Keine BBL-Lizenz für Aufsteiger Nürnberg

Die Basketballer der Nürnberg Falcons

Basketball-Bundesliga

Keine BBL-Lizenz für Aufsteiger Nürnberg

Aufsteiger Nürnberg Falcons wird in der kommenden Saison nicht an der Basketball-Bundesliga teilnehmen dürfen. Nach einer Entscheidung des BBL-Schiedsgerichts wurde den Nürnbergern endgültig die Lizenz verweigert.

Die Gesellschafter der Basketball-Bundesliga (BBL) teilten die Entscheidung am Samstag (06.07.2019) mit. Das Gremium wies damit die Berufung des Klubs gegen die Entscheidungen des Lizenzligaausschusses zurück. Gegen den Beschluss ist nach Angaben der BBL kein weiteres Rechtsmittel möglich.

Fehlende Wirtschaftskraft und Spielstätte

Die Nürnberger hatten die Genehmigung zunächst verweigert bekommen, weil der Verein wesentliche Anforderungen des BBL-Lizenzstatus nicht erfüllt habe. Dabei geht es um eine fehlende wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und eine nicht vorhandene Spielstätte.

"Die Enttäuschung ist riesengroß. Wir müssen die Entscheidung des Schiedsgerichts akzeptieren, können sie aber nach dem Verlauf des gestrigen Verfahrens weder nachvollziehen noch für gutheißen", sagte Falcons-Geschäftsführer Ralph Junge am Samstag in einer Vereinsmitteilung. Es sei nun die Aufgabe, "die Strukturen so auszubauen, dass ein erneuter Lizenzantrag für die BBL nicht einmal im Ansatz in Frage gestellt werden kann", betonte Junge.

Kommende BBL-Saison mit 17 Klubs

Damit wird es nach derzeitigem Stand nur 17 Teilnehmer an der kommenden Saison geben. Ein weiterer Platz kann noch über ein Wildcardverfahren vergeben werden, derzeit liegen der BBL allerdings keine Bewerbungen dafür vor. Die Kosten für eine Wildcard hatte die BBL von 250.000 auf 700.000 Euro erhöht. Auch die grundsätzlichen finanziellen Anforderungen für eine Bundesliga-Lizenz wurden von der Liga erhöht: Ab der kommenden Saison müssen die Vereine einen Mindestetat von drei Millionen Euro vorweisen können, eine Million mehr als bisher.

Aus dem Kreis der kleineren Klubs der Liga gab es zuletzt die Kritik, die BBL-Gesellschafter würden eine Verkleinerung der Liga durch die Hintertür betreiben, indem sie an der Preisschraube drehten. Vor allem von den großen Klubs gab es immer wieder Forderungen, die BBL auf 16 Vereine zu verkleinern, auch mit Blick auf den prall gefüllten internationalen Spielkalender. 

Wildcard für Jena?

Absteiger Science City Jena, ein möglicher Kandidat für eine Wildcard für die kommende Saison, hatte zuletzt erklärt, sehr wahrscheinlich auf eine Bewerbung verzichten zu wollen. Der zweite Bundesliga-Absteiger der abgelaufenen Saison, die Eisbären Bremerhaven, hatte bereits im Mai vom Lizenzligaausschusses keine Lizenz für die kommende Spielzeit erhalten.

BBL - Bayern gewinnt die Meisterschaft in der Verlängerung Morgenmagazin 24.06.2019 01:04 Min. Verfügbar bis 24.06.2020 Das Erste

sid/dpa/red | Stand: 06.07.2019, 11:45

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