Darts-WM - Zwei Frauen und vier Deutsche im "Ally Pally"

Max Hopp

Erste Weltmeisterschaft nach dem Rücktritt von Phil Taylor

Darts-WM - Zwei Frauen und vier Deutsche im "Ally Pally"

Die Welt ist mal wieder auf "180" - die Darts-WM im Londoner Alexandra Palace beginnt. Das Turnier bringt viel Neues: Erstmals haben zwei Frauen feste Startplätze, vier Deutsche gab es auch noch nie. Dafür fehlt eine Legende.

Ohne Phil Taylor

Die 26. WM der PDC ist die erste ohne Legende Phil Taylor: Der 16-malige Weltmeister beendete im Januar nach dem verlorenen WM-Finale gegen Rob Cross seine grandiose Karriere.

Zwei Frauen am Start

Dartsprofi Jan Dekker war nach der Auslosung erst einmal bedient. "Es wird richtig schwer. Es ist ein Spiel, bei dem ich eigentlich nur verlieren kann", sagte der Niederländer. Zum Auftakt der Darts-WM am Donnerstag (13.12.2018) erwischte er Lisa Ashton als Erstrundengegnerin - eine von zwei Frauen, für die erstmals Startplätze beim Saisonhöhepunkt im berühmten Alexandra Palace in London reserviert wurden. Die Russin Anastassija Dobromyslowa spielt gegen den Briten Ryan Joyce.

Vier Deutsche im Hauptfeld

Erstmals sind in London vier deutsche Spieler am Start - und endlich soll einer davon auch in die dritte Runde einziehen. Die größten Hoffnungen ruhen dabei auf Max Hopp. Dem Idsteiner, der als Nummer 32 der Welt zum ersten Mal gesetzt ist und in der ersten Runde ein Freilos genießt, droht aber bereits in Runde drei ein Duell mit dem Weltranglistenersten Michael van Gerwen. Und schon zuvor könnte es gegen den Niederländer Danny Noppert knifflig werden. Auf Martin Schindler, Robert Marijanovic und WM-Debütant Gabriel Clemens warten zum Auftakt machbare Aufgaben.

Weltmeister Cross als Außenseiter

Rob Cross

Rob Cross ist nur Außenseiter - aber das war der Weltmeister im Vorjahr auch

Der Kreis der Titelanwärter ist so groß wie schon lange nicht mehr. Auch in diesem Jahr führt der Weg zum Titel zwar nur über Michael van Gerwen, doch der Weltranglistenerste hat seine absolute Dominanz der vergangenen Jahre verloren und zuletzt ungewohnte Schwächen gezeigt. Der zweimalige Weltmeister Gary Anderson befindet sich indes in Topform. Mit ihren Major-Triumphen bewiesen in James Wade, Gerwyn Price und Daryl Gurney zuletzt auch Spieler aus der zweiten Reihe ihre Siegerqualitäten. Titelverteidiger Cross überzeugte hingegen im Vorfeld der WM nicht und gilt als Außenseiter.

96 Spieler und eine Runde mehr

Erstmals treten 96 statt zuletzt 72 Spieler bei der WM an, dadurch führt der Weg zur "Sid-Waddell-Trophy" nun über sieben Runden.

Modus: 501 mit Double Out

Ziel ist es, 501 Punkte herunterzuspielen und per Doppelfeld "auszuchecken". Wem dies zuerst gelingt, der holt sich ein Leg. Drei Leg-Gewinne bringen einen Satz. In der ersten und zweiten Runde wird nach dem Modus "best of 5 sets" verfahren. In der dritten Runde und im Achtelfinale sind dann vier Satzgewinne zum Weiterkommen nötig. Das Viertelfinale wird nach dem Modus "best of 9 sets" ausgespielt. Im Halbfinale braucht ein Spieler sechs gewonnene Sätze ("best of 11 sets"). Das Finale gewinnt, wer sieben Sätze für sich entscheidet ("best of 13 sets").

Preisgeld auf Rekordniveau

Bei der WM geht es für die Spieler wieder um ein Rekord-Preisgeld: Der Sieger erhält umgerechnet 564.000 Euro, das sind rund 100.000 Euro mehr als im Vorjahr. Insgesamt werden mehr als 2,8 Millionen Euro (2,5 Millionen Pfund) ausgeschüttet.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Donnerstag, 13. 12.2018, ab 22.50 Uhr

sid/red | Stand: 13.12.2018, 08:00

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