BBL - Oldenburg fordert die Bayern

Jubel bei den Baskets Oldenburg

Basketball-Bundesliga

BBL - Oldenburg fordert die Bayern

Die Münchner Bayern reisen als ungeschlagener Spitzenreiter zum Topspiel der Basketball-Bundesliga nach Oldenburg. Dennoch ist der Respekt vor den Baskets groß.

Ihren bisher letzten Auftritt in Oldenburg haben die Basketballer des FC Bayern München in keiner guten Erinnerung. In der vergangenen Saison verlor der Branchenprimus sang- und klanglos mit 77:100 bei den Niedersachsen. Zum Bundesliga-Spitzenspiel am Donnerstag (14.02.2019) fährt der Tabellenführer deshalb mit einer gehörigen Portion Respekt. Zwar sind die Bayern Tabellenführer, doch Oldenburg ist ihnen als Zweiter auf den Fersen - auch wenn der Rückstand acht Punkte beträgt.

"Man muss die Baskets auf der Rechnung haben, sie besitzen sehr viel Qualität und vor allem Erfahrung", sagte Bayerns Geschäftsführer Marko Pesic im Interview mit der "Nordwest-Zeitung". Neben Berlin und Bamberg gehöre Oldenburg zu den "schwierigsten Auswärtsspielen für uns", betonte Pesic: "Das zeigen ja auch die Ergebnisse - in Oldenburg haben wir häufiger verloren als gewonnen." In der Tat: Insgesamt feierten die Baskets sechs Siege in neun Heimspielen, weisen als eines der wenigen Teams der BBL eine positive Heimbilanz gegen München auf. 

"Müssen das perfekte Spiel liefern"

Die Oldenburger hoffen auf einen erneuten Coup, und das obwohl die Bayern in der Liga noch ungeschlagen sind. "Wenn wir das ändern wollen, müssen wir das perfekte Spiel liefern", sagte Baskets-Trainer Mladen Drijencic: "Wir müssen über 40 Minuten in jeder Situation aufopferungsvoll arbeiten und verteidigen."

Für den Klub geht es darum, den zweiten Platz zu verteidigen, ein Zeichen an die Konkurrenz zu senden und sich als Spitzenteam zu positionieren. Denn hinter den Münchnern ist es eng in der Tabelle. Genau wie Oldenburg hat auch Berlin erst acht Verlustpunkte auf dem Konto.

Befreit aufspielen

Für die Baskets spricht, dass sie gegen den großen Titelfavoriten wenig zu verlieren haben und befreit aufspielen können. "Es ist eine Partie, in die wir mit der Mentalität des Underdogs gehen können, auch wenn der Tabellenzweite gegen den Tabellenführer spielt. Keine Mannschaft hat Bayern, die keine Schwachstelle haben, in der Liga geschlagen", sagte Drijencic.

Für einen Oldenburger Sieg könnte vor allem Rasid Mahalbasic sorgen. Der Österreicher macht derzeit  im Schnitt  14,7 Punkte, holt 11,6 Rebounds und legt 5,4 Assists auf. In der Defensive ist vor allem Nathan Boothe gefordert, der den Münchner Topspieler Derrick Williams in Schach halten soll.

Bayern nicht unschlagbar

Die Bayern halten sich keinesfalls für unschlagbar. "Klar, die Siegesserie macht Spaß. Ich halte es aber für unwahrscheinlich, dass wir ohne Niederlage durch die Hauptrunde marschieren. Für uns geht es nur darum, nach der regulären Saison die bestmögliche Ausgangssituation für die Play-offs zu erreichen. Das ist Platz eins oder zwei", sagte Pesic.

Es läuft rund bei den Niedersachsen. Da verwundert es nicht, dass Kapitän und Publikumsliebling Rickey Paulding seinen Vertrag zuletzt verlängert hat. "Rickey ist das Herz und der Anführer unserer Mannschaft, an dem sich alle Mitspieler orientieren können", sagte Trainer Drijencic. Der leitet selbst jetzt schon fast vier Jahre die Geschicke an der Linie.

Infrastruktur und Logistik begeistern

Bayern-Geschäftsführer Pesic sieht die Oldenburger aber nicht nur sportlich gewachsen. "Ich habe großen Respekt vor dem, was sie in Oldenburg auf die Beine gestellt haben. Die Infrastruktur und Logistik der Baskets sucht in der Bundesliga ihresgleichen", sagte er.

Größter Erfolg des Klubs ist der Gewinn der deutschen Meisterschaft 2009. 2013 und 2017 war erst im Finale Schluss - damals jeweils gegen Bamberg. Jetzt ist das Team oben wieder mit dabei und will die Bayern fordern, am liebsten am Ende auch im Play-off-Finale. Ein Sieg am Mittwoch wäre ein weiterer Schritt dorthin.

red/vdv/dpa/sid | Stand: 14.02.2019, 10:51

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