Coronavirus-Ticker - Pläne zur Wiederaufnahme der Premier League

Coronavirus

Coronavirus-Ticker - Pläne zur Wiederaufnahme der Premier League

Die Ausbreitung des Coronavirus hat weiter Folgen für die Sportwelt - ein Überblick über Absagen, Verlegungen und aktuelle Entwicklungen.

Wir führen den Coronavirus-Ticker nicht weiter fort. Stattdessen halten wir Sie nach Sportarten sortiert über die wichtigsten Meldungen auf dem Laufenden. Hier geht's zur Coronavirus-Übersichtsseite: http://www.wdr.de/k/coronavirus-uebersicht

Coronavirus-Ticker

Samstag, 25.04.2020

Fußball/England: Die englische Premier League erwägt offenbar eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs ab dem 8. Juni in ausgewählten Stadien. Über einen entsprechenden Plan berichtet die britische Tageszeitung "The Times". Demnach befinden sich Vertreter aus dem Sport in Gesprächen mit der Regierung über mögliche Szenarien. Das Konzept sieht laut "Times" die Durchführung der 92 ausstehenden Partien in "genehmigten Stadien" vor. Die Spiele sollen bei entsprechender Erlaubnis durch die Regierung hinter verschlossenen Türen ausgetragen werden.

Fußball/Polen: Polens Ekstraklasa soll die Fußball-Saison am 29. Mai fortsetzen. Das kündigte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Samstag in Warschau an. Zunächst sollen die Partien der Top-Liga demnach als Geisterspiele ohne Zuschauer ausgetragen werden. In einer weiteren Phase sei auch die Öffnung der Stadien vorgesehen. Bevor die Vereine der Spitzenliga das Training wieder aufnehmen, müssen die Spieler sich in eine zweiwöchige Quarantäne begeben, sagte Sportministerin Danuta Dmowska-Andrzejuk.

Freitag, 24.04.2020

Fußball: Der Fußball-Weltverband schüttet in einer finanziellen Soforthilfe wegen der Coronavirus-Pandemie insgesamt 150 Millionen Dollar (rund 130 Mio. Euro) an die nationalen Verbände aus. Das teilte die FIFA am Freitag mit. Damit erhält jeder der 211 Mitgliedsverbände mindestens 500 000 Dollar - teilweise auch mehr, wenn Verbände bislang nicht alles Geld abgerufen haben.

Formel 1: Die Formel-1-Saison könnte im Juli Fahrt aufnehmen - und das gleich mit einem historischen Doppelschlag: Zwei Rennen, jeweils am Sonntag, den 5. und den 12. Juli seien in Spielberg/Österreich geplant, erklärte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko am Freitag beim öffentlich-rechtlichen Radiosender Ö3. Wie Ö3 unter Berufung auf den 76-Jährigen weiter berichtete, habe der Veranstalter mit seinem Konzept alle Auflagen erfüllt, einzig eine zweite Infektionswelle des Coronavirus könne die erste Doppelveranstaltung der Formel-1-Geschichte auf ein und derselben Strecke verhindern.

Tennis: Die French Open der Tennis-Profis in Paris sollen nun noch eine Woche später stattfinden als zwischenzeitlich geplant. Um nicht mit der Tour de France zu kollidieren, planen die Organisatoren den Beginn des Turniers in Roland Garros für den 27. September, Finaltag wäre demnach der 11. Oktober. Dies berichtet die Zeitung Le Parisien. Der zweite Grand Slam des Jahres hätte von 24. Mai bis 7. Juni ausgetragen werden sollen, war wegen der Corona-Pandemie dann aber von 20. September bis 4. Oktober angesetzt worden.

Fußball: Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist Werder Bremen muss in der Coronakrise wohl einen Notkredit in zweistelliger Millionenhöhe aufnehmen. Dies kündigte Geschäftsführer Klaus Filbry an. Schulden zu machen, sei "ein Novum, aber es zeigt die Dringlichkeit in dieser nicht selbst verschuldeten Krise. Wir sind in der Pflicht, den wirtschaftlichen Fortbestand von Werder zu sichern." Im schlimmsten Fall würden den Norddeutschen Einnahmen in Höhe von rund 45 Millionen Euro wegbrechen. Selbst bei einem weiteren Gehaltsverzicht der Mannschaft würde die Krise nicht ohne fremde Hilfe zu stemmen sein. Bis zum Frühherbst sei die Liquidität des Klubs jedoch auf jeden Fall sichergestellt. Dass der Lizenzspieleretat von rund 50 Millionen Euro im Sommer gekürzt werde, stehe außer Frage. Einen Verkauf von Klubanteilen schloss Filbry zwar nicht aus, hält er aber dennoch für unwahrscheinlich.

Fußball: Der Deutsche Fußball-Bund will der "Sommermärchen-Affäre" noch einmal einer "tief gehenden Betrachtung" unterziehen. Das teilte der DFB am Freitag nach einem entsprechenden Präsidiumsbeschluss mit. Im Prozess in der Schweiz gegen drei frühere DFB-Funktionäre wird es wegen Verjährung definitiv kein Urteil geben. "Es ist höchst unbefriedigend, ja frustrierend, dass wir noch immer kein abschließendes Bild rund um die infrage stehenden Abläufe der WM 2006 haben. Damit will ich mich nicht abfinden", sagte DFB-Präsident FritzKeller.

Olympia: Das Internationale Olympische Komitee stellt den nationalen Verbänden weitere 10,3 Millionen Dollar (rund 9,5 Millionen Euro) zur Verfügung. Wie das IOC am Freitag mitteilte, erhöht sich die zusätzliche finanzielle Unterstützung für die NOKs damit auf insgesamt rund 23,4 Millionen Euro. Mit den Geldern sollen die Nationalen Olympischen Komitees ihre Kosten decken, die im Zuge der Verschiebung der Sommerspiele auf das nächste Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie entstanden sind. Die Verbände können individuell die Auszahlung von Hilfsgeldern beantragen.

Fußball/Südkorea: Mehr als zwei Monate nach dem geplanten Starttermin geht in Südkorea die Fußballsaison los. Die K-League und die 2. Liga beginnen am 8. Mai wegen der Corona-Pandemie allerdings mit Geisterspielen, teilte eine Sprecherin der K-League in Seoul am Freitag mit. Die Entscheidung sei bei einem Vorstandstreffen mit Vertretern der Vereine getroffen worden.

Volleyball: Der Europäische Volleyball-Verband (CEV) hat ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt. Es umfasst ein Gesamtvolumen von 11,5 Millionen Euro und soll Vereine und Verbände im Zuge der Corona-Pandemie finanziell entlasten. Profitieren sollen von der Finanzspritze der Vereinsvolleyball, die Nationalmannschaften sowie der Beachvolleyball. Die VBL hat die Saison am 12. März bei Frauen und Männern vorzeitig abgebrochen. Durch die Entscheidung werden in diesem Jahr keine Meistertitel vergeben. Am Donnerstag hatte auch die CEV alle laufenden europäischen Klubwettbewerbe aufgrund der Corona-Pandemie mit sofortiger Wirkung für beendet erklärt.

Klettern/EM: Die ursprünglich für März angesetzte Kletter-EM, die auch als Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio gilt, wird vom 1. bis 8. Oktober 2020 in Moskau stattfinden. Das teilte der Internationale Verband der Sportkletterer (IFSC) mit. Das Sportklettern wird als olympische Kombination aus Speedklettern, Bouldern und Schwierigkeitsklettern erstmals bei den Spielen in Tokio vertreten sein.

Beachvolleyball: Die Beachvolleyball-Weltmeisterschaften, die ursprünglich im September 2021 in Rom stattfinden sollen, sind auf Juni 2022 verschoben worden. Dies teilte der Internationale Volleyballverband (FIVB) am Freitag mit.

Tennis: Die Premiere des Rasenturniers der Tennisspielerinnen in Berlin soll erst im Juni 2021 stattfinden. Die Veranstalter teilten am Freitag mit, dass die Durchführung des WTA-Turniers "in diesem Jahr nicht möglich ist". Als neuer Termin wurde der 12. bis 20. Juni 2021 festgelegt.

Donnerstag, 23.04.2020

Leichtathletik/EM: Nach den Olympischen Spielen in Tokio fällt auch der zweite Saisonhöhepunkt für die Leichtathleten aus. Die Organisatoren sagten in Absprache mit dem französischen Leichtathletikverband am Donnerstagabend die Europameisterschaften in Paris (25. bis 30. August) aufgrund der Corona-Pandemie ab. Die Olympischen Spiele waren ins kommende Jahr verlegt worden.

Fußball/Italien: Im italienischen Fußball ist nun offiziell ein späteres Saisonende möglich. Italiens Fußballverband (FIGC) hat am Donnerstag beschlossen, dass die Spielzeit der Serie A statt bis zum 30. Juni erst am 2. August beendet sein muss. Diese Frist wurde in Erwartung der Beschlüsse der Regierung in Sachen Wiederaufnahme der Sportaktivitäten gefasst, teilte Verbandschef Gabriele Gravina mit.

Basketball/Euroleague: Eine Entscheidung über ein mögliches Saison-Aus der Basketball-Euroleague und damit auch des Final Four, das eigentlich in Köln hätte stattfinden sollen, wird bis zum 24. Mai fallen. Die Vereine der Euroleague, der auch die Bundesligisten Bayern München und Alba Berlin angehören, hätten sich einstimmig für einen Fahrplan entschieden, der auch die Deadline für eine mögliche Absage durch die Coronavirus-Pandemie beinhaltet. Präsident und Geschäftsführer Jordi Bertomeu sprach in einer Mitteilung am Donnerstag von einer wichtigen Vereinbarung für die Liga.

Fußball/Spanien: Die spanische Fußballliga will auf dem Weg zurück in den Trainings- und Spielbetrieb ab dem 28. April verbreitet Coronatests durchführen. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP. Bereits zuvor hatte Rafael Ramos, Präsident der spanischen Vereinigung der Teamärzte, signalisiert, dass die Liga am 28. oder 29. April mit Tests beginnen will.

Snooker/WM: Die eigentlich für April angesetzte Snooker-WM soll nun vom 31. Juli bis 16. August ausgetragen werden. Das gab die World Snooker Tour (WST) am Donnerstag bekannt.Geplant sei derzeit eine Veranstaltung mit vollem Publikum, ins Crucible Theatre in Sheffield passen etwa 1.000 Zuschauer. Sollte diese Option wegen behördlicher Vorgaben in der derzeitigen Corona-Krise nicht möglich sein, erwägen die Verantwortlichen drei Optionen: ein Turnier mit einer geringeren Anzahl an Zuschauern, ein Turnier ohne Zuschauer oder eine weitere Verschiebung der WM.

Fußball/Bundesliga: Die Deutsche Fußballliga (DFL) sieht in ihrem vorgelegten Konzept zur Wiederaufnahme der Spiele der ersten und zweiten Bundesliga mit Geisterspielen die einzige Chance, dass in Deutschland absehbar wieder Bundesligafußball stattfinden kann. Sollte der Spielbetrieb nach diesem Konzept nicht aufgenommen werden können, "wäre die Bundesliga dann auch irgendwann ein Kollateralschaden der Corona-Krise", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Donnerstag. Die Entscheidung über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs liegt in den Händen der Politik, womöglich könnte in der Sitzung der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 30. April eine Entscheidung fallen. Zuletzt gab es Signale der Politik, Bundesligafußball ohne Zuschauer wieder zuzulassen.

Fußball/UEFA-Wettbewerbe: Die Europäische Fußball-Union plant weiter zwei Szenarien zum Abschluss der Champions League und Europa League trotz der Coronavirus-Pandemie. Entweder sollen die Europapokal-Partien parallel zu den wieder gestarteten nationalen Ligen gespielt werden - oder im Anschluss im August, teilte die UEFA im Anschluss an die Sitzung des Exekutivkomitees am Donnerstag mit. Die Ligen haben weiterhin Vorrang. Zuletzt war über ein mögliches Champions-League-Finale am 29. August spekuliert worden. Das Endspiel der Europa League könnte dann am 27. August ausgetragen werden. Offiziell wurden diese Termine am Donnerstag nicht bestätigt. Die Austragungsorte mit Istanbul für die Königsklasse und Danzig stehen bislang nicht infrage.

Leichtathletik: Auch die Diamond-League-Meetings in Eugene (7. Juni) und Paris (13. Juni) finden nicht wie geplant statt und sollen an späteren Terminen nachgeholt werden. Die Saison könnte nun am 11. Juni in Oslo beginnen. Die ersten sechs Meetings der Wettkampfserie, die am 17. April in Doha hätte beginnen sollen, waren bereits verschoben worden, nur für Shanghai (13. August) wurde ein neuer Termin festgelegt.

Reitsport/Vielseitigkeit: Das für Juni geplante traditionsreiche Turnier der Vielseitigkeitsreiter im niedersächsischen Luhmühlen mit einer Fünf-Sterne-Prüfung und der deutschen Meisterschaft fällt 2020 aus. Dies gab der Veranstalter am Donnerstag bekannt. Seit 1958 hatte es nur 1974 wegen der zeitgleich stattfindenden Fußball-WM in Deutschland eine Turnierpause gegeben.

Reitsport/Galopp: Der deutsche Galopprennsport plant mit der Wiederaufnahme des Rennbetriebs für den 4. Mai. "Wir sind mit den Landesregierungen und Kommunen in intensiven Gesprächen und gehen davon aus, dass es an diesem 4. Mai mit einem Renntag in Dortmund losgehen kann", sagte Verbandspräsident Michael Vesper am Donnerstag: "Das Programm soll dann gleich an den Tagen danach in Hannover, Mannheim und Köln fortgesetzt werden. Bei Renntagen ohne Publikum ist es ja egal, wann sie stattfinden."

Eishockey/NHL: Die NHL zieht ein Modell mit zwei bis vier Spielstätten für die Fortsetzung der Saison in Erwägung. "Dieser Ort könnte überall sein, wo es keinen (Corona-)Hotspot gibt", sagte NHL-Chef Gary Bettman. Der Funktionär hofft weiter darauf, auch die noch fehlenden Hauptrunden-Spiele vor den Playoffs austragen zu können. Seit dem 12. März ist die Liga unterbrochen. Bis zum 30. April läuft die Empfehlung an die Teams zur Selbstisolierung. Vor einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs soll den Spielern mehrere Wochen Zeit gegeben werden, wieder auf dem Eis zu trainieren. 

Segeln: Die 131. Travemünder Woche der Segler ist abgesagt worden. Die traditionelle Veranstaltung sollte vom 17. bis 26. Juli ausgetragen werden. Der geplante Ersatztermin vom 3. bis 11. Oktober erwies sich als nicht tragfähig. Es ist der erste Ausfall seit 1947.

Mittwoch, 22.04.2020

Reitsport: Das größte Reitturnier der Welt, der CHIO, wird in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Das hat der Aachen Laurensberger Rennverein bekannt gegeben. Es ist die erste Turnierabsage in der 94-jährigen Geschichte. Der CHIO sollte eigentlich am 29. Mai starten.

Fußball/International: Die Schweizer Fußballliga will mit Geisterspielen wieder in den Betrieb einsteigen. Dafür habe sie mit dem Institut für Infektionskrankheiten der Universität Bern ein Konzept ausgearbeitet und dem Bundesamt für Sport vorgelegt, wie die Swiss Football League (SFL) mitteilte. Einen Zeitpunkt für erste Spiele gibt es aber noch nicht. "Mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebes mit Geisterspielen, verbunden mit einem Risiko-Management-Konzept und unter wissenschaftlicher Aufsicht, möchte der Spitzenfußball ein Zeichen für die Möglichkeit einer baldigen Rückkehr zu mehr Normalität setzen", teilte die Liga mit. Nur so sei der Schweizer Profifußball in seiner heutigen Form zu retten.

Darts: Die Mannschafts-Weltmeisterschaft der besten Darts-Spieler wird verschoben. Wie der internationale Dachverband PDC am Mittwoch mitteilte, kann das vom 18. bis 21. Juni in Hamburg geplante Turnier wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Es bestehe Hoffnung, "das Event auf einen späteren Termin in 2020 zu legen", hieß es in der PDC-Mitteilung. Im vergangenen Jahr hatte sich erstmals Schottland mit Gary Anderson und Peter Wright den Titel geholt.

Dienstag, 21.04.2020

Fußball/Niederlande: In den Niederlanden wird es bis zum 1. September keine Spiele im Profifußball mehr geben. Damit ist die Spielzeit für beide Ligen vorzeitig beendet. Das kündigte Premier Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag an. Alle genehmigungspflichtigen Veranstaltungen seien bis zum 1. September verboten, das gelte auch für Fußballspiele ohne Publikum. 

Reitsport/National: Die wichtigste nationale Springsport-Serie findet in der Saison 2020/21 nicht statt. Wegen der Corona-Pandemie sagten die Organisatoren am Dienstag die Riders Tour ab, nachdem sämtliche Großveranstaltungen und damit auch Reitturniere bis zum 31. August untersagt wurden.

Leichtathletik/National: Der Berlin-Marathon muss in diesem Jahr abgesagt werden. Der Senat beschloss am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ein Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern bis zum 24. Oktober. Der Marathon sollte am 27. September stattfinden, im vergangenen Jahr waren 47000 Teilnehmer an den Start gegangen.

Fußball/Schweden:  In Schweden rollt ab Mitte Juni wieder der Ball - und das nach derzeitigem Stand sogar vor Zuschauern: In den ersten beiden Fußball-Profiligen Allsvenskan und Superettan soll ab dem 14. Juni wieder gespielt werden. Auf diesen Termin einigten sich die Verantwortlichen am Dienstag nach einer Videokonferenz mit allen 32 Klubs. Ziel sei trotz der Corona-Pandemie immer noch, alle Spiele vor Zuschauern in den Stadien auszutragen, hieß es in einer Mitteilung.

Handball/National: Die Bundesliga hat ihre Saison abgebrochen und THW Kiel zum neuen deutschen Meister ernannt. Absteiger wird es nicht geben. Die Liga wird auf 20 Mannschaften aufgestockt. Aufsteiger sind HSC 2000 Coburg und TUSEM Essen. Anders als bei den Männern wird es in der abgebrochenen Bundesliga der Frauen 2020 keinen deutschen Meister geben. Borussia Dortmund erhält als Tabellenführer das Champions-League-Ticket.

Fußball/National: Die finanziellen Verluste für den Deutschen Fußball-Bund durch die ausgefallenen Länderspiele sind nicht so hoch wie erwartet. "Der DFB verfügt über eine Ausfallversicherung für seine Länderspiele, die auch im Falle der Länderspiele im März gegen Italien und Spanien greift", sagte DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge zu "Sport1". Allerdings werde die Versicherung nicht alle Ausfälle des Verbandes abdecken. Auch mögliche Einnahmeverluste bei einer Absage des DFB-Pokalfinales sollen in Teilen abgesichert sein.

Fußball/Italien: Die italienische Fußball-Liga will trotz des Widerstands zahlreicher Vereine die Saison nach Ende des Corona-Lockdowns beenden. "Das Lega Serie A Council bestätigte am Montagabend einstimmig seine Absicht, die Saison 2019/20 zu Ende zu spielen - sofern die Regierung dies zulässt", hieß es in einer Ligaerklärung. Der italienische Sportminister Vincenzo Spadafora hat dagegen die Hoffnungen der Verantwortlichen auf eine baldige Wiederaufnahme der Serie A gedämpft. "Stand heute ist weder der Neustart der Liga noch das Training am 4. Mai gesichert", sagte Spadafora dem TV-Sender "Rai 2".

Fußball/Belgien: Die belgischen Profiklubs haben die finale Entscheidung über ein vorzeitiges Saisonende erneut vertagt. Die zuletzt auf Freitag verschobene Abstimmung soll nun erst am 27. April stattfinden. Hintergrund ist eine für Freitag angekündigte Stellungnahme der belgischen Regierung zu Massenveranstaltungen hinter verschlossenen Türen. Die Ligakommission hatte am 25. März vorgeschlagen, die Saison abzubrechen. Die UEFA hatte die Liga kurz nach Bekanntwerden der Pläne kritisiert.

Sport/Allgemein: Laut der Studie des US-amerikanischen Unternehmens Two Circles finden bestenfalls noch 53 Prozent der in diesem Jahr geplanten wichtigen Sportveranstaltungen auch tatsächlich 2020 statt. Fast die Hälfte aller Events hingegen soll auf das kommende Jahr verlegt werden oder gänzlich einer Absage zum Opfer fallen. In der Studie ist dabei von insgesamt 49.803 Sportveranstaltungen die Rede, von denen gerade einmal 26.424 bis zum Ende des Jahres stattfinden sollen. Der Höhepunkt wird im September mit weltweit fast 5.500 Sportveranstaltungen erwartet.

Entsprechend sollen den Prognosen zufolge auch die Umsätze der Sportindustrie deutlich zurückgehen. War vor Ausbruch der Krise von einer erwarteten Wirtschaftsleistung in Höhe von 135,3 Milliarden Dollar die Rede, so schrumpfte dieser Betrag inzwischen auf 73,7 Milliarden Dollar.

Fußball/International: Seit Beginn der Pandemie weisen mehr Profifußballer Symptome einer Depression auf. Das geht aus einer Studie der Spielergewerkschaft FIFPro hervor. Grund dafür seien vor allem die Unterbrechungen in den Ligen, die auferlegte Quarantäne sowie die Sorge um die eigene Zukunft.

Laut dem Bericht zeigten sich zwischen dem 22. März und dem 14. April bei 22 Prozent der Frauen und 13 Prozent der Männer Symptome, die auf eine Depression hinweisen könnten. In einer Umfrage zwischen Dezember 2019 und Januar 2020 waren es noch elf bzw. sechs Prozent gewesen. Unter den Befragten waren unter anderem Profis aus England, Frankreich, den Niederlanden und Belgien. 

Fußball/Griechenland: Mehr als 200 Fans des griechischen Traditionsklubs PAOK Saloniki haben gegen das Versammlungsverbot verstoßen und sich trotz der Pandemie anlässlich des 94. Vereins-Geburtstages vor dem Stadion des aktuellen Meisters getroffen. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Versammlung aufzulösen.

Montag, 20.04.2020

Fußball: Die chinesische Fußball-Super-League (CSL) soll Ende Juni, Anfang Juli in die neue Saison starten. Eigentlich war der erste Spieltag für den 22. Februar geplant, doch aufgrund der Coronapandemie wurden die Begegnungen für mehrere Monate ausgesetzt. "Aufgrund der Analyse der derzeitigen Situation wird die neue Spielzeit Ende Juni oder Anfang Juli beginnen", sagte Shenghua Huang, Klubchef von Guangzhou R&F, laut chinesischen Staatsmedien. Die Saison solle auch nicht verkürzt werden, so Huang, jede Mannschaft könne 30 Begegnungen bestreiten.

Sportpolitik: Während sich die Sportminister-Konferenz der Länder unter gewissen Umständen eine Wiederaufnahme des Liga-Spielbetriebs im Profi-Fußball für Mitte oder Ende Mai 2020 vorstellen können, preschten die Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und Bayern, Armin Laschet und Markus Söder, mit einem möglichen Starttermin am 8./9. Mai 2020 vor. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn äußerte sich positiv über diesen Starttermin. Allen Politikern gemein ist die Überzeugung, dass die Spiele ausschließlich als Geisterspiele und unter strenger Einhaltung aller rechtlichen und medizinischen Vorschriften veranstaltet werden können.

Wintersport: Die Kadersportler des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) dürfen wieder trainieren. "Unter Berücksichtigung der Vorgaben und Empfehlungen der Bundes- und Landesbehörden und in enger Abstimmung mit dem medizinischen Betreuerstab des BSD hat der Vorstand seine Maßnahmen zur gemeinsamen Eindämmung des Corona-Virus angepasst", teilte der Vorstand mit: "Ziel ist es, den Kaderathleten trotz der schwierigen Bedingungen einen halbwegs geregelten Trainingsbetrieb zu ermöglichen, damit in den kommenden Wochen alle in eine gute, aber in erster Linie gesunde Saisonvorbereitung starten können."

Hockey: Der Deutsche Hockey-Bund (DHB) hat den Spielbetrieb in der ersten und zweiten Bundesliga aufgrund der Corona-Pandemie mindestens bis zum 31. Juli ausgesetzt. Man wolle jetzt Szenarien entwickeln, wie es mit dem Spielbetrieb nach Ende der Sommerpause weitergehen könnte, hieß es in einer Mitteilung. Eine Wertung der Saison auf Basis der aktuellen Tabellenstände mit Meistern und Auf- und Absteigern schloss der Verband bereits aus.

dpa/sid/red | Stand: 24.04.2020, 17:00

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