Heiße Phase in der NBA - Das bringt die erste Play-off-Runde

Khris Middleton (Milwaukee) dribbelt den Ball an Glenn Robinson III (Detroit) vorbei

NBA

Heiße Phase in der NBA - Das bringt die erste Play-off-Runde

Von Robin Tillenburg

16 Teams sind in der NBA noch übrig - sie alle wollen Meister werden. sportschau.de liefert eine Kurzvorschau auf die jeweils vier Ost- und West-Paarungen. Die Serien werden im "best of-seven"-Modus ausgetragen - vier Siege sind also für das Weiterkommen notwendig.

Eastern Conference

Milwaukee Bucks (1.) gegen Detroit Pistons (8.):
Auf den ersten Blick ist dieses Duell die klarste Sache im Osten. Die Bucks hatten in der Regular Season die beste Bilanz von allen NBA-Teams (60-22), die Pistons sicherten sich auf den letzten Drücker die Teilnahme an der Endrunde (41-41). Gegen die Bucks, die in Giannis Antetokounmpo auch den möglicherweise besten Spieler der Liga in ihren Reihen haben, spricht eigentlich nur ihr kleiner "Play-off-Fluch": Seit dem Jahr 2001 hat Milwaukee es nicht über die erste Runde hinaus geschafft. Prognose: Das ändert sich. Die Bucks setzen sich relativ deutlich gegen Blake Griffin und Co. durch.

Toronto Raptors (2.) gegen Orlando Magic (7.):
Die Raptors spielen schnell, verteidigen hart und haben nicht nur ihren Sommer-Neuzugang Kawhi Leonard als individuelles Pfund. Auch die im Alter immer noch gefährlichen Kyle Lowry und Marc Gasol, der überraschend stark verbesserte Pascal Siakam und weitere Akteure spielen vor allem als Kollektiv stark auf. In der Saison schafften die Magic um den richtig gut aufgelegten Nikola Vucevic immerhin zwei Siege bei zwei Niederlagen gegen die Raptors. Zudem ist die Euphorie angesichts der ersten Play-off-Teilnahme in sieben Jahren groß. Prognose: Helfen wird das nicht viel. Die Magic gewinnen maximal zwei Partien in der Serie.

Philadelphia 76ers (3.) gegen Brooklyn Nets (6.):
Was ist Philadelphia mit seinen Jungstars Joel Embiid und Ben Simmons sowie den beiden Top-Neuzugängen Jimmy Butler und Tobias Harris wert? Sind die "Sixer" schon ein echtes Spitzenteam? Oder ist die Chemie mit dem als schwierig geltenden Butler zu explosiv? So oder so ist die individuelle Klasse so groß, dass es für jeden Kontrahenten schwierig wird. Gerade Embiid ist in Topform nicht zu verteidigen. Die Nets haben ihren Neuaufbau indes schneller geschafft als gedacht. Sie sind ein unangenehmes Team mit einer richtig starken Bank geworden - auch die Chemie stimmt. Individuell sticht D'Angelo Russell heraus, der sein Potenzial endlich ausschöpft. Prognose: Das wird kein leichter Gang für Philadelphia. Weil die 76ers aber eine große individuelle Klasse mitbringen, gewinnen sie die Serie.

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Boston Celtics (4.) gegen Indiana Pacers (5.):
Die Pacers werden im Osten gerne übersehen - vier Siege mehr und sie wären sogar Tabellendritter geworden. Hier liegt die große Gefahr für die Celtics, die vor der Saison als Topfavorit in der Eastern Conference galten. Die Pacers sind besser als ihr Ruf und kein dankbarer Gegner. Auch wenn Boston um den nicht so richtig glücklich wirkenden Kyrie Irving individuell klar besser ist: Block-König Myles Turner und Co. werden es den "Kelten" schwer machen. Prognose: Ähnlich wie bei Philadelphia gegen Brooklyn nervt der Underdog das nominell bessere Team - in den engen Phasen ist aber individuelle Klasse der Schlüssel fürs Weiterkommen der Celtics.

Western Conference

Golden State Warriors (1.) gegen Los Angeles Clippers (8.):
Die Saison der Clippers ist aller Ehren wert. Defensiv- und Trash-Talk-Spezialist Patrick Beverley hatte zwischenzeitlich getönt, man sei trotz LeBron James bei den Lakers die Nummer eins in Los Angeles - und er wurde belächelt. Nun lacht niemand mehr. Das Szenario ist Realität geworden. Die Offensive der Clippers und die starke Distanzquote haben enorme Qualitäten. Gegen viele andere Gegner würde das für eine offene Serie sorgen. Aber es sind eben die Warriors. Steph Curry, Kevin Durant und Kollegen sind auch in dieser Saison das Maß der Dinge. Prognose: Die Clippers werden mit Herz spielen - ernsthaft gefährden können sie den Champion aber nicht.

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Denver Nuggets (2.) gegen San Antonio Spurs (7.):
Die Nuggets rund um den "Zauberpass-Riesen" Nikola Jokic sind eine der Überraschungen der Regular Season. Im starken Westen haben sie sich auf den zweiten Platz gespielt - bei kaum einem Team läuft der Ball so gut wie bei der Truppe aus Colorado. Aber: Denver stellt das jüngste Team aller Play-off-Teilnehmer - in Sachen Erfahrung sind eigentlich nur Paul Millsap und Isaiah Thomas echte Stützen. Das sieht bei San Antonio anders aus. DeMar DeRozan, LaMarcus Aldridge, Marco Belinelli, Rudy Gay - allesamt Veteranen. San Antonio ist extrem erfahren, eingespielt und weiß um die eigenen Stärken und Schwächen. Sollte Denver auch nur ein klein wenig schwächeln, wird es hier eine Überraschung geben. Prognose: Ganz enge Serie mit einem knappen Erfolg für die Spurs.

Portland Trail Blazers (3.) gegen Oklahoma City Thunder (6.):
Damian Lillard gegen Russell Westbrook - ein Duell mit zwei der absoluten Top-Point-Guards der Liga. Und es wird eng zwischen zwei relativ jungen Mannschaften, die beweisen wollen, dass sie mindestens die Nummer zwei im Westen sind. Interessant dürfte der Kampf unter den Körben werden: Beide Teams sind echte Rebound-Spezialisten. Hier hat Portland aber trotz der Präsenz von Ex-Thunder-Spieler Enes Kanter Nachteile, denn Jusuf Nurkic fehlt verletzt. Auch CJ McCollum, der mit Lillard ein gefährliches Guard-Tandem bildet, war zuletzt angeschlagen. Prognose: Weil Paul George (überragend) und Westbrook (stark) bei Oklahoma in dieser Saison groß aufspielen und Coach Billy Donovan in Dennis Schröder eine weitere "Waffe" in der Hinterhand hat, setzt sich "OKC" gegen die vom Verletzungspech geplagten Trail Blazers durch.

Houston Rockets (4.) gegen Utah Jazz (5.):
Gegen Utah möchte man nicht spielen. Die Jazz sind mit ihrer Verteidigungsmentalität und dem manchmal unüberwindbar scheinenden Defensivanker Rudy Gobert und ihrem Offensiv-Anführer Donovan Mitchell das, was man einen "ekligen" Gegner nennt. Die zweitbeste Defensive der Regular Season bekommt es aber mit der zweitbesten Offensive zu tun - und dem Topscorer der Saison: MVP-Kandidat James Harden hat Fabelwerte abgeliefert. Die Rockets werden versuchen, Duelle mit Gobert zu vermeiden oder ihn zumindest zu vielen Fouls zu zwingen. Bedeutet: Distanzwürfe von weit draußen und ein immer wieder in die Zone ziehender Harden. Prognose: Harden zwingt Gobert immer wieder zu Fouls und agiert auch in dieser Spielzeit frischer und mit mehr Übersicht als in früheren Serien. Die Rockets gewinnen die Serie mit 4:2.

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