Basketball-WM: Serbien scheitert überraschend an Argentinien

Enttäuschung bei Serbiens Nikola Jovic (m.) nach dem WM-Aus

Weltmeisterschaft in China

Basketball-WM: Serbien scheitert überraschend an Argentinien

Für Serbien ist der Traum von der Goldmedaille bei der Basketball-Weltmeisterschaft geplatzt. Im Viertelfinale schied der Titelkandidat gegen Argentinien aus. Spanien hingegen ist eine Runde weiter.

Serbien verlor am Dienstag (10.09.2019) überraschend 87:97 (49:54) gegen die Südamerikaner. Matchwinner bei den Argentiniern waren der langjährige NBA-Profi Luis Scola (20 Punkte) und Facundo Campazzo. Der glänzend aufgelegte Spielmacher kam auf 18 Punkte und zwölf Assists. Topscorer der Serben war NBA-Profi Bogdan Bogdanovic von den Sacramento Kings (21).

"Wir hätten besser verteidigen und mit mehr Konzentration spielen müssen", sagte Bogdanovic. "Die Viertelfinale sind die schwierigsten Spiele und wir haben die Chance verpasst, eine Medaille zu holen." Serbien lief lange einem Rückstand hinterher. Kurzzeitig ging das Team von Trainer Sasa Djordjevic zu Beginn des Schlussviertels dann doch einmal in Führung (70:68/31. Minute), fortan jedoch lief wenig zusammen. Die starken Argentinier, Titelgewinner bei der ersten WM 1950, ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. Argentinien trifft im Halbfinale am Freitag (13.09.2019) entweder auf Titelverteidiger USA oder Frankreich.

Fragezeichen hinter Serbiens Olympiateilnahme

Dabei hatte man in Serbien gehofft, den wegen vieler Absagen nicht so stark wie sonst eingeschätzten Weltmeister USA in China entthronen zu können. Daraus wurde nichts. Das Team des früheren Bayern-Trainers Djordjevic hatte bereits in der Zwischenrunde gegen Spanien die erste Turnier-Niederlage kassiert und muss nun sogar um die direkte Qualifikation für Olympia 2020 in Tokio bangen.

Serbien hatte zuletzt bei der WM 2014, Olympia 2016 und der EM 2017 jeweils Silber geholt und war in China mit klaren Titelambitionen gestartet. Argentinien hingegen hofft auf die erste WM-Medaille seit 2002, als das Team im Finale an Jugoslawien scheiterte.

Spanien müht sich ins Halbfinale

Im zweiten Viertelfinale des Tages wurde Spanien seiner Favoritenrolle gerecht. Der Weltmeister von 2006 gewann in Shanghai 90:78 (46:41) gegen Polen mit Trainer Mike Taylor, der auch Bundesliga-Aufsteiger Hamburg Towers betreut. Die Spanier um NBA-Champion Marc Gasol von den Toronto Raptors taten sich gegen Polen lange schwer, erst in der Schlussphase wurde das Ergebnis deutlicher.

Bester Werfer der Spanier war Ricky Rubio (Utah Jazz) mit 19 Punkten. Zudem lieferte er neun Assists und übernahm dadurch mit insgesamt 115 Vorlagen die alleinige Führung in der WM-Bestenliste. Gegner im Halbfinale ist in der Hauptstadt Peking Australien oder Tschechien.

red/sid/dpa | Stand: 10.09.2019, 15:47

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