Berlin trägt Special Olympics 2023 aus

Berlin erhält den Zuschlag für die Special Olympics 2023

Entscheidung für deutsche Bewerbung

Berlin trägt Special Olympics 2023 aus

Die Special Olympics finden 2023 in Berlin statt. Noch nie haben die Weltspiele für Sportler mit geistiger und mehrfacher Behinderung in Deutschland stattgefunden. Auch Moskau hatte sich beworben.

Die Entscheidung für die deutsche Bewerbung fiel am Dienstag (13.11.2018) in der Dominikanischen Republik. Dort tagte das Präsidium von Special Olympics International (SOI) und vergab die Special Olympics 2023 an Berlin. Rund 7.000 Sportler aus 180 Nationen in 25 Sportarten, über 3.000 Betreuer und 12.000 mitreisende Familienangehörige werden dann erwartet. Die Special Olympics World Games gelten als die weltweit größte inklusive Sportveranstaltung für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung.

"Ein klares Zeichen für Inklusion in der Gesellschaft setzen"

"Wir sind sehr, sehr glücklich über die Entscheidung, die wir auch als Wertschätzung für unseren Verband, für Berlin und für Deutschland wahrnehmen", sagte Christiane Krajewski, Präsidentin Special Olympics Deutschland (SOD). "Wir freuen uns von Herzen mit unseren Athletinnen und Athleten, mit denen wir großartige Sommerspiele 2023 in Berlin gestalten wollen." Die gemeinsame Vision sei ein "weltweit ausstrahlendes Sport-Fest zu feiern und ein klares Zeichen für Inklusion in der Gesellschaft zu setzen".

"Wir freuen uns auf diese Spiele. Mit diesem Event können wir das Thema Inklusion in den nächsten Jahren wunderbar transportieren", sagte Aleksander Dzembritzki, Staatssekretär für Sport in der Berliner Senatsverwaltung. "Ich wünsche mir für die Spiele, dass die Zuschauer in Berlin und in ganz Deutschland diese Veranstaltung annehmen und kommen."

Die Wahl für Deutschland und Berlin sei "ein Beweis für bemerkenswerte, unermüdliche, nachhaltige und fortlaufende Bemühungen um mehr Inklusion für Menschen mit geistiger Behinderung", sagte Timothy Shriver, Vorsitzender von Special Olympics International. Womöglich spielte bei der Entscheidung für den Standort Berlin auch die Tatsache eine Rolle, dass dort alle Sportstätten bereits vorhanden sind.

Die Dachorganisation von SOI wurde 1968 von John F. Kennedys Schwester Eunice Shriver ins Leben gerufen. Die ersten Weltspiele fanden 1968 und 1970 in Chicago/USA statt. Seit 1975 wechseln sich im Zweijahresabstand Sommer- und Winter-Variante ab. Die vergangenen Sommerspiele lockten 2015 6.500 Athleten nach Los Angeles/USA, 2019 ist Abu Dhabi Ausrichter.

Bundestag bewilligt Unterstützung

Die Wettbewerbe finden unter anderem im Olympiastadion, in der Messe, auf der Straße des 17. Juni und im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark statt. In 26 Sportarten können sich die Sportler im Umkreis von nur zehn Kilometern um das Brandenburger Tor messen.

"Ich glaube, dass die Spiele ein hervorragendes Mittel sind, um Inklusion, Miteinander, Fairness und Respekt zu fördern", hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Zuge der Bewerbung gesagt. Das politische Berlin hatte sich über alle Parteigrenzen hinaus einträchtig für die Bewerbung ausgesprochen. Der Bundeshaushalt sprach dem Dachverband Special Olympics Deutschland schon für 2019 eine Anschubhilfe in Höhe von 360.000 Euro zu. Insgesamt sollen 35 Millionen Euro vom Bund fließen. Auch Berlin beteiligt sich mit 35 Millionen Euro an den Kosten.

red/dpa/sid | Stand: 13.11.2018, 20:48

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