Van Aert siegt auf zehnter Etappe - Buchmann jetzt Fünfter

Der Belgier Wout van Aert jubelt bei der 10. Etappe der Tour

10. Etappe

Van Aert siegt auf zehnter Etappe - Buchmann jetzt Fünfter

Der belgische Radprofi Wout Van Aert hat bei der 106. Tour de France die zehnte Etappe für sich entschieden. Bester Deutscher ist Emanuel Buchmann, der 1:45 Minuten hinter dem Gelben Trikot liegt.

Der 24-jährige Wout Van Aert vom Team Jumbo-Visma verwies am Montag (15.07.2019) nach 217,5 Kilometern zwischen Saint-Flour und Albi im Massensprint den Italiener Elia Viviani (Deceuninck-Quick Step) und den Australier Caleb Ewan (Lotto-Soudal) auf die Plätze.

Für das Jumbo-Team um den Cottbuser Tony Martin war es bereits der vierte Tageserfolg bei der Tour 2019. Für mehrere Favoriten gab es dagegen ein böses Erwachen. Der bislang so überragende Franzose Thibaut Pinot, der Däne Jakob Fuglsang, Rigoberto Uran aus Kolumbien und Richie Porte aus Australien verloren weit mehr als eine Minute, was in der Endabrechnung noch sehr teuer werden könnte.

10. Etappe - die Zusammenfassung Sportschau 15.07.2019 02:46 Min. Verfügbar bis 14.07.2020 Das Erste

Buchmann bester Deutscher

Bester Deutscher auf der zehnten Etappe der Tour de France war Emanuel Buchmann (Ravensburg/Bora-hansgrohe) auf dem 22. Platz. Die Rundfahrt-Hoffnung verbesserte sich damit in der Gesamtwertung auf den fünften Rang und liegt 1:45 Minuten hinter dem Franzosen Julian Alaphilippe (Deceuninck-Quick Step), der weiter im Gelben Trikot fährt.

"Mein Ziel sind die Top 10, da bin ich jetzt. Es sieht ganz gut aus", sagte Buchmann. Er relativierte aber auch: "Im Moment ist der fünfte Platz noch nichts wert. Ich will das nicht überbewerten. Jetzt kommen erst die richtigen Bergetappen."

10. Etappe - die Stimmen Sportschau 15.07.2019 08:55 Min. Verfügbar bis 14.07.2020 Das Erste

Warten auf deutschen Etappensieg

Derweil geht aber das Warten auf einen deutschen Etappensieg weiter. Zuletzt waren die deutschen Fahrer bei der Tour 2010 nach zehn Etappen noch ohne Tageserfolg. Damals endete das Rennen gänzlich ohne deutschen Jubel. Auch in diesem Jahr stehen die Chancen aufgrund des Fehlens von Top-Sprintern wie Marcel Kittel oder John Degenkolb vergleichsweise schlecht.

Greipel Opfer einer Windkante

André Greipel, der am Dienstag (16.07.2019) 37 Jahre alt wird, fährt der Form der Vergangenheit hinterher. Am Montag war er eines von diversen Opfern einer Windkante. In den Kampf um den Tagessieg konnte der gebürtige Rostocker vom Team Arkea-Samsic gar nicht erst eingreifen, Platz 107 stand am Ende für ihn in der Ergebnisliste.

10. Etappe - die Siegerehrung Sportschau 15.07.2019 02:12 Min. Verfügbar bis 14.07.2020 Das Erste

Buchmanns Co-Kapitän Peter Sagan ist dagegen auf einem guten Weg, Erik Zabel aus den Rekordbüchern der Tour zu streichen. Der Slowake punktete im Zwischensprint sowie als Fünfter im Ziel. Der Gewinn des siebten Grünen Trikots, mit dem er an Zabel (sechs Siege) vorbeiziehen und alleiniger Rekordhalter werden würde, wird wahrscheinlicher.

De Marchi schwer verletzt

Unterdessen haben sich die Befürchtungen beim am Sonntag (14.07.2019) schwer gestürzten Italiener Alessandro de Marchi bestätigt. Der CCC-Teamkollege von Simon Geschke erlitt einen Schlüsselbeinbruch, eine gebrochene Rippe und eine Lungenquetschung. Außerdem zog er sich Prellungen und eine tiefe Risswunde im Gesicht zu.

Die Tour rollt nach einem Tag Pause am Mittwoch (17.07.2019) weiter in Richtung Pyrenäen. Über 167 Kilometer geht es von Albi nach Toulouse. Es ist für die Sprinter erst einmal die letzte Chance auf eine Massenankunft vor den Bergen.

Die Streckenanimation der 10. Etappe Sportschau 28.06.2019 01:49 Min. Verfügbar bis 30.07.2020 Das Erste

dpa/sid

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