Viviani gewinnt vierte Etappe der Tour

Sprint in Nancy

Viviani gewinnt vierte Etappe der Tour

Elia Viviani hat die vierte Etappe der Tour de France gewonnen. Der Italiener aus dem Team Quick Step war beim Sprint in Nancy der Schnellste.

Elia Viviani jubelt über den Sieg auf der vierten Etappe

Alexander Kristoff wurde Zweiter vor Caleb Ewan. Peter Sagan blieb nur der vierte Platz.

Das Gelbe Trikot des Führenden in der Gesamtwertung verteidigte der Franzose Julian Alaphilippe, der die dritte Etappe gewonnen hatte.

Mit einem unwiderstehlichen Antritt ließ Viviani seine Konkurrenten beim ersten echten Sprint royal der 106. Tour de France stehen und feierte am Ufer der Meurthe den ersten Tour-Etappensieg seiner Laufbahn. In einem aufregenden Hochgeschwindigkeitsfinale nach 213,5 Kilometern setzte sich Viviani knapp vor dem Norweger Alexander Kristoff (UAE Team Emirates) und dem Australier Caleb Ewan (Lotto-Soudal) durch und bescherte seiner Mannschaft Deceuninck-Quick-Step nach dem Tageserfolg von Alaphilippe in Epernay den zweiten Sieg in Folge.

Greipel auf dem zwölften Platz

Andre Greipel verpasste einen Platz unter den besten Zehn und landete als bester deutscher Fahrer auf dem zwölften Rang.

Das Teilstück am Dienstag (09.07.2019) war der nächste Beleg dafür, dass die deutsche Sprinterherrlichkeit erst einmal vorüber ist. Marcel Kittel und John Degenkolb fehlen dieses Jahr, der aufstrebende Pascal Ackermann wird frühestens 2020 sein Tour-Debüt feiern - und Greipel ist nicht mehr der Alte.

Greipel: "Die Straße war einfach blockiert"

Sportschau 09.07.2019 01:44 Min. ARD Von SR-Reporterin Kerstin Hermes

Der Rostocker ist anders als in den Vorjahren nur mit bescheidenen Zielen in Frankreich unterwegs. Der elfmalige Tour-Etappensieger fährt der Form der Vergangenheit aber hinterher: "Ich bin realistisch. Ich habe ein durchwachsenes Jahr hinter mir und konnte nicht die Leistung abrufen, die ich gewohnt bin. Ein Etappensieg wird schwer."

Typische Flachetappe

Vor dem spannenden Finale hatte sich das für Flachetappen oft typisch eintönige Szenario entwickelt. Drei Profis, darunter der Schweizer Michael Schär, suchten ihr Heil in der Flucht - trotz der von vornherein ungünstigen Aussicht auf Erfolg. Im Peloton diktierte ähnlich wie am Montag der deutsche Zeitfahrspezialist Tony Martin vom Team Jumbo-Visma über Stunden das Tempo und hielt den Abstand unter Kontrolle.

Ein Sturz etwa zur Etappenmitte sorgte bei Bora für einen kurzen Schreck, denn der österreichische Meister Patrick Konrad war betroffen, neben Emanuel Buchmann die Hoffnung auf einen Spitzenplatz in der Gesamtwertung. Konrad verletzte sich aber nicht ernsthaft.

Ab in die Vogesen

Ab Mittwoch treten die Sprinter vorerst in den Hintergrund. Die 175,5 Kilometer lange fünfte Etappe von Saint-Die-des-Vosges nach Colmar führt das Feld in das Herz der Vogesen - und prüft damit erstmals die Kletterfähigkeiten der Radprofis. Vier Bergwertungen stehen auf dem Plan.

sid/red | Stand: 09.07.2019, 17:56

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