Alba Berlin wirft den FC Bayern aus dem BBL-Pokal

Berlins Stefan Peno (l.) gegen Münchens Marod Lo (r.)

Basketball, BBL-Pokal

Alba Berlin wirft den FC Bayern aus dem BBL-Pokal

Alba Berlin hat den FC Bayern München aus dem BBL-Pokal geworfen. Zuvor waren die Telekom Baskets Bonn, Brose Bamberg und die Frankfurt Skyliners ins Halbfinale des runderneuerten Pokal-Wettbewerbs eingezogen.

Das Team von Trainer Aito Garcia Reneses fügte den Bayern am Sonntag (23.12.2018) in der Neuauflage des Vorjahresfinales mit 78:70 (41:40) als erstes deutsches Team in dieser Saison eine Niederlage zu. Eine Woche nach dem 83:81-Sieg gegen Alba in der Liga fanden die Münchner in den hartnäckigen Gästen ihre Meister.

Wie schon in der Vorwoche entwickelte sich in München ein spannendes Spiel, das von vielen Fehlern auf beiden Seiten geprägt war. Bayerns Star Derrick Williams, der am Ende auf 15 Zähler kam, konnte nicht an seine Gala in der Liga anknüpfen. Alba überzeugte durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und legte in den entscheidenden Situationen mehr Aggressivität und Präzision an den Tag. Aufbauspieler Stefan Peno (13 Punkte) ragte bei Alba heraus, Matchwinner aber war der erst 18-jährige Jonas Mattisseck, der mit fünf verwandelten Dreiern 15 Punkte erzielte.

Bonn schlägt Jena

Die Baskets Bonn von Trainer Predrag Krunic hatten zuvor beim Überraschungs-Viertelfinalisten Science City Jena mit 89:86 (48:46) gewonnen und waren erstmals seit 2012 wieder in die Runde der letzten Vier eingezogen.

Bonns Anthony DiLeo (Mitte) wird von Jenas Julius Jenkins verteidigt.

Bonns Anthony DiLeo (Mitte) wird von Jenas Julius Jenkins verteidigt.

In einem spannenden Spiel mit zahlreichen Führungswechseln waren Josh Mayo (Bonn) und Derrick Allen (Jena) mit jeweils 21 Punkten die besten Werfer. Den entscheidenden Dreier zum Sieg versenkte Bonns Power Forward Bojan Subotic 24 Sekunden vor dem Ende. Jena hatte im Achtelfinale überraschend den früheren Meister EWE Baskets Oldenburg ausgeschaltet.

Starkes drittes Viertel der Frankfurter

Die Frankfurter hatten bereits am Samstagabend (22.12.2018) in der Runde der letzten Acht mit 80:70 (38:38) gegen die Löwen Braunschweig gesiegt. Sie erreichten damit erstmals seit acht Jahren wieder das Halbfinale des BBL-Pokals, das nicht mehr im Rahmen eines Final-Four-Turniers ausgetragen wird.

Nach ausgeglichener erster Halbzeit setzte sich der Gastgeber mit einem 8:0-Lauf im dritten Viertel auf 50:42 ab und gab die Führung danach nicht mehr aus der Hand.

Bester Werfer auf Seiten der Frankfurter war der Kanadier Jason Clark (18 Punkte), für Braunschweig steuerten die US-Amerikaner Brayon Blake und Scott Eatherton je 15 Punkte bei.

Bamberg siegt souverän

Im zweiten Viertelfinale unterlag ebenfalls am Samstag die BG Göttingen dem fünfmaligen Pokalsieger Brose Bamberg deutlich mit 64:83. Die Gäste begannen die Partie furios und schafften schnell klare Verhältnisse. Bester Werfer bei den Bambergern war Tyrese Rice mit 14 Punkten.

Im Halbfinale muss Alba nun nach Frankfurt, außerdem empfängt Bamberg am 20. Januar Bonn. Das Finale wird in dieser Saison nicht mehr als Top Four an einem Wochenende gespielt und findet am 17. Februar statt.

red/sid/dpa | Stand: 23.12.2018, 19:38

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