Alba Berlin will zu Hause zurückschlagen

Der Berliner Martin Hermannsson (l.) im Duell mit Bayerns Danilo Barthel

Basketball-Bundesliga

Alba Berlin will zu Hause zurückschlagen

Alba Berlin ist nach der Niederlage gegen Bayern München in Spiel zwei der Finalserie der Basketball-Bundesliga gefordert. Am Mittwoch wollen die Hauptstädter vor heimischer Kulisse ausgleichen.

In Spiel eins setzte sich der Hauptrundensieger aus Bayern mit 74:70 (36:37) gegen Alba Berlin durch und führt in der Best-of-Five-Serie mit 1:0.

Bayern unterm Korb stark

Nach einer starken Anfangsphase der Gäste aus Berlin kämpfte sich Bayern München in das Spiel. Am Ende waren aber vor allem die insgesamt 20 Turnover auf Berliner Seite spielentscheidend. "Wir müssen aus unseren Fehlern lernen" resümierte Albas Top-Scorer Peyton Siva nach der Partie. Die Bayern waren zudem unter dem Korb, anders als in den bisherigen Begegnungen in dieser Saison, stärker als die Berliner. Mit 28:24 ging das Rebound-Duell an die Münchener.

"Wir müssen es über die 40 Minuten Spielzeit besser machen", bemerkte Albas Trainer Aíto García Reneses, nachdem seine Mannschaft in der Schlussphase in München völlig aus dem Rhythmus geraten war.

Mit einem Auswärtssieg am Mittwoch (20.30 Uhr) hätte der aktuelle deutsche Meister aus Bayern drei Matchbälle, zwei davon vor heimischem Publikum.

"Nicht ausruhen"

"Wir haben fast elf Monate gearbeitet, um hier zu stehen. Jeder bei uns ist sich bewusst, dass er den vollen Fokus auf zehn Tage legen muss, um sich für diese harte Arbeit zu belohnen", sagte Bayerns Kapitän Danilo Barthel. Der Power Forward weiß, dass das erste Auswärtsspiel kein Selbstläufer wird: "Man darf sich auf dem Heimvorteil nicht ausruhen, deshalb müssen wir am Mittwoch gleich wieder mit 100 oder 120 Prozent ins Spiel reingehen und wollen auch das gewinnen."

Niels Giffey (r.) gegen Danilo Barthel

Niels Giffey (r.) gegen Danilo Barthel

Albas Kapitän Niels Giffey erwartet die Bayern ähnlich wie im ersten Spiel: "Mit einem etwas langsamer aufgebauten Spiel, das ein bisschen unseren Speed stoppen möchte", sagte der 28-Jährige.

Für Bayerns Geschäftsfüher Marko Pešić ist die Rückkehr nach Berlin etwas Besonderes. Insgesamt acht Jahre war der frühere Aufbauspieler in Berlin aktiv. Er erlebte fast komplett jene Phase mit, als Alba Berlin die Konkurrenten mit seiner Dominanz förmlich erdrückte.

Mit einer ähnlichen Überlegenheit dominiert der FC Bayern seit zwei Jahren die Bundesliga-Konkurrenz, wurde 2018 souverän Meister und kassierte in der diesjährigen Hauptrunde nur drei Niederlagen.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, 19.06., ab 22.50 Uhr

red/sid/dpa | Stand: 19.06.2019, 06:00

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