Das stärkt das Immunsystem und baut Stress ab. Joggen, Radfahren oder Walken. Generell sollte man Sportarten ausüben, in denen man sich sicher fühlt und sich nicht überanstrengt. Sportart und Belastung sollten in der aktuellen Situation nicht abrupt gewechselt werden, sonst erhöht sich das Risiko einer Verletzung.

Sollte man auch beim Joggen zwei Meter Mindestabstand zu anderen Läufern halten?

Auf jeden Fall. Zwar ist die Ansteckungsgefahr außerhalb geschlossener Räume geringer als in geschlossenen Räumen. Je nach Witterung verteilt sich das Virus aber wie Rauch in der Luft. Mal sinkt es schneller, mal langsamer zu Boden. Deshalb kann man sich auch beim Joggen anstecken oder andere Läufer infizieren, wenn man den Abstand von zwei Metern nicht einhält. Das Risiko ist am größten, wenn es windstill, neblig und feucht ist. Die UV-Strahlen von Sonnenlicht dagegen sind schlecht für Viren.

Fit bleiben trotz Corona

WDR 2 22.03.2020 03:34 Min. Verfügbar bis 22.03.2021 WDR 2 Von Anke Feller

Wie kann man sich zu Hause sportlich betätigen? 

Da ist Einfallsreichtum gefragt: Im Homeoffice z.B. alle dreißig Minuten den Wecker stellen und fünf Minuten Gymnastik oder ein kleines Workout am offenen Fenster machen. Auch Ausdauertraining in Form von Laufen oder Walken auf der Stelle ist möglich. Viele Gymnastik- und Fitnessprogramme, die man sonst im Fitnessstudio macht, kann man auch im eigenen Wohnzimmer durchführen. 

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Wie intensiv darf man Sport treiben?

Eine moderate körperliche sportliche Betätigung stärkt das Immunsystem. Das Training sollte Spaß machen und darf kein Zwang sein, sonst verursacht es Stress, der für den Körper kontraproduktiv ist. Bei einer hohen sportlichen Intensität ist bis zu vier Stunden danach die Anfälligkeit für einen Infekt erhöht.

Welche Sportarten sollte man vermeiden?

Sportarten, die ein gewisses Unfallrisiko bergen, oder die man schon länger nicht mehr ausgeübt hat, sollte man meiden. Wenn man schon länger nicht mehr mit den Inlinern oder dem Rennrad gefahren ist, besteht ein erhöhtes Unfallrisiko.

Darf man Sport treiben, wenn man sich nicht ganz fit fühlt?

Hat man erste Krankheitssymptome, sollte man auf Sport jeglicher Art verzichten, so wie es auch für andere grippale Infekte gilt.

Stand: 22.03.2020, 07:41

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