Turnerin Schäfer-Betz bei der WM auf Finalkurs

Pauline Schäfer-Betz wird bei der Turn-WM in Japan antreten.

Kunstturn-WM in Kitakyushu/Japan

Turnerin Schäfer-Betz bei der WM auf Finalkurs

Pauline Schäfer-Betz als Einzelkämpferin: Bei der Kunstturn-WM in Japan wurde sie neben fünf deutschen Herren als einzige Frau nominiert. Tokio-Silbermedaillengewinner Lukas Dauser verzichtet.

Der Deutsche Turner-Bund (DTB) ist lediglich mit einem sechsköpfigen Team zu den Weltmeisterschaften vom 18. bis 24. Oktober im japanischen Kitakyushu gereist. Nach der Chemnitzerin Pauline Schäfer-Betz als einziger deutscher Starterin hatte Bundestrainer Valeri Belenki fünf Turner nominiert. Angeführt wird die Riege vom erfahrenen Andreas Bretschneider (KTV Chemnitz).

Weiterhin gehören Glenn Trebing (TK Hannover), Felix Remuta (TSV Unterhaching), Carlo Hörr (TSV Schmiden) und Dario Sissakis (SC Berlin) zum WM-Team. Hörr hatte in Kienbaum den Mehrkampf mit 80,100 Punkten vor Trebing (79,800) für sich entschieden.

Dauser nicht dabei

"Die Qualifikation hat gezeigt, dass wir einige junge Athleten haben, die sich auf den Weg zu den Olympischen Spielen in Paris machen. Auf der anderen Seite haben wir aber auch gesehen, dass noch einiges zu tun ist. Insofern haben wir uns für eine Mischung aus jüngeren und erfahrenen Athleten entschieden", sagte Belenki.

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Nicht dabei ist Lukas Dauser, Olympia-Zweiter am Barren.Der 28-Jährige aus Unterhaching verzichtet ebenso auf die Titelkämpfe wie Andreas Toba, Vize-Europameister am Reck. Auch die Olympia-Starterinnen Elisabeth Seitz, Kim Bui (beide Stuttgart) und Sarah Voss (Köln) hatten auf die WM-Qualifikation verzichtet.

Schäfer-Betz mit viel Selbstbewusstsein und auf Finalkurs

Selbstbewusst und angriffslustig startet hingegen die frühere Schwebebalken-Weltmeisterin Schäfer-Betz in die am Montag (18.10.2021) beginnenden Wettkämpfe. "Ich will ins Finale", sagte die 24-Jährige nach dem Podiumstraining im General Gymnasium: "Die Zeiten, in denen ich mitgefahren bin, um nur dabei zu sein, sind vorbei." Diesen Anspruch untermauerte die gebürtige Saarländerin auch am ersten Tag de Qualifikation. Schäfer-Betz kam am Montag bei ihrer Übung auf 13,733 Punkte und liegt damit im Zwischenklassement nach sieben von insgesamt zehn Qualifikationsdurchgängen auf dem zweiten Platz hinter der Chinesin Luo Rui (14,566). "Ich bin erst mal zufrieden, auch wenn ich noch nicht alles gezeigt habe, was ich mir vorgenommen hatte", sagte Schäfer-Betz nach ihrem Auftritt.

Weltmeisterin 2017

2017 hatte sie in Montreal an ihrem Paradegerät den Titel gewonnen, zwei Jahre zuvor in Glasgow war ihr bereits die bronzene Plakette umgehängt worden. Doch bei der Heim-WM 2019 in Stuttgart und auch bei den Olympischen Spielen im Sommer in Tokio reichte es für die Sportlerin des KTV Chemnitz nicht für einen Einzug in die Entscheidung. Was im Erfolgsfall im Medaillenkampf möglich sein würde, darüber wollte Schäfer-Betz nicht spekulieren. "Step by step" werde sie die Aufgabe angehen.

Vorkampf geht am Dienstag weiter

Der Vorkampf wird am Dienstag fortgesetzt. Erst danach steht fest, ob die Deutsche den Sprung unter die besten acht geschafft hat. Außer am Balken trat Schäfer-Betz bei dieser Einzel-WM nur noch am Boden an, wo sie mit 12,866 Punkten vorzeitig den Endkampf verpasste. Weitere deutsche Turnerinnen sind in Kitakyushu nicht am Start.

sid/dpa | Stand: 18.10.2021, 14:44

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