Coronavirus-Ticker 15.03.2020 und früher

Das leere Stadion "stade de la Maladiere" in der Schweiz

Chronologie der Absagen von Sportveranstaltungen

Coronavirus-Ticker 15.03.2020 und früher

Teil 12/17 - DIENSTAG, 03.03.2020

Zwei Fußball-Europacupspiele in Spanien vor leeren Rängen

Zwei Fußball-Europacupspiele mit italienischer Beteiligung werden in Spanien wegen des neuartigen Coronavirus unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. Das teilte der spanische Gesundheitsminister Salvador Illa am Dienstag mit und begründete die Maßnahme mit der Ansteckungsgefahr durch das Virus. Es geht dabei um das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League am 10. März zwischen dem FC Valencia und Atalanta Bergamo und dem Europa-League-Spiel zwischen dem FC Getafe und Inter Mailand am 19. März.

Neben den beiden Fußball-Spielen sind auch zwei Basketball-Spiele vom Ausschluss der Zuschauer betroffen. Dabei geht es um Valencia Basket gegen Olimpia Milano in der EuroLeague (5. März) und Girona und Venedig im Eurocup der Frauen (19. März).

Entzündung des Olympischen Feuers findet statt

Ob die Olympischen Spiele im Juli und August 2020 in Tokio wie geplant stattfinden, ist noch offen - aber das Feuer soll in jedem Fall entzündet werden. Das teilte am Dienstag das Griechische Olympische Komitee in Athen mit - wenn auch mit weniger Teilnehmern, um dem Coronavirus keine Chance zu geben. "Die Zeremonien zur Entzündung des Feuers am 12. März und zur Übergabe der Fackel am 19. März finden wie geplant statt", hieß es in einer Mitteilung des Komitees.

Leipzig trainiert vorerst ohne Zuschauer

RB Leipzig wird vorerst alle Trainingseinheiten ohne Zuschauer absolvieren. "Als reine Vorsichtsmaßnahme" bezüglich des Coronavirus würden alle Einheiten bis auf Weiteres nicht-öffentlich stattfinden, erklärte der Tabellenzweite der Fußball-Bundesliga auf seiner Homepage unter der Kategorie Trainingsplan. Bislang gibt es einen bestätigten Coronavirus-Fall in Sachsen.

Judo-Grand-Prix in Marokko abgesagt

Als Auswirkung der Corona-Krise sind in Marokko bis auf weiteres alle internationalen Sportveranstaltungen abgesagt worden. Wie der Judo-Weltverband IJF am Dienstag mitteilte, findet somit auch das für das kommende Wochenende in der Hauptstadt Rabat geplante Grand-Prix-Turnier nicht statt. Am Dienstag war zuvor bekanntgegeben worden, dass in dem nordafrikanischen Land die erste Infektion mit dem Virus aufgetreten sein. Dabei soll es sich um einen Mann handeln, der aus Italien zurückgekehrt sei. Auch im benachbarten Tunesien ist das Virus bereits aufgetreten.

Keine Asien-Reise für den BVB

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund sagt eine für den Sommer geplante Asien-Reise in der Saisonvorbereitung aufgrund des Coronavirus ab. Ob die Westfalen stattdessen wie schon in den vergangenen beiden Jahren einen Trip in die USA planen, ließ Geschäftsführer Carsten Cramer gegenüber der Sport Bild offen: "Wir haben einige Offerten und werden alle prüfen. Entscheiden wir uns für eine Reise, muss sie zu 100 Prozent verantwortbar und ohne Risiko für alle Beteiligten sein. Wir ergreifen sämtliche Schutzmaßnahmen, die nötig sind. Die Sicherheit der Mannschaft und aller Mitarbeiter des BVB hat immer oberste Priorität."

Visumpflicht für Italiener in Vietnam

An der Austragung des Formel-1-Rennens von Vietnam gibt es weiter Zweifel. Die Regierung des asiatischen Landes hat die Einreisebestimmungen für italienische Staatsbürger weiter verschärft. Seit Montag müssen Italiener genau wie Südkoreaner bei der Einreise ein Visum vorweisen. Dies verkündete Vize-Premierminister Vu Duc Dam. Nach China ist Südkorea von dem neuartigen Coronavirus am stärksten betroffen, in Europa ist es nach wie vor Italien. Die Rennställe Ferrari und Alpha Tauri habe beide in Italien ihren Sitz, zudem beliefert die Scuderia die Teams Haas und Alfa Romeo mit Motoren. In Pirelli hat die Formel 1 noch einen italienischen Reifenhersteller.

Olympia-Verlegung wäre wohl nur in 2020 möglich

Durch die weltweit rasche Ausweitung des Coronavirus wird auch die Debatte um eine Verlegung der Olympischen Spiele immer konkreter. Erstmals äußerte sich ein japanisches Regierungsmitglied über Details zu einer möglichen Verschiebung, bis Ende Mai müsse eine Entscheidung getroffen werden. Japans Sportministerin Seiko Hashimoto erklärte, dass für Tokio eine Verlegung der Sommerspiele nur innerhalb des laufenden Jahres möglich sei. Dabei berief sich die Olympia-Ministerin auf vertragliche Vereinbarungen mit dem IOC.

dpa/sid/red | Stand: 15.03.2020, 13:59

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