BBL-Pokal: Klarer Finalsieg für Alba Berlin gegen Oldenburg

Alba Berlins Basketball-Spieler feiern den Pokalsieg über Oldenburg

Alba Berlin - EWE Baskets Oldenburg 89:67

BBL-Pokal: Klarer Finalsieg für Alba Berlin gegen Oldenburg

Alba Berlin hat sein Finaltrauma überwunden. Gegen Oldenburg gewann der Hauptstadtklub zum zehnten Mal den deutschen Basketball-Pokal und zog mit Rekordsieger Bayer Leverkusen gleich.

Alba Berlin setzte sich am Sonntagabend (16.02.2020) in einem packenden Pokal-Endspiel vor heimischer Kulisse mit 89:67 (40:43) gegen die EWE Baskets Oldenburg durch. Für Berlin war es der erste Titelgewinn seit 2016. Die vergangenen fünf Finals in Meisterschaft, Pokal und Eurocup hatte das Team von Trainer Aito Garcia verloren. Mit dem zehnten Pokal-Triumph hat Berlin den Rekord von Bayer 04 Leverkusen eingestellt.

Bester Werfer des Siegers war Martin Hermannsson mit 20 Punkten, für Oldenburg reichten auch 17 Zähler von Braydon Hobbs nicht. Die Niedersachsen warten weiter auf ihren zweiten Pokaltriumph nach 2015.

Basketball - Alba Berlin schlägt Oldenburg im Pokal-Finale Morgenmagazin 17.02.2020 01:27 Min. Verfügbar bis 17.02.2021 Das Erste

Mahalbasic: "Wir haben viele Fehler gemacht"

"Ich bin sehr glücklich", sagte Alba-Spielmacher Peyton Siva bei MagentaSport: "Wir haben uns Schritt für Schritt verbessert. Wenn wir gesund bleiben, können wir viel erreichen." Oldenburgs Rasid Mahalbasic war enttäuscht: "Wir haben viele Fehler gemacht. Alba Berlin bestraft Fehler, sie haben verdient gewonnen."

Alba zunächst gehemmt

Von Beginn an entwickelte sich eine enge Partie mit viel Kampf. Alba wirkte womöglich auch durch die vergebenen Titelchancen der jüngeren Vergangenheit gehemmt. Oldenburg startete im vierten Auswärtsspiel dieser Pokalsaison hingegen konzentriert, zeigte zunächst eine starke Defensivleistung. Vor allem Center-Hüne Mahalbasic stellte Alba vor Probleme. Angeführt von dem 2,10 Meter großen Österreicher dominierten die Niedersachsen beim Rebound und sicherten sich immer wieder zweite Wurfchancen.

Giedraitis begeistert mit Dunk

Die favorisierten Berliner trafen nur einen ihrer ersten sieben Distanzwürfe, hielten die Partie angetrieben von ihren heißblütigen Fans aber weiter offen. Durch den erfolgreichen Versuch von US-Profi Tyler Larson kurz vor der Schlusssirene ging Oldenburg mit einem Vorsprung von drei Zählern in die Pause. Doch Alba kam mit anderer Intensität aus der Kabine. Per Dreier sorgte Aufbauspieler Peyton Siva zum 49:46 für die erste Führung seit dem Auftaktviertel, danach begeisterte Rokas Giedraitis die Heimfans per Dunk über Oldenburgs Rickey Paulding.

Dies sollte der entscheidende Schlag für Oldenburg sein. Mit einem 10:0-Lauf setzte sich Alba ab und baute den Vorsprung bis zum Ende des dritten Abschnitt auf 14 Punkte aus. Das Schlussviertel wurde für Alba zur großen Pokalparty.

Erst Eishockey, dann Basketball

Erstmals fanden in der Berliner Arena an einem Tag sowohl eine Eishockey- als auch eine Basketball-Partie statt. In einem logistischen Kraftakt war die Eisfläche nach dem Sieg der Eisbären Berlin über die Adler Mannheim binnen weniger Stunden mit dem Parkettboden überbaut worden.

Das Heimrecht wird im deutschen Pokal unter den beiden Finalteilnehmern ausgelost, so dass Alba vor Schwierigkeiten gestellt worden war und sich mit den Eisbären und dem Hallenbetreiber auf diese Lösung verständigt hatte. Die BBL plant den umstrittenen Modus zu ändern und sucht einen dauerhaften Ort für das Pokalfinale.

red/dpa/sid | Stand: 16.02.2020, 22:29

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