Iran will eigenen Sportlern Wettbewerbe gegen Israel verbieten

Der Parlamentssaal in Teheran

Gesetzentwurf passiert Parlament

Iran will eigenen Sportlern Wettbewerbe gegen Israel verbieten

Der Iran will nun per Gesetz seinen Sportlern internationale Wettbewerbe gegen israelische Gegner verbieten. Ein entsprechender Gesetzentwurf passierte das iranische Parlament, sagte der Leiter des parlamentarischen Sportausschusses laut der Tageszeitung "Etemad".

"Wir haben ideologische Grundsätze und demnach wird das zionistische Regime (Israel) nicht als souveräner Staat anerkannt und dementsprechend wird es gegen die auch keinen sportlichen Wettbewerbe geben", sagte Mohammed Asisi.

Falls dies zu einer Disqualifikation oder Sperre von iranischen Sportlern und Mannschaften führen sollte, "dann werden wir halt disqualifiziert", meinte der Abgeordnete. Die ideologischen Prinzipien des Landes seien laut Asisi wichtiger als sportliche Wettbewerbe. Es sei nun die Aufgabe der jeweiligen Sportverbände dafür zu sorgen, dass es keine Sperren gibt.

Iran seit langem in der Kritik

Im Iran hat das Thema hat in den letzten immer wieder für heftige Diskussionen und auch Kritik gesorgt. Hintergrund ist das Verbot für iranische Sportler, wegen der politischen Feindschaft mit Israel und aus Solidarität mit Palästina gegen israelische Athleten oder Mannschaften anzutreten.

Deswegen kommt es auch immer wieder zu internationalen Sperren gegen iranische Sportler. Das Sportministerium hatte versucht einen Ausweg zu finden, der nach dem Beschluss des Parlaments nun wohl vom Tisch ist.

dpa | Stand: 14.05.2020, 19:48

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