Gomez vor Italien-Duell - "Keine persönliche Revanche"

DFB-Pressekonferenz vor dem EM-Viertelfinale

Gomez vor Italien-Duell - "Keine persönliche Revanche"

Vor dem Viertelfinal-Spiel gegen Italien haben sich DFB-Stürmer Mario Gomez und Mats Hummels zum kommenden Gegner geäußert. Beide glauben an ein sehr spezielles Spiel.

"Ich hatte - auch wenn es sportlich mal nicht so gut lief - eine tolle Zeit in Italien", sagte Mario Gomez auf der DFB-Pressekonferenz am Mittwoch (29.06.16) in Evian. Der Stürmer, der seit 2015 beim AC Florenz unter Vertrag steht, zuletzt aber an Besiktas Istanbul ausgeliehen war, wurde von einem italienischen Journalisten auf mögliche Revanchegelüste angesprochen. "Es wird da keine persönliche Revanche geben, an so etwas denke ich gar nicht", so Gomez weiter.

Noch keine Details zur Offensive

Dennoch ist er sich bewusst, dass das Viertelfinal-Duell mit Italien am Samstag (21 Uhr, live in der ARD und bei sportschau.de) ein besondere Partie wird: "Es wird ein sehr spezielles und spannendes Spiel - und ich bin überzeugt davon, dass es für uns erfolgreich sein wird." Der Bundestrainer habe noch keine Details bezüglich der Offensive angesprochen, nur eines sei klar: "Es wird deutlich schwieriger als gegen die Slowakei."

Das dürfte vor allem an Italiens starkem Defensivverbund um die Juventus-Innenverteidiger Leonardo Bonucci, Andrea Barzagli und Giorgio Chiellini liegen. "Ich bin von ihren Abwehrspielern sehr begeistert", sagte Mats Hummels.

Hummels: "Kein Trauma"

Dass Deutschland angesichts einer Serie von fünf Spielen ohne Gegentor italienischer spielt, glaubt der 27-Jährige nicht. "Das ist schwer zu vergleichen. Wir verteidigen zum Beispiel sehr hoch. Ich denke insgesamt, dass wir einen sehr guten Weg eingeschlagen haben mit dem wir das Turnier auch gewinnen können."

Von einem Italien-Trauma will Hummels, ähnlich wie der Bundestrainer, nichts wissen, "Ich empfinde das nicht als Trauma. Ich habe zum Beispiel erst einmal bei einem Turnier gegen Italien gespielt, nämlich 2012. In den Testspielen sieht unsere Bilanz sehr gut aus, aber Italien ist - so wie wir - eine Turniermannschaft."

Köpke: "Nuancen zwischen Neuer und Buffon"

Ein mögliches Elfmeterschießen im Viertelfinale ist laut Torwarttrainer Andreas Köpke auch ein Thema im Training. "Natürlich werden wir vorbereitet sein, wenn es dazu kommt", so Köpke. "Aber wir haben seit 2006 keines mehr gehabt und ich wäre froh, wenn es dabei bleibt."

Sollte es doch dazu kommen, wären spätestens dann die Torhüter entscheidend. Für Köpke erübrigt sich aber ein Vergleich zwischen Manuel Neuer und Italiens Gianluigi Buffon: "Beides sind Weltklasse-Torhüter, die nur Nuancen unterscheiden."

Hector wohl fit für Samstag

Wer beim Elfmeter - vor allem im laufenden Spiel - antreten wird, wollte Köpke nicht verraten. Auch weil es offenbar keine festgelegte Reihenfolge der Schützen gibt. Trotz dem Fehlschuss von Mesut Özil gegen die Slowakei würden Özil und Thomas Müller die Sache vermutlich unter sich ausmachen. Das Trainer-Team würde vorher lediglich 2-3 Leute festlegen, die potenziell antreten könnten.

Auch zur möglichen Aufstellung gab es keine detaillierten Informationen. Jonas Hector, der bislang keine Minute verpasst hat bei der EM, sollte aber rechtzeitig fit werden für das Spiel am Samstagabend. "Hector hat eine leichte Grippe, aber das ist nichts schlimmeres. Wir gehen davon aus, dass er spielen kann", sagte Köpke.

msc | Stand: 28.06.2016, 13:10

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