Große Hitzeschlachten im Sport

Große Hitzeschlachten im Sport

Hohe Temperaturen laden eigentlich nicht dazu ein, Sport zu treiben. Profis müssen aber auch bei großer Hitze gute Leistungen zeigen. Und auch die Sportstätten leiden extrem. Und das kommt häufiger vor, als man so denkt.

Jan Frodeno kühlt sich mit Wasser beim Ironman in Hawaii ab.

Die Mutter aller Hitzeschlachten ist sicher der Ironman auf Hawaii. Nicht umsonst wird die Region Kona der "Glutofen" der Triathlonwelt genannt. Dort ist die gefühlte Hitze deutlich höher als die gemessene (über 30 Grad im Durchschnitt). Denn: Auf der Strecke sucht man ein Schattenplätzchen vergebens. Kein Baum, kein Strauch. Die Sonne scheint gnadenlos den gesamten Tag. Der schwarze Lava-Asphalt heizt sich zusätzlich ordentlich auf. Und das alles bei 3,86 Kilometern Schwimmen, 180,2 Kilometern Radfahren und 42,195 Kilometern Laufen. Der zweifache deutsche Hawaii-Sieger Jan Frodeno (2015, 2016) brauchte bei dieser Tortour unterwegs eine Erfrischung.

Die Mutter aller Hitzeschlachten ist sicher der Ironman auf Hawaii. Nicht umsonst wird die Region Kona der "Glutofen" der Triathlonwelt genannt. Dort ist die gefühlte Hitze deutlich höher als die gemessene (über 30 Grad im Durchschnitt). Denn: Auf der Strecke sucht man ein Schattenplätzchen vergebens. Kein Baum, kein Strauch. Die Sonne scheint gnadenlos den gesamten Tag. Der schwarze Lava-Asphalt heizt sich zusätzlich ordentlich auf. Und das alles bei 3,86 Kilometern Schwimmen, 180,2 Kilometern Radfahren und 42,195 Kilometern Laufen. Der zweifache deutsche Hawaii-Sieger Jan Frodeno (2015, 2016) brauchte bei dieser Tortour unterwegs eine Erfrischung.

Schweißtreibender geht es wohl auch kaum: Knapp 40 Grad zeigte dasThermometer im Jahr 2018 bei den Australian Open an. "Wenn es so heiß ist, kannst du die Kontrolle über deinen Körper verlieren", stöhnte etwa Tennis-Profi Rafael Nadal. Auch Spitzenspielerin Simona Halep litt sichtlich unter der Hitze. Ab 40 Grad können die Spiele in Melbourne unterbrochen werden oder in den drei größten Arenen die Dächer zum Schutz vor der Hitze geschlossen werden. Unrühmlicher Rekord: Die gefühlte Temperatur beim Duell zwischen Novak Djokovic und Gael Monfils wurde sogar mit 69 Grad Celsius angegeben.

Natürlich bleiben auch die Fußballer nicht von großer Hitze verschont. Etwa die deutsche Nationalmannschaft, die bei der WM 1994 in den USA in Chicago um 14 Uhr (Ortszeit) gegen Bolivien ran musste. Bei über 40 Grad und 85 Prozent Luftfeuchtigkeit gewinnt das DFB-Team mit Ach und Krach mit 1:0 nach einem Treffer von Jürgen Klinsmann. Mannschaftsarzt Wilfried Kindermann berichtet später, dass die deutschen Spieler jeweils "sechs bis acht Pfund" bei diesem Spiel verloren hätten.

Auch hierzulande herrschen ja bekanntlich manchmal tropische Temperaturen. Gerade in der ersten Runde des DFB-Pokals Mitte August ist dies ein wiederkehrendes Phänomen. Im Jahr 2012 etwa zeigte das Thermometer bis zu 40 Grad an. Und nicht nur die gut trainierten Fußball-Profis mussten leiden. Auch die Zuschauer mussten mit einer Dusche aus einem Feuerwehrschlauch abgekühlt werden. Die damaligen Erstligisten HSV, Nürnberg sowie Bremen und Frankfurt scheiterten damals gegen unterklassige Teams - ob das nur an der Hitze lag?

Auch Hockeyspieler müssen mit besonders hohen Temperaturen klarkommen. Bei der Endrunde um die deutsche Meisterschaft in Hamburg im Jahr 2015 wurde aufgrund der äußeren Umstände eigens jede Hälfte mit einer Trinkpause von zwei Minuten belegt und die Partien in vier Abschnitte mit 17,5 Minuten aufgeteilt. Die Damen des Uhlenhorster HC und die Herren von Rot-Weiss Köln zeigten sich am widerstandsfähigsten und sicherten sich jeweils den Titel.

Beim Cricket-Turnier Ashes im Jahr 2018 im australischen Sydney wurde beim letzten Spiel zwischen Australien und England ein neuer Hitze-Rekord aufgestellt.  Wetterstationen in der Nähe des Cricket-Stadions von Sydney meldeten Temperaturen bis zu 43,7 Grad. Der bisherige Höchstwert bei einem Cricket-Spiel in Australien war zuvor mit 43,1 Grad in Adelaide im Jahr 1908 gemessen worden.

Auch die Formel 1 leidet unter der Hitze: Aber nicht nur die Fahrer, die Motoren, die Bremsen oder die Reifen, auch der Asphalt auf den Strecken ist von hohen Temperaturen betroffen - vor allem der in Texas. Rund 25.000 Tonnen Asphalt hatten die Veranstalter verbaut, um einen Straßenkurs für den Großen Preis der USA aus dem Boden zu stampfen. Bei den Planungen hatte aber wohl niemand bedacht, dass es Ende Juli bis zu 40 Grad heiß werden könnte. Im Training im Jahr 2018 platzte der Asphalt unter der großen Hitze auf. Das Rennen am Sonntag wurde dann extra auf den Vormittag verlegt, weil die Hitze da noch nicht ganz so intensiv war.

Stand: 24.06.2019, 11:15 Uhr

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