Para-EM - Dietz holt siebtes Gold für deutsches Team

Para-Leichtathletik-EM: Sebastian Dietz

Para-Europameisterschaft in Berlin

Para-EM - Dietz holt siebtes Gold für deutsches Team

Am vierten Tag der Para-EM der Leichtathleten in Berlin holte Kugelstoßer Sebastian Dietz die siebte Goldmedaille für das deutsche Team. Alhassane Balde (Rennrollstuhl) wurde dagegen wegen Behinderung eines Kontrahenten disqualifiziert.

Der zweimalige Paralympics-Sieger setzte sich bei der Leichtathletik-Europameisterschaft am Donnerstag (23.08.2018) im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark im Kugelstoßen in der Startklasse F36 überlegen mit 15,28 Meter durch. 

Mit seinem ersten EM-Titel komplettierte der dreimalige Weltmeister seine Medaillensammlung. Der 33-Jährige verwies den Ukrainer Mykola Dibrova (13,26 Meter) und Pawel Piotrowski (12,75) auf die Plätze.

Knapp am Weltrekord vorbei

Nur wenige Zentimeter fehlten Dietz, um den Weltrekord von 15,34 Meter zu verbessern. "Ich freue mich natürlich, dass ich jetzt erstmals Europameister bin. Aber wenn ich ehrlich bin, war das Ziel schon der Weltrekord", sagte Dietz und richtete den Blick bereits auf die Paralympics 2020: "Jetzt gilt es die Zeit bis Tokio zu nutzen. Das war ein Vorgeschmack, in zwei Jahren soll noch mehr kommen."

Nächste Medaille für Ave

Ihre dritte Medaille im dritten Rennen gewann Lindy Ave, die in der Startklasse T38 über 200 m (27,24 Sekunden) Zweite wurde. Die 20-Jährige aus Greifswald hatte zum Auftakt am Montag über 400 m das erste Gold für die deutsche Mannschaft geholt und am Mittwoch im Weitsprung Silber gewonnen. In Berlin tritt Ave zudem noch über 100 m sowie voraussichtlich mit der Universal-Staffel an - erneut jeweils mit guten Aussichten auf Medaillen.

Medaillen für Willing und Krüsemann

Ebenfalls ihr zweites Silber der Titelkämpfe in Berlin gewann derweil die erfahrene Martina Willing (Cottbus/F57). Die 58 Jahre alte dreimalige Paralympicssiegerin musste sich im Speerwurf mit einer Weite von 21,34 m nur der Lettin Diana Dadzite (26,36 m) geschlagen geben.

Für eine Bronzemedaille für die Mannschaft des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) sorgte Felix Krüsemann. Über 1500 m gewann der 17-Jährige in der Startklasse T38 in 4:21,60 Minuten Bronze hinter den Franzosen Redouane Hennouni (4:13,12) und Louis Raduis (4:16,66).

Balde wird disqualifiziert

Rennrollstuhlfahrer Alhassane Baldé aus Bonn konnte sich nur kurz über seine zweite Bronze-Medaille (800 Meter in 1:40,29 Minuten) freuen. Er wurde wegen der Behinderung eines Kontrahenten disqualifiziert. Dagegen legte das deutsche Team Einspruch ein, hatte damit aber keinen Erfolg.

sid/dpa/red | Stand: 23.08.2018, 18:10

Darstellung: