Corona-Ticker - Zwei Skisprung-Weltcups in Japan abgesagt

Coronavirus-Ticker

Auswirkungen auf Sportveranstaltungen

Corona-Ticker - Zwei Skisprung-Weltcups in Japan abgesagt

Teil 7/10 - Freitag 30.10.2020

Handball

Der Spielbetrieb in der 3. Handball-Liga und in der Jugend-Bundesliga wird wegen der verschärften Corona-Bestimmungen für den Sport vom kommenden Montag (2. November) an zunächst bis zum 15. November ausgesetzt. Dies haben Präsidium und Vorstand des Deutschen Handballbundes am Freitagabend in einer Videokonferenz beschlossen. "Wir haben großes Verständnis für unsere Vereine und deren Nöte", sagte Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des DHB, laut Mitteilung. "Wir alle befinden uns in einer ungewissen Lage. Das vorläufige Aussetzen des Spielbetriebes verschafft uns Zeit, die wir benötigen, um die gerade erst veröffentlichten Verordnungen der jeweiligen Länder einschätzen zu können." Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten am Mittwoch Beschlüsse zur Verschärfung der Corona-Maßnahmen gefasst. Vor allem die Klubs der 3. Handball-Ligen beschäftigt nun die Frage, ob sie als Profisportler eingestuft werden - und deshalb in der Corona-Krise auch nach dem Teil-Lockdown weiterspielen dürfen. Oder ob sie Amateursportler sind und den ganzen November über pausieren müssen. Den Status der Klubs und die Konsequenzen für den Spielbetrieb will der DHB erst in der nächsten Woche "eruieren".

Eishockey

Die Nürnberg Ice Tigers sehen ihren Spielbetrieb selbst bei einem Zuschauerausschluss für die ganze Saison gesichert. Durch die Hilfe des Hauptsponsors und anderer Geldgeber seien die finanziellen Bedingungen auch für so eine Spielzeit gesichert, teilte der fränkische Verein aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Freitag mit. Im Eishockey machen die Ticketverkäufe einen wichtigen Teil der Einnahmen aus. Die Vereinbarung biete die "nötige Planungssicherheit auch bei einer möglichen kompletten 'Geistersaison'", sagte Geschäftsführer Wolfgang Gastner. Neben dem Engagement der Sponsoren habe es auch Gehaltsverzichte von Mitarbeitern und Spielern gegeben.

Volleyball

Die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin haben sich nach einem positiven Corona-Test im Umfeld des Teams vorsorglich in Quarantäne begeben. Das für Samstagabend angesetzte Bundesliga-Spiel in Aachen wurde verlegt, teilte der zwölfmalige deutsche Meister am Freitag mit. Wann die Partie nachgeholt wird, soll in der kommenden Woche entschieden werden. Die Schwerinerinnen erhielten die Nachricht von dem Corona-Fall am Abend vor ihrer geplanten Abreise nach Aachen. Die betroffene Person sei sofort isoliert worden, gab der Verein bekannt. Die Corona-Tests bei allen Spielerinnen seien negativ gewesen. Trotzdem begaben sie sich nach Absprache mit dem Schweriner Gesundheitsamt in Quarantäne, um "mögliche Infektionsketten zu unterbrechen", wie es in der Mitteilung des Klubs heißt.

dpa/sid/red | Stand: 08.11.2020, 10:00

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