Beachvolleyball: Missglückter EM-Start für Ludwig/Kozuch

Laura Ludwig und Margareta Kozuch

Beachvolleyball-EM

Beachvolleyball: Missglückter EM-Start für Ludwig/Kozuch

Die Knochen waren müde, der Kopf noch leer: Olympiasiegerin Laura Ludwig ist der Start in die Beachvolleyball-EM gründlich missglückt.

Zum Auftakt der Titelkämpfe in Moskau verlor die 33-Jährige mit ihrer neuen Partnerin Margareta Kozuch überraschend deutlich mit 0:2 (17:21, 13:21) gegen die Schweizerinnen Joana Heidrich/Anouk Verge-Depre. Statt der erhofften guten Grundlage auf dem Weg zum angepeilten ersten gemeinsamen Titel hat sich für das Duo gleich der Druck erhöht.

"Müde" und "platt"

"Wir waren erstaunt, wie viel Müdigkeit noch im Körper gesteckt hat. Wir sind doch noch ziemlich platt von letzter Woche. Die Zeit bis zur EM war einfach zu kurz", sagte Ludwig nach der Auftaktpleite. Das Major-Turnier in Wien hatte viel Kraft gekostet. Sieben Spiele waren es, am Ende wurde der Halbfinaleinzug durch ein 1:2 gegen die Brasilianerinnen Agatha/Duda nur knapp verpasst.

Viel Zeit für Regeneration blieb den beiden nicht. Einmal Tasche packen und direkt weiter in die russische Hauptstadt. "Das hat körperlich wie mental sehr gezehrt", sagte Ludwig. Eine späte Erkenntnis. Dennoch fühle sie sich fit. Um das auf dem Platz aber auch zeigen zu können, "werden wir versuchen, etwas runterzukommen und nochmal zur Physio gehen", sagte Strahlefrau Ludwig.

"Let's do this!"

Auch gegenüber ihren Fans zeigte sie sich bereits wieder im Angriffsmodus und schrieb auf Instagram: "Das war kein guter Start in die EM. Morgen werden wir mehr Gas geben. Let's do this!" Spätestens am Donnerstag (08.08.2019) soll und muss die Form wieder stimmen. "Und dann ist alles möglich", zeigte sich Ludwig mit Blick auf die Qualifikation für die K.o.-Runden zuversichtlich.

Am Mittwoch trifft das Duo auf das finnische Team Taru Lahti/Anniina Parkkinen, am Donnerstag wartet das Gruppenspiel gegen Anastasia Frolowa/Alexandra Ganenko aus Russland. Die acht Gruppensieger qualifizieren sich direkt für das Achtelfinale, die Zweit- und Drittplatzierten ermitteln in der ersten K.o.-Runde deren Gegner.

In Gruppe F gewann das Stuttgarter Nationalteam Karla Borger und Julia Sude gegen die Tschechinnen Michala Kvapilová/Michaela Kubickova 2:0 (21:15, 21:17). Im Pool D setzten sich die an Nummer zwölf gesetzten Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur in einem deutschen Duell gegen die an Nummer fünf gesetzten Kim Behrens und Cinja Tillmann mit 2:0 (21:10, 21:16) durch.

Zuletzt aufsteigende Form

Hoffnung auf eine erfolgreiche EM weckte bei Laura Ludwig und Magdelena Kozuch zuletzt Platz fünf beim Turnier in Wien. Nachdem die neuformierte Paarung zuvor den hohen Erwartungen nicht gerecht wurde und bei ihren ersten Auftritten mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen hatte, präsentierte sie sich in Österreich in ansteigender Form. Bei der Heim-WM in Hamburg war das Duo bereits im Achtelfinale gescheitert, beim darauf folgenden Major im Schweizer Gstaad war schon in der Vorrunde Endstation.

Einen ungewohnten Start in die EM gab es für die Vizeweltmeister Julius Thole/Clemens Wickler (Hamburg). Das deutsche Gruppenduell mit Alexander Walkenhorst und Sven Winter fiel ins Wasser. Wegen anhaltender gesundheitlicher Probleme von Walkenhorst musste das Düsseldorfer Duo seine EM-Teilnahme kurzfristig absagen. Somit waren Philippp Bergmann und Yannick Harms als einziges Männerduo im Einsatz. Das Team aus Hameln unterlag den Weltmeistern Oleg Stojanowskij/Wjatscheslaw Krasilnikow aus Russland trotz starker Leistung mit 0:2 (19:21, 18:21)

Stand: 06.08.2019, 20:38

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