Wegen Corona: Invictus-Games in Düsseldorf wohl erst 2023

Prinz Harry gratuliert einem deutschen Sportler bei den Invictus

Wegen Corona: Invictus-Games in Düsseldorf wohl erst 2023

  • "Invictus Games" finden wohl erst 2023 in Düsseldorf statt
  • Paralympische Spiele für Kriegsverletzte
  • Für 2021 angesetzte Spiele in Den Haag auf 2021 verschoben 

Die vom britischen Prinzen Harry gegründeten Invictus Games für kriegsversehrte Soldaten finden wegen der Corona-Krise vermutlich erst ein Jahr später statt als geplant. Die für dieses Jahr angesetzten Spiele in Den Haag wurden bereits auf 2021 verschoben.

Die in Düsseldorf für 2022 angesetzten Invictus Games könnten ebenfalls ein Jahr später stattfinden, wie aus der Antwort des Bundesverteidigungsministeriums (BMVG) auf eine Anfrage der FDP hervor geht. Die "Rheinische Post" hatte zuvor berichtet.

Es gebe momentan noch die "Unsicherheit", ob die Invictus Games Foundation eine "Verschiebung der Spiele auf 2023 anstrebt", heißt es im Schreiben des BMVG aus der vorvergangenen Woche.

Verschiebung der Invictus Games?

Auf dpa-Nachfrage sagte ein Sprecher am Montag (20.04.2020), dass es noch immer keine konkreten Informationen gebe. Gleiches teilte Düsseldorfs städtische Veranstaltungstochter D.Live mit, die bei der Organisation in der Landeshauptstadt federführend ist.

Bei den "Invictus Games" gibt es bis zu 14 paralympische Sportarten. Die Spiele werden weltweit übertragen. Bislang hat Prinz Harry alle Spiele persönlich besucht. Düsseldorf hatte sich im Bewerbungsverfahren gegen das kanadische Victoria durchgesetzt.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) erklärte bei der Vergabe in London im Januar, die Stadt sei "stolz", Gastgeber der Invictus Games zu sein.

Prinz Harry hat die Spiele initiiert

Thomas Geisel im Gespräch mit Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer und Sir Keith Mills, Chairman der Invictus Games Foundation.

Thomas Geisel im Gespräch mit Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer und dem Vorsitzenden der Invictus Games Foundation.

"Wir wissen, dass die Invictus Games viel mehr sind als ein Sportereignis", sagte Geisel am Donnerstag (16.01.2020) bei einer Pressekonferenz in London in der deutschen Botschaft.

An den Spielen beteiligen sich rund 500 Soldaten aus etwa 20 Nationen, die in ihrem Dienst körperlich oder seelisch verletzt wurden. Der englische Prinz Harry hatte die Spiele vor sechs Jahren initiiert.

Die Landeshauptstadt hatte sich zusammen mit dem Verteidigungsministerium um die Austragung der paralympischen Veranstaltung beworben und sich gegen das kanadische Victoria durchgesetzt.

Düsseldorf freut sich über Invictus Games 2022

00:45 Min. Verfügbar bis 16.01.2021 Von Thomas Kalus

Hoffnung auf Olympia in Düsseldorf

Düsseldorf sieht den Zuschlag für die Spiele als Chance, sich als möglicher Standort für Großevents zu präsentieren – auch mit Blick auf eine mögliche Olympiabewerbung, so Ministerpräsident Armin Laschet: "Die Invictus Games passen perfekt zu unserem Sportland, und es wäre ein toller Schritt auf unserem Weg zu Olympia 2032."

Invictus Games 2022 in Düsseldorf Sportschau 16.01.2020 02:38 Min. Verfügbar bis 16.01.2021 Das Erste

Stand: 20.04.2020, 15:38

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