Coronavirus-Ticker - Fußball-Saison in Belgien abgesagt

In Belgien ist die Saison der Fußballer abgebrochen worden

Coronavirus

Coronavirus-Ticker - Fußball-Saison in Belgien abgesagt

Die Ausbreitung des Coronavirus hat weiter Folgen für die Sportwelt - ein Überblick über Absagen, Verlegungen und aktuelle Entwicklungen.

Wir führen den Coronavirus-Ticker nicht weiter fort. Stattdessen halten wir Sie nach Sportarten sortiert über die wichtigsten Meldungen auf dem Laufenden. Hier geht's zur Coronavirus-Übersichtsseite: http://www.wdr.de/k/coronavirus-uebersicht

Sonntag, 05.04.2020

Fußball/International: Italiens Verbandspräsident Gabriele Gravina hält ein Saisonende der Serie A erst im Oktober für möglich. "Im September und Oktober zu spielen, wäre ein Weg, um die Saison zu beenden und gleichzeitig die nächste Spielzeit nicht zu gefährden", sagte Gravina im Interview mit RAI. Der FIGC-Präsident fürchtet für den Fall eines Saisonabbruchs vor allem einen endlosen Rechtsstreit. "Die Gefahr ist, dass die Meisterschaft nur noch in den Gerichtssälen ausgetragen wird", sagte Gravina.

Fußball/Deutschland: Einige Profiklubs haben gemeldet, am Montag wieder ins Training einsteigen zu wollen. So kehren zum Beispiel der 1. FC Nürnberg und Greuther Fürth auf den Trainingsplatz zurück. Die Zweitligisten erhielten Genehmigungen, unter strengen Auflagen wieder rudimentäre Teameinheiten abzuhalten. Vorgesehen sind dabei Übungen in "Kleinstgruppen", wie die Vereine mitteilten. Auch Bayern München, Hannover 96 und Erzgebirge Aue nehmen das Training wieder auf.

Fußball/International: Die Liga in Tadschikistan hat ihren Spielbetrieb aufgenommen. Im Supercup setzte sich Serienmeister FC Istiklol gegen den FC Khujand durch. Der Asiatische Fußball-Verband (AFC) zeigte auf seiner Internetseite unter der Überschrift "Die einzigen Pokalsieger der Welt" Jubel- und Spielszenen der ohne Fans ausgetragenen Partie im Nationalstadium. Im autoritär geführten Tadschikistan gibt es offiziell keinen Corona-Fall.

Fußball/England: Die Spieler der Premier League haben einen Gehaltsverzicht in Höhe von 30 Prozent abgelehnt. Die Spielergewerkschaft PFA begründete die Haltung damit, dass der englischen Regierung mit einem solchen Schritt rund 200 Millionen Pfund (227 Millionen Euro) über einen Zeitraum von zwölf Monaten an Steuergeldern verloren gingen.

Samstag, 04.04.2020

Fußball/England: Champions-League-Sieger FC Liverpool hat einige Angestellte in Kurzarbeit bzw. Zwangsurlaub geschickt. Wie der Klub mitteilte, wurde das von der britischen Regierung aufgelegte Notfall-Programm in Anspruch genommen. Dieses garantiert im Falle von Kurzarbeit bzw. Zwangsurlaub rückwirkend ab 1. März zunächst für drei Monate 80 Prozent des Gehalts bis zu einer Höhe von 2.500 Pfund/Monat (2.824 Euro). Die "Reds" teilten aber mit, dass die Angestellten weiterhin ihr volles Gehalt beziehen sollen, um finanzielle Nachteile auszuschließen.

Fußball/Italien: Der italienische Fußball-Verband (FIGC) stellt das Traingszentrum seiner Nationalelf für Corona-Patienten zur Verfügung. Ab Montag sollen in dem Komplex bei Florenz Menschen unterkommen, die die Erkrankung zwar überstanden haben, aber immer noch positiv auf das Virus getestet wurden und daher in Quarantäne bleiben müssen. Darauf einigte sich der FIGC mit dem italienischen Zivilschutz.

Fußball/DFB: Die für Anfang Juni geplanten Länderspiele der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft bei Weltmeister USA sind erwartungsgemäß abgesagt worden. "Die Gesundheit hat absoluten Vorrang. Deshalb ist die Absage richtig, auch wenn wir uns sehr auf die Spiele gegen die Weltmeisterinnen als wichtige Schritte im Entwicklungsprozess unseres jungen Teams gefreut hatten", sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg.

Freitag, 03.04.2020

Fußball/Olympia: Nach der Verschiebung der Olympischen Spiele ins Jahr 2021 hat sich eine auf die Coronakrise spezialisierte Arbeitsgruppe der FIFA für eine Anhebung der Altersgrenze der Spieler ausgesprochen. Laut einer Empfehlung der Gruppe, die aus der FIFA-Administration, den Generalsekretären und Vertretern aller Konföderationen besteht, sollen für das olympische Fußballturnier in Tokio die ursprünglich vorgesehenen Kriterien erhalten bleiben. Demnach dürften alle Spieler teilnehmen, die am oder nach dem 1. Januar 1997 geboren sind. Dazu sind drei ältere Spieler zugelassen. Durch die Verlegung der Sommerspiele würde sich ohne Anpassung auch die Altersgrenze um ein Jahr verschieben, Stichtag wäre dann der 1. Januar 1998. Für das von Stefan Kuntz trainierte deutsche Team beträfe das beispielsweise Profis wie Benjamin Henrichs (AS Monaco), Maximilian Mittelstädt, Jordan Torunarigha (beide Hertha BSC), Suat Serdar (FC Schalke 04), oder Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach). Neuhaus kürzlich zu sportschau.de: "Die Verschiebung der Spiele war das einzig Richtige, auch wenn die Teilnahme für jeden Sportler ein Traum ist. Es bleibt aber die Vorfreude auf Olympia im Jahr 2021."

Radsport: Das Profiteam CCC um den deutschen Tour-Etappensieger Simon Geschke ist im Zuge der Coronakrise zu massiven Einsparungen gezwungen. Die Gehälter aller Fahrer seien bis zum Saisonende "stark" reduziert worden, die Verträge mit einem Großteil der Mitarbeiter wurden vorübergehend aufgelöst. Sobald wieder Radrennen gefahren würden, bestehe laut CCC die Hoffnung, möglichst viele Mitarbeiter zurückzuholen. Neben Geschke (Berlin) stehen in Jonas Koch (Schwäbisch Hall) und Georg Zimmermann (Augsburg) zwei weitere deutsche Fahrer bei CCC unter Vertrag. Auch Rio-Olympiasieger Greg Van Avermaet (Belgien) fährt für das Team.

Fußball/International: In Italien steht weiter eine Einigung zwischen der Serie A und der Spielergewerkschaft AIC zu möglichen Gehaltskürzungen wegen der Coronakrise aus. Nach mehrstündigen Verhandlungen per Videokonferenz wurden die Gespräche vertagt. Die Gewerkschaft der Profis lehnt den Vorschlag einer viermonatigen Aussetzung der Zahlung der Spielergehälter ab. Stattdessen fordert AIC, dass lediglich das März-Gehalt nicht gezahlt werden soll. "Es gibt nicht nur die Serie A. In der Serie C genügen die Gehälter nicht einmal, um die Miete zu zahlen", sagte AIC-Präsident Damiano Tommasi.

Fußball/Bundesliga: Das größte Stadion in Deutschland wird ab Samstag zum Behandlungszentrum gegen das Coronavirus. Im Bereich der Nordtribüne der Arena von Borussia Dortmund werden konkrete Coronavirus-Verdachtsfälle und Patienten mit entsprechenden Beschwerden versorgt. Der BVB hat das Areal gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe dafür umgebaut.

Basketball: Auch der Saisonstart der Profi-Basketballerinnen in der amerikanischen WNBA fällt der Coronavirus-Pandemie zum Opfer. Wie die Liga mitteilte, wird der Beginn der neuen Spielzeit auf unbestimmte Zeit verschoben. Ursprünglich sollte die WNBA am 15. Mai starten, auch die Saisonvorbereitung wurde auf Eis gelegt. Der Draft am 17. April soll dennoch in "virtueller" Form stattfinden, wie WNBA-Chefin Cathy Engelbert ankündigte. An diesem Tag entscheidet sich auch, für welches Team das deutsche Toptalent Satou Sabally künftig auflaufen wird. Die 21 Jahre alte Berlinerin gilt als heiße Anwärterin auf einen der ersten vier Plätze bei der Talentevergabe.

Fußball/International: Die englische Premier League lässt den Betrieb für unbestimmte Zeit ruhen. Darauf einigten sich die 20 Vereine auf einer gemeinsamen Videokonferenz. Bislang war die Saison nur bis zum 30. April unterbrochen. Eine Fortsetzung der Spielzeit im Mai hielten die Verantwortlichen aber für nicht machbar. "Die Saison 2019/20 wird erst fortgesetzt, wenn es sicher und angemessen ist", teilte die Liga auf ihrer Website mit.

Handball: Die Bundesliga hat sich eine Frist für eine mögliche Fortsetzung des Spielbetriebs gesetzt. Spätestens am 16. Mai muss wieder gespielt werden, soll die derzeit unterbrochene Saison noch wie geplant bis zum 30. Juni zu Ende gebracht werden. Eine Verlängerung der Spielzeit bis in den Juli oder sogar August, wie sie die EHF für die Europacup-Wettbewerbe plant, schloss die Liga nach rechtlicher Prüfung aus.

Fußball/Bundesliga: Der 1. FC Köln und Fortuna Düsseldorf wollen am Montag (06.04.2020) den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen. Beide Bundesligisten wollen in Kleingruppen und unter Einhaltung der aktuell geltenden Bestimmungen trainieren.

Boxen: Der Kampf um die Box-Krone im Schwergewicht zwischen dem britischen Weltmeister Anthony Joshua und seinem bulgarischen Herausforderer Kubrat Pulew ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Der Fight um die WM-Titel der Box-Weltverbände IBF, WBA, WBO und IBO sollte am 20. Juni im Tottenham Hotspur Stadium von London ausgetragen werden.

Fußball/Frauen: Wie die Bundesliga bleibt auch der DFB-Pokal der Frauen bis zum 30. April ausgesetzt. Wann und in welcher Form der Wettbewerb fortgesetzt werden kann, soll in Abhängigkeit von der behördlichen Verfügungslage entschieden werden.

Fußball/Bundesliga: Fortuna Düsseldorf hat mit seinen Profis beim Thema Gehaltsverzicht offenbar endgültig eine Einigung erzielt. Laut "Bild"-Zeitung spart der Klub 25 Prozent der Spielergehälter ein, dies entspräche Einsparungen von zunächst 300.000 Euro im Monat. Demnach verzichten die Profis auf 12,5 Prozent ihrer Gehälter, zudem stunden die Spieler ihrem Arbeitgeber weitere 12,5 Prozent. Dieses Geld müsste zu einem späteren Zeitpunkt zurückgezahlt werden.

Triathlon: Der Triathlon-Weltverband (ITU) hat die Aussetzung sämtlicher Rennen und Aktivitäten wegen der Coronavirus-Pandemie um zwei Monate verlängert. Bis zum 30. Juni finden keine Wettkämpfe statt, hieß es in einer Mitteilung am Freitag. Betroffen von der Zwangspause ist auch die WM-Serie. Das Rennen der World Triathlon Series mit der Staffel-WM am 11./12. Juli in Hamburg steht indes noch im Kalender.

Fußball/Amateure: Der deutsche Amateurfußball steht auf unbestimmte Zeit still. Die 21 Landesverbände im Deutschen Fußball-Bund (DFB) haben sich gemeinsam auf eine Aussetzung des Spiel- und Trainingsbetriebes ab den Regionalligen bis auf Weiteres verständigt. Das teilten die Verbände am Freitag mit.

DFB-Vize Koch: "Zu früh, um über das Szenario Saisonabbruch zu sprechen" Sportschau 03.04.2020 23:10 Min. Verfügbar bis 03.04.2021 Das Erste

Radsport: Die Tour de Suisse der Radprofis ist als zweites WorldTour-Rennen der Saison wegen der Coronakrise komplett abgesagt worden. Dies gaben die Veranstalter des traditionellen Härtetests vor der Tour de France bekannt. Die Rundfahrt in der Schweiz, die vom 6. bis zum 14. Juni stattfinden sollte, fällt damit erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg aus.

Radsport: Die für den 14. Juni geplante 104. Auflage des Radrennens "Rund um Köln" sowie die Jedermann-Rennen werden wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Einen Ersatztermin in diesem Jahr wird es nicht geben.

Donnerstag, 02.04.2020

Fußball: Die erste Fußball-Liga in Belgien wird vor dem letzten regulären Spieltag und den Playoffs abgebrochen. Das empfahl der Verwaltungsrat der Pro League wegen der Coronavirus-Pandemie am Donnerstag, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete. Wenn die Generalversammlung der Liga dem wie erwartet folgt, wird der FC Brügge zum Meister proklamiert. Eine Arbeitsgruppe soll einen Vorschlag machen, ob es Absteiger geben und wer in die erste Liga aufsteigen wird. Der Spielbetrieb steht derzeit komplett still.

World Games: Nach der Verlegung der Olympischen Spiele in den Sommer 2021 finden auch die World Games ein Jahr später als geplant statt. Um eine Kollision mit Olympia zu vermeiden, sollen die Wettbewerbe in 32 nicht-olympischen Sportarten nun vom 7. bis 17. Juli 2022 in Birmingham im US-Bundesstaat Alabama ausgetragen werden.

E-Sport: Die Endrunde der eEuro 2020 wird wegen der Corona-Pandemie auf den 23. und 24. Mai vorgezogen. Wie der europäische Fußball-Verband UEFA am Donnerstag mitteilte, wird die virtuelle Europameisterschaft zudem online und nicht wie geplant in London stattfinden. Ursprünglich hätte die eEuro am 10. und 11. Juli in der englischen Hauptstadt im Rahmen der Fußball-EM steigen sollen, die bereits um ein Jahr verschoben wurde.

Motorsport: Nach dem Europa-Auftakt im spanischen Jerez (3. Mai) ist auch der folgende Große Preis von Frankreich in der Motorrad-Weltmeisterschaft wegen der Corona-Pandemie verschoben worden. Das gaben der Weltverband FIM, die Teamvereinigung IRTA und der WM-Vermarkter Dorna bekannt. Der Lauf hätte am 17. Mai in Le Mans stattfinden sollen.

Segeln: Das Weltcupfinale der Segler in den olympischen Klassen vom 14. bis 21. Juni im japanischen Enoshima ist wegen der anhaltenden Coronakrise abgesagt worden. Das teilte der Weltverband World Sailing am Donnerstag nach einer Vereinbarung mit dem nationalen Verband Japans mit. Man werde nun gemeinsam mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) nach einem neuen Termin im Vorfeld der auf 2021 verschobenen Sommerspiele in Tokio suchen.

Mittwoch, 01.04.2020

Radsport: Der Weltverband UCI hat eine Verlängerung der Rennpause bis zum 1. Juni beschlossen. Dadurch wurde auch der traditionelle Härtetest Criterium du Dauphine in Frankreich (31. Mai bis 7. Juni) abgesagt. Mittlerweile schließt die UCI eine Verlängerung der Saison nicht mehr aus. Laut Vizepräsident Renato Di Rocco kommen drei mögliche Termine für den Neustart der Saison in Betracht: Der 1. Juli, der 15. Juli oder der 1. August. Den Fahrern soll dann eine 30-tägige Vorbereitungszeit mit kleineren Rennen eingeräumt werden.

Tennis: Die Profi-Tour wird bis mindestens 13. Juli unterbrochen, teilten die Spielerorganisationen ATP und WTA mit. Damit finden auch die deutschen Turniere in Stuttgart, Halle (beide Herren) sowie Berlin und Bad Homburg (beide Damen) und weitere internationale Veranstaltungen nicht statt.

Tennis: Die Veranstalter haben das Rasenturnier von Wimbledon für 2020 abgesagt. Damit fällt das traditionsreiche Grand-Slam-Turnier zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg aus.

Fußball/International: Die UEFA hat die für Juni geplanten Länderspiele bis aus Weiteres verschoben. Davon betroffen sind unter anderem auch die Playoff-Spiele zur Euro 2020. Außerdem setzte der europäische Verband die Frist zur Meldung für die kommende Europacup-Saison aus. Durch beide Maßnahmen haben die nationalen Ligen bis mindestens 30. Juni Zeit, ihre Saisons zu Ende zu bringen.

Fußball/International: Italiens Verbandspräsident Gabriele Gravina hält es für möglich, dass die Serie A ab 20. Mai fortgesetzt wird. Zuvor müsste aber der landesweite Lockdown aufgehoben werden. Dies könnte laut Gravina eventuell am 18. April der Fall sein.

Fußball/International: Der Ligabetrieb im russischen Fußball ruht mindestens bis zum 31. Mai. Dies teilte der nationale Verband RFS mit. Die bisherige Regelung hatte eine Pause bis zum 10. April vorgesehen.

Baseball/MLB: Die Major League Baseball hat eine Zwei-Spiele-Serie in London zwischen den Chicago Cubs und den St. Louis Cardinals abgesagt. Die US-Teams sollten am 13. und 14. Juni im Londoner Olympiastadion spielen.

Tischtennis/Deutschland: Der Deutsche Tischtennis-Bund hat die Spielzeit 2019/20 für den kompletten Mannschaftsspielbetrieb mit sofortiger Wirkung abgebrochen - "von der untersten Kreisklasse bis zur Frauen-Bundesliga", wie der DTTB mitteilte. Er und die 18 Landesverbände beschlossen laut einer Pressemitteilung die Entscheidung in einer Telefonkonferenz. Demnach gelten die Tabellen vom 13. März. Noch keinen endgültigen Beschluss gibt es für Bundesliga und 2. Liga der Männer. Die TTBL berät am 14. April über das weitere Vorgehen.

Parasport/Schwimmen: Die ursprünglich vom 17. bis 23. Mai angesetzte Para-Schwimm-EM auf Madeira findet nicht statt. Zudem verschob das Internationale Paralympische Komitee (IPC) ein Event der World Series in Berlin (18. bis 21. Juni). Für beide Events soll es Ersatztermine ergeben.

Ringen/Deutschland: Der Deutsche Ringer-Bund (DRB) wird den für September geplanten Start der kommenden Bundesligasaison mindestens bis in den Oktober verschieben. "Der genaue Termin ist abhängig von den Olympia-Qualifikationskämpfen, deren Termine der Weltverband UWW derzeit neu erstellt", sagte DRB-Generalsekretär Karl Martin Dittmann.

Handball/Österreich: Keine Meister, keine Absteiger: Der Österreichische Handballbund (ÖHB) hat sämtliche ÖHB-Wettbewerbe des Spieljahres 2019/20 abgebrochen. Dies teilte der Verband am Mittwoch mit. Es werde für diese Saison keine Meister, keine Cupsieger, sowie keine Ab- bzw. Aufsteiger geben.

Fußball/Deutschland: Schalke 04 hat für einen Teil seiner 600 Mitarbeiter Kurzarbeit beantragt und gleicht die Gehaltseinbußen aus. Betroffen sind Mitarbeiter in Bereichen, in denen derzeit Arbeit wegfällt - etwa im Fanshop oder im Catering. Ermöglicht wurde dieser finanzielle Ausgleich durch den Gehaltsverzicht der Schalker Profis, des Trainer- und Betreuerstabs, des Vorstands und leitender Angestellter. 

Rudern/International: Auch die Ruder-EM im polnischen Posen soll verschoben werden. Wie der Weltverband FISA mitteilte, wird die Veranstaltung nicht wie geplant vom 5. bis 7. Juni durchgeführt. In Abstimmung mit dem Organisationskomitee und dem European Rowing Board prüft die FISA derzeit Alternativtermine im September oder Oktober.

Basketball/Eishockey/Fußball/Kanada: Der Bürgermeister von Toronto, John Tory, hat alle Großveranstaltungen in der kanadischen Millionenstadt bis zum 30. Juni untersagt. In Toronto ist mit den Raptors der Champion der Basketball-Profiliga NBA ansässig, auch das Eishockey-Team Toronto Maple Leafs aus der NHL oder die MLS-Fußballer des Toronto FC wären von den Einschränkungen betroffen.

Sportschießen: Der Deutsche Schützenbund hat den Weltcup in München Anfang Juni und die Junioren-Weltmeisterschaft Mitte Juli in Suhl abgesagt. Wie der DSB mitteilte, werden beide Veranstaltungen ersatzlos gestrichen

Dienstag, 31.03.2020

Fußball/National: Nach einer Videokonferenz mit Vertretern aller Profiklubs der Bundesliga und 2. Liga hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) wie erwartet bekannt gegeben, dass die Spiele bis zum 30. April ausgesetzt werden. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert beonte den Willen aller Beteiligter, die Saisons zu Ende zu spielen, wenn notwendig ohne Zuschauer.

Fußball/International: Der niederländische Profifußball steht bis zum 1. Juni still. Das hat Ministerpräsident Mark Rutte in Den Haag mitgeteilt. Die Regierung hatte die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf den 28. April verlängert. Aber genehmigungspflichtige Veranstaltungen bleiben nach Darstellung von Rutte bis zum 1. Juni verboten. Der Premier zählte dazu ausdrücklich die Spiele der beiden Profiligen im Fußball. Auch ohne Publikum werde nicht gespielt. Für beendet erklärt hat der niederländische Verband KNVB danach bereits die Amateurligen. Dort werden alle Ligen annulliert und nicht gewertet.

Niederlande beenden vorzeitig die Fußball-Saison der Amateure

Sportschau 01.04.2020 00:33 Min. Verfügbar bis 01.04.2021 Das Erste Von Luise Kropff

American Football/NFL: Die neue NFL-Spielzeit soll trotz der Coronakrise am 10. September ohne Einschränkungen beginnen. "Unser Fokus liegt auf einem pünktlichen Saisonstart mit Fans in den Stadien", sagte Liga-Vizepräsident Jeff Pash bei ESPN.

Fußball/Frauen: Auch in der Bundesliga der Frauen wird die Saison bis zum 30. April ausgesetzt. "Unser Ziel ist es, den Spielbetrieb der Frauen-Bundesliga bis zum 30. Juni durchzuführen und abzuschließen", erklärte Heike Ullrich,die Direktorin Verbände, Vereine und Ligen im DFB. Auch bei den Fußball-Frauen sind Geisterspiele eine Option.

Fußball/Bundesliga: Bundesliga-Profis in NRW können das Training wieder aufnehmen. Für sie gilt eine andere Regelung als für Hobbysportler, die weiterhin nicht auf den Sportplatz dürfen. Das bestätigte Dortmunds Ordnungsdezernent Norbert Dahmen. Möglich macht die Ausnahmeregelung ein kleiner Trick: Die Sportplätze von Profi-Mannschaften wurden kurzerhand zum Betriebsgelände erklärt. Das Gesundheitsministerium habe laut Dahmen klargestellt, dass Profisportler in ihrer Berufsausübung nicht eingeschränkt werden dürften.

Leichtathletik/Marathon: Der 35. Hamburg-Marathon wird vom Frühjahr in den Spätsommer verschoben. Statt wie geplant am 19. April soll das Event in der Hansestadt nun laut Veranstalter am 13. September stattfinden.

Wintersport/Skispringen: Die abgesagte Skiflug-Weltmeisterschaft in Planica/Slowenien soll in der zweiten Dezemberhälfte noch vor Weihnachten nachgeholt werden. Das gaben die Organisatoren am Dienstag bekannt. Ursprünglich sollten die Welt-Titelkämpfe vom 19. bis 22. März ausgetragen werden. Die Eintrittskarten sollen ihre Gültigkeit behalten.

Motorsport/Formel 1: Der Weltverband FIA hat eine Art Ausnahmezustand ausgerufen. Um die aktuellen Herausforderungen "ohne Verzögerung und im Einklang mit den Statuten" zu meistern, wird unter anderem die Macht von FIA-Präsident Jean Todt offiziell und zeitlich begrenzt ausgebaut. Der Franzose darf dringende Entscheidungen, die den Ablauf der Saison 2020 betreffen, nun quasi im Alleingang treffen. Jeder Maßnahme soll aber eine Beratung mit den Kollegen in der FIA-Führung vorausgehen. Die ersten acht Formel-1-Rennen der Saison wurden im Zuge der Corona-Pandemie bereits verschoben, so viele wie möglich sollen nachgeholt werden - Monaco hat aber schon die endgültige Absage erklärt.

Fußball/National: Auch das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund ist von der Corona-Pandemie betroffen. Die Ausstellung wurde bis zum 21. April geschlossen, zudem wurde die "Hall-of-Fame"-Gala abgesagt. Die 40-köpfige Kernbelegschaft des Museums wurde in Kurzarbeit geschickt. Bei der Gala sollten Oliver Kahn, Jürgen Klinsmann, Wolfgang Overath, Hans-Jürgen "Dixie" Dörner und Helmut Schön in die Ruhmeshalle aufgenommen werden. Dies soll nun 2021 nachgeholt werden.

Fußball/International: Der englische Spitzenklub Tottenham Hotspur, mit einem Umsatz von über 520 Millionen Euro achtreichster Fußball-Verein der Welt, hat 550 Angestellte in Kurzarbeit bzw. Zwangsurlaub geschickt. Die "Spurs" sind nach Newcastle United das zweite Team aus der Premier League, das diese Maßnahme ergreift. Laut Präsident Daniel Levy wurde der Schritt eingeleitet, "um die Jobs zu schützen".

Fußball/National: Auch die Profis von Hertha BSC sowie den Zweitligisten Hannover 96 und Holstein Kiel verzichten aufgrund der drohenden wirtschaftlichen Probleme freiwillig auf einen Teil ihres Gehalts. Neben den Spielern schließen sich jeweils auch Trainer- und Funktionsteam sowie das Präsidium an.

Um die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise einigermaßen aufzufangen, geht mit dem FC Ingolstadt ein weiterer Drittligist in Kurzarbeit. Außerdem verzichten Spieler, Trainer und Management der "Schanzer" auf Teile ihres Gehalts. Auch die Mitarbeiter sowie das gesamte Team des 1. FC Magdeburg haben der Kurzarbeit zugestimmt. Das teilte der FCM mit. Die Spieler halten sich mit individuellen Plänen fit, alle Angestellten arbeiten aus dem Home Office.

Pferdesport/Galopp: Der deutsche Galopprennsport plant für Anfang Mai die Wiederaufnahme des Rennbetriebs. Bei der virtuellen Jahrespressekonferenz des Dachverbandes entwarf Präsident Michael Vesper ein Szenario, das bis Mitte Juni rund 20 Veranstaltungen vor leeren Rängen vorsieht. "Nach unseren Planungen müssten nicht mehr als 80 Personen bei einem Renntag anwesend sein, Offizielle, Aktive und die Betreuer der Pferde", erklärte Vesper und führte weiter aus: "Die Jockeys könnten sich in den Tribünen umkleiden, eine notwendige Abstandsregelung wäre problemlos einzuhalten."

Fußball/Bundesliga: Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic hat bei den vier Teammitgliedern, deren Test auf das Coronavirus positiv war, Entwarnung gegeben. "Es geht ihnen wirklich sehr gut, sie waren alle schnell über den Berg. Einer von den vier hat gar nichts mitbekommen", sagte der 48-Jährige im Interview mit "hessenschau.de".

Fußball/International: Der italienische Fußballverband will einen Rettungsfonds für die schwer belasteten Klubs einrichten. Einen entsprechenden Vorschlag machte der Verband der italienischen Regierung. Der Fonds soll zum Teil vom Fußballverband und zum Teil mit einer Quote (ein Prozent) auf alle Fußballwetten finanziert werden. Neben den Profiklubs sollen auch Amateurvereine unterstützt werden.

Rugby: Der amerikanische Rugbyverband hat inmitten der Corona-Krise Insolvenz angemeldet. Wie USA Rugby mitteilte, sei der Einnahmeverlust durch die Pandemie in der ohnehin schwierigen finanziellen Lage des Verbands zu viel gewesen. Mit finanzieller Hilfe des Weltverbands könnte aber ein Neustart gelingen.

Montag, 30.03.2020

Leichtathletik: Der Leichtathletik-Weltverband World Athletics hat nach der Bekanntgabe des neuen Olympia-Termins im Sommer 2021 eine Verschiebung seiner kommenden Weltmeisterschaften um ein Jahr angekündigt. "Jeder muss nun flexibel sein und Kompromisse eingehen, deshalb arbeiten wir jetzt mit den Organisatoren der WM in Oregon an einem neuen Termin im Jahr 2022", teilte der Verband mit. Die WM in Eugene im US-Bundesstaat Oregon sollte vom 6. bis 15. August 2021 stattfinden. Weltmeisterschaften im Jahr 2022 könnten allerdings mit der Leichtathletik-EM in München kollidieren, die vom 11. bis 21. August Kernveranstaltung der European Championships sein soll.

Fußball/International: Die Spieler des FC Barcelona werden nun doch auf große Teile ihres Gehalts verzichten. In einer Erklärung über die sozialen Medien kündigten Lionel Messi und Sturmkollege Luis Suarez an, dass die Mannschaft auf 70 Prozent ihrer Bezüge verzichten werde. Darüber hinaus würden die Spieler Geld zur Verfügung stellen, damit die Angestellten des katalanischen Vereins weiterhin ihre vollen Gehälter bekommen. Noch vor wenigen Tagen hatte die Mannschaft einen ersten Vorschlag des Vereins für eine Gehaltskürzung abgelehnt. Messi kritisierte, dass von der Vereinsführung offenbar starker Druck ausgeübt worden sein soll. "Es ist überraschend, dass versucht wurde, uns unter gewaltigen Druck zu setzen, um etwas zu tun, was wir ohnehin getan hätten", erklärte der sechsmalige Weltfußballer.

Fußball/National: Die Spieler des Zweitligisten SV Sandhausen sind wegen der Coronavirus-Krise zum Gehaltsverzicht bereit. "Dass die Mannschaft, die Trainer und das Team drumherum sich dem Verein und allen anderen Mitarbeitern gegenüber solidarisch erklären, ist ein tolles Zeichen für unser Zusammengehörigkeitsgefühl", sagte Präsident Jürgen Machmeier. Über die Höhe des Gehaltsverzichts wurde Stillschweigen vereinbart.

Handball: Die Profis des deutschen Handballmeisters SG Flensburg-Handewitt verzichten auf 40 Prozent ihres Gehalts. Das gelte zunächst bis zum 30. Juni, teilte der Verein mit. Zudem haben nach SG-Angaben alle Mitarbeiter sowie Spieler und Trainerteam "dem Antrag auf Kurzarbeit zugestimmt". Geschäftsstellen-Mitarbeiter und Geschäftsführung verzichten "auf einen Teil ihres Arbeitsentgelts", heißt es in der Mitteilung.

Fußball/National: Der VfL Bochum hat für seine Mitarbeiter Kurzarbeit eingeführt. Wie der Fußball-Zweitligist am Montag mitteilte, sehe man sich mit Blick auf die eigene Existenzsicherung "in der Pflicht und dazu gezwungen, einen Großteil seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken". Als sich in der vergangen Woche abzeichnete, dass sowohl der Trainings- als auch der Spielbetrieb für längere Zeit ausbleibe, sei der Arbeitsausfall bei der Agentur für Arbeit angemeldet worden.

dpa/sid/red | Stand: 05.04.2020, 21:00

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