Boxer Charr positiv getestet, WM-Kampf abgesagt

Manuel Charr im Ring

WBA-Titel im Schwergewicht

Boxer Charr positiv getestet, WM-Kampf abgesagt

Boxweltmeister Manuel Charr wurde positiv auf verbotene Substanzen getestet. Der geplante WM-Kampf gegen Fres Oquendo wurde abgesagt.

Die WM-Titelverteidigung von Box-Weltmeister Manuel Charr am 29. September in Köln ist wegen einer positiven Dopingprobe des Schwergewichtlers geplatzt. Dies erklärte sein Management am Donnerstagmittag (20.09.2018) in einer offiziellen Erklärung.

"Ich bin von der Nachricht total geschockt und weine nur noch", sagte der 33-Jährige, der seinen WBA-Gürtel gegen Pflichtherausforderer Fres Oquendo aus Puerto Rico verteidigen sollte, dem Kölner "Express": "Ich habe noch nie irgendwas genommen."

Aberkennung des Titels droht

Charr kündigte die Öffnung der B-Probe an. Sollte die das Ergebnis bestätigen, droht ihm eine Sperre. "Der Kampf ist ad acta gelegt. Meiner Meinung nach wird die WBA Manuel den Gürtel aberkennen", bestätigte Thomas Pütz, Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB): "Bei Manuel wurden bei einer Trainingskontrolle am 31. August zwei Substanzen gefunden, die schon länger auf der Verbotsliste stehen."

"Absolutes Hardcore-Doping"

Nach Berichten der "Bild"-Zeitung, des "Express" und von "Spiegel-Online" soll es sich dabei um Epitrenbolon und Drostanolon handeln. Vorgenommen hatte die Kontrolle die Voluntary Anti-Doping Association (VADA). "Das sind beides Anabolika. Das ist absolutes Hardcore-Doping. Bei Boxern steht dabei die Steigerung der Muskelkraft im Vordergrund", sagte Doping-Experte Fritz Sörgel der "Bild".

Charr hatte schon bei seinem Titelgewinn im November vor einem Jahr für Aufregung gesorgt, als er sich als erster deutscher Schwergewichts-Weltmeister seit Max Schmeling feiern ließ und versicherte, im Besitz des deutschen Passes zu sein. Dies stellte sich jedoch als Lüge heraus.

red | Stand: 20.09.2018, 12:50

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