11. Etappe - Caleb Ewan siegt im Zielsprint, Sagan strafversetzt

Das Zielfoto der 11. Etappe der Tour de France

Tour de France

11. Etappe - Caleb Ewan siegt im Zielsprint, Sagan strafversetzt

Caleb Ewan hat sich in einem packenden Finish den Sieg bei der 11. Etappe der Tour de France geholt. Der Australier siegte hauchdünn im Zielsprint. Peter Sagan, ursprünglich Zweiter, wurde strafversetzt.

Für Caleb Ewan war es der zweite Etappensieg bei dieser 107. Tour de France. Auch dank der guten Vorarbeit von Anfahrer Roger Kluge siegte Ewan auf dem elften Teilstück nach 167,5 Kilometern von Châtelaillon-Plage nach Poitiers im Sprint. Zuvor hatte Ewan in Sisteron triumphiert. Schon im Vorjahr war Ewan mit drei Tagessiegen der König der Sprinter. Auch damals gewann er die elfte Etappe.

11. Etappe - die letzten drei Kilometer Sportschau 09.09.2020 03:56 Min. Verfügbar bis 09.09.2021 Das Erste

Van Aert wütend über Sagans Rempler

Ärger gab es um Peter Sagan vom deutschen Bora-hansgrohe-Team, der sich im Zielsprint einen heftigen Rempler gegen den Belgier Wout van Aert leistete. Der Belgier fluchte, schimpfte und zeigte Sagan den Mittelfinger. Van Aert wurde womöglich um seinen dritten Etappensieg gebracht. Sagan bekam Minuten später von der Jury die Quittung und wurde auf Platz 85 strafversetzt.

Der Slowake Sagan, der zunächst als Zweiter die Ziellinie überquert hatte, war sich keiner Schuld bewusst. Dass der Superstar mit harten Bandagen im Finale kämpft, ist bekannt. 2017 hatte er im Sprint den Ellbogen gegen Mark Cavendish ausgefahren und war anschließend komplett von der Frankreich-Rundfahrt ausgeschlossen worden. Diesmal hat er nur viele Punkte im Kampf um das Grüne Trikot verloren.

Fabians Fazit - Halbzeit erreicht, Kampf um Gelb geht los Sportschau 09.09.2020 01:32 Min. Verfügbar bis 09.09.2021 Das Erste

Deutsche Fahrer spielen keine Rolle

Die deutschen Fahrer spielten bei der nächsten Massenankunft keine Rolle, auch Altstar André Greipel konnte sich nach Platz sechs am Vortag dieses Mal nicht in Szene setzen. Dem 38-Jährigen bleibt damit im Kampf um den zwölften Etappensieg seiner Karriere als letzte Chance wohl nur noch der Königssprint auf den Champs Elysées in Paris, wo er bereits 2015 und 2016 triumphiert hatte.

Immerhin geht es dem gebürtigen Rostocker inzwischen besser, nachdem er sich in der ersten Woche mit Sturzverletzungen gequält hatte. "Der Ruhetag kam zum richtigen Zeitpunkt. Ich fühle mich besser und besser", sagte Greipel. Im nächsten Jahr dürfte der Sprinter kaum mehr ein Tour-Ticket erhalten, denn sein Rennstall Israel Start-Up Nation will dann mit Chris Froome den Toursieg in Angriff nehmen.

11. Etappe - die Zusammenfassung Sportschau 09.09.2020 01:52 Min. Verfügbar bis 09.09.2021 Das Erste

Roglic weiter in bester Position

Favorit auf den Toursieg 2020 bleibt der slowenische Vuelta-Champion Primoz Roglic. Der Ex-Skispringer hatte auf der Flachetappe keine Mühe, sein Gelbes Trikot zu verteidigen und liegt weiterhin 21 Sekunden vor dem kolumbianischen Titelverteidiger Egan Bernal. Emanuel Buchmann spielt keine Rolle mehr, seinen wichtigsten Helfer hat er auch verloren. Der Österreicher Gregor Mühlberger musste nach einem Infekt aufgeben.

11. Etappe - die Siegerehrung Sportschau 09.09.2020 07:03 Min. Verfügbar bis 09.09.2021 Das Erste

Im Kampf um Grün wird es eng für Sagan

Die Entscheidung in Poitiers fiel erwartungsgemäß im Massensprint. Bennett verteidigte dabei mit Platz zwei auch das Grüne Trikot des punktbesten Fahrers. Für Sagan dagegen wird es allmählich ernst im Kampf um Grün, nachdem er sieben Mal in den vergangenen acht Jahren die Punktewertung gewonnen hatte.

Bennett könnte damit die Nachfolge seines berühmten Landsmannes Sean Kelly antreten, der in den 80er Jahren vier Mal das Grüne Trikot in Paris gewonnen hatte. Der frühere irische Radstar spricht Bennett entsprechend Mut zu: "Nach dem ersten Etappensieg weiß er, dass er großartige Dinge tun kann. Es hat nur etwas länger gedauert."

11. Etappe - die Stimmen Sportschau 09.09.2020 01:38 Min. Verfügbar bis 09.09.2021 Das Erste

Aus für Mühlberger

Bennetts Teamkollegen waren maßgeblich daran beteiligt, dass es zu einer Massenankunft kam. Nachdem Matthieu Ladagnous früh ausgerissen war und eine starke Gruppe hinterherging, war es die Deceuninck-Quick-Step-Mannschaft, die das Feld wieder heranführte.

Kurz darauf war die Tour für Gregor Mühlberger vorbei. Der angeschlagene Österreicher stieg vom Rad, völlig entkräftet lehnte er am Bora-Teamfahrzeug - es war der erste Ausstieg eines Fahrers der deutschen Mannschaft.

Längste Etappe steht an

Am Donnerstag (10.09.2020) wird die Tour mit der längsten Etappe fortgesetzt, wenn es über 218 Kilometer von Chauvigny nach Sarran Corrèze geht. Zwei Berge der vierten sowie jeweils ein Anstieg der dritten und zweiten Kategorie könnten Ausreißern eine Chance bieten.

11. Etappe - die komplette Übertragung Sportschau 09.09.2020 03:51:22 Std. Verfügbar bis 09.09.2021 Das Erste

red, sid, dpa | Stand: 09.09.2020, 19:04

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