Teunissen fährt zum Auftakt ins Gelbe Trikot

Auftakt der Tour de France

Teunissen fährt zum Auftakt ins Gelbe Trikot

Bei der ersten Etappe der Tour de France 2019 hat sich der Niederländer Mike Teunissen im Schlusssprint eines extrem spannenden Auftakts in Brüssel hauchdünn durchgesetzt.

Das Zielfoto der 1. Etappe

Der 26-Jährige vom Team Jumbo-Visma verwies Peter Sagan und Caleb Ewan auf die Plätze zwei und drei und sicherte sich am Samstag (06.07.2019) nach 4:22:47 h somit das Gelbe Trikot für die 2. Etappe am Sonntag.

"Ich brauche noch ein paar Tage, um das zu verstehen", sagte Teunissen, der eigentlich für die Sprintvorbereitung für seinen Landsmann Dylan Groenewegen eingeplant war.

Sagan holt die erste Sprintwertung - Van Avermaet im Bergtrikot

Gleich zu Beginn der Etappe über 194,5 Kilometer probierte es eine Vierergruppe um Greg Van Avermaet mit einem Ausreißversuch, der darin mündete, dass der Belgier sich an der Bergwertung nach gut 43 Kilometern zwei Bergpunkte und damit auch das Bergtrikot in seinem Heimatland sicherte. Der Routinier ließ sich dann ins Hauptfeld zurückfallen, in dem vor allem die Teams der Topsprinter wie Caleb Ewans Lotto Soudal oder Groenewegens und Teunissens Jumbo-Visma die Führungsarbeit übernahmen.

Nach einer Tempoverschärfung durch Bora-hansgrohe riss das Feld kurz darauf etwas auseinander, während die Spitzengruppe nach fast 125 Kilometern einkassiert wurde. Ein Defekt von Elia Viviani (Deceuninck-Quick-Step), der ja einer der Kandidaten für den Etappensieg war, sorgte dafür, dass er und einige andere Fahrer erst einmal etwas abreißen lassen mussten. Kurz nach der ersten Sprintwertung, die an Bora-Sprinter Peter Sagan ging, war die Tempoverschärfung im Hauptfeld passé und das Feld rückte wieder dichter zusammen.

Rossetto reißt aus

Knapp 60 Kilometer vor dem Ziel gab es die nächste Attacke: Stephane Rossetto (Cofidis) zog an und setzte sich bis auf zwei Minuten Vorsprung vom Peloton ab. Je näher die Ankunft jedoch rückte, desto kleiner wurde der Vorsprung Rossettos, der aber alles in die Pedale legte und somit auch zum kämpferischsten Fahrer gewählt wurde.

Erst stürzen Fuglsang und Martin - dann auch Groenewegen

Ein Sturz im Hauptfeld brachte dann jedoch nochmal Unruhe in das Peloton, unterem anderem landeten der Mitfavorit auf den Gesamtsieg bei der Tour, Jakob Fuglsang (Astana), und der Deutsche Tony Martin (Jumbo-Visma) auf dem Asphalt. Fuglsang zog sich eine blutende Platzwunde im Gesicht zu, stieg aber genau wie Martin wieder aufs Rad und hatte gut 15 Kilometer vor dem Ziel etwa eine Minute Rückstand zuzufahren. Das gelang auch - im Gegensatz zu Rossettos Fluchtversuch, der zehn Kilometer vor der Ankunft ein Ende fand.

Große Stimmung und große Hektik - der Tourauftakt

Sportschau 06.07.2019 01:09 Min. ARD Von Steffen Gaa

Auf den Schlusskilometern fand das Feld den Weg durch die scharfen Kurven nicht unfallfrei, es gab erneut einen Sturz - unter anderem waren es Emanuel Buchmann und Groenewegen, die am Boden landeten. Im Schlusssprint sah es zunächst so aus, als würde Sagan sich durchsetzen, doch das Zielfoto zeigte, dass Teunissen ganz knapp vorne gelegen hatte. "Er [Groenewegen, d. Red.] ist zu Boden gegangen, da habe ich gedacht: Ich fühle mich gut, und ich habe es probiert", sagte Teunissen. Keine Chance im Sprint hatte der elfmalige Etappensieger André Greipel (Rostock/Arkea-Samsic), der als bester Deutscher den 19. Platz belegte. 

Die zweite Etappe am Sonntag (07.07.2019) bringt ein Mannschaftszeitfahren über 27,6 Kilometer.

red/sid | Stand: 06.07.2019, 16:56

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