Tour - Ewan gewinnt 16. Etappe, Fuglsang muss aufgeben

16. Etappe - die Zusammenfassung Sportschau 23.07.2019 03:13 Min. Verfügbar bis 23.07.2020 Das Erste

16. Etappe

Tour - Ewan gewinnt 16. Etappe, Fuglsang muss aufgeben

Caleb Ewan hat die 16. Etappe der Tour de France im Massensprint für sich entschieden. Mit Jakob Fuglsang musste ein Top-10-Fahrer aufgeben.

Der Australier Ewan überquerte am Dienstag (23.07.2019) als Erster die Ziellinie in Nimes und setzte sich damit knapp vor Elia Viviani und Dylan Groenewegen durch. Peter Sagan, der auch weiterhin im Grünen Trikot fährt, wurde bei Temperaturen um die 40 Grad Vierter.

Caleb Ewan jubelt

Caleb Ewan jubelt

Entscheidend beteiligt am Erfolg Ewans war einmal mehr sein Teamkollege bei Lotto-Soudal, Roger Kluge. "Um ehrlich zu sein: Ich habe mich richtig mies während des Rennens gefühlt", sagte Ewan nach der Zieleinfahrt: "Ich glaube, die Hitze hat mich echt erwischt. Ich habe so gelitten und wollte schon meinen Teamkollegen sagen, dass sie nach vorne gehen und um den Sieg kämpfen sollen."

Mitfavorit Fuglsang muss aufgeben

Auf der Zwischenetappe, die im gleichen Ort endete, wo sie gut fünf Stunden vorher gestartet war, gab es keine Verschiebungen in der Spitze des Gesamtklassements. Julian Alaphilippe fährt damit auch auf der 17. Etappe am Mittwoch im Gelben Trikot.

Tour-Aus für Fuglsang Sportschau 23.07.2019 01:56 Min. Verfügbar bis 23.07.2020 Das Erste

Mitfavorit Jakob Fuglsang musste nach einem Sturz aussteigen. Der 34-Jährige kam im Peloton etwa 30 Kilometer vor dem Ziel zu Fall, nahm anschließend seinen Helm ab und beendete das Rennen. Die Bilder deuteten darauf hin, dass sich Fuglsang schwerer am Schlüsselbein verletzt hat. In der Gesamtwertung lag der Kapitän des Astana-Teams auf dem neunten Platz, der Rückstand auf Alaphilippe betrug 5:27 Minuten. Fuglsang war schon beim Tour-Auftakt in Brüssel gestürzt, konnte das Rennen da aber noch fortsetzen.

Auch Thomas stürzt erneut

Auch Vorjahressieger Geraint Thomas sorgte für einen Schreckmoment. Bei Kilometer 48 stürzte der Ineos-Kapitän in einer Rechtskurve, konnte allerdings schnell wieder auf sein Ersatzrad steigen und das Peloton wenige Minuten später einholen. Er trug lediglich eine kleine Schürfwunde davon. Schon in der Startphase hatte es bei ihm am Rad technische Probleme gegeben.

Für den Briten, der 1:35 Minuten hinter Alaphilippe auf Platz zwei der Gesamtwertung liegt, war es bereits der zweite Sturz bei dieser Tour. Auf der 8. Etappe war Thomas bereits spektakulär gestürzt, auch damals konnte er das Rennen problemlos fortführen.

16. Etappe - die letzten drei Kilometer Sportschau 23.07.2019 03:22 Min. Verfügbar bis 23.07.2020 Das Erste

Ausreißer-Gruppe erst kurz vor dem Ziel eingeholt

Schon kurz nach dem Start der 177 Kilometer langen Etappe hatten sich fünf Fahrer an die Spitze gesetzt. Stéphane Rossetto, Alexis Gougeard, Paul Ourselin, Lukasz Wisniowski und Lars Bak fuhren von da an über 140 Kilometer an der Spitze, ohne wirklich einen großen Vorsprung auf das Peloton herauszufahren - maximal etwa zwei Minuten.

Nachdem die Gruppe zum Schluss konstant etwa zehn Sekunden vor dem Peloton fuhr, wurde sie erst 2,5 Kilometer vor dem Ziel vom Hauptfeld eingeholt. Danach brachten die Teams der Top-Sprinter ihre Fahrer in Stellung. Die vier besten Sprinter der Tour landeten schließlich auch auf den vier vorderen Plätzen - für Ewan war es der zweite Etappenerfolg in diesem Jahr.

Der deutsche Sprinter André Greipel war erneut chancenlos auf dem letzten Teilstück. Nach zweieinhalb Wochen Tour hat es der Gewinner von elf Tour-Etappen nicht ein einziges Mal unter die besten zehn geschafft.

Nächste Sprint-Etappe am Mittwoch

Auf der 17. Etappe am Mittwoch von Pont du Gard nach Gap geht es in die "Warm-Up"-Phase für die schweren Alpen-Etappen am Donnerstag, Freitag und Samstag. Am Ende der 200 Kilometer langen Strecke dürfte es erneut zu einem Massensprint kommen - sofern keine Ausreißergruppe Erfolg haben sollte.

Ab Donnerstag wird es dann für die Top-Fahrer ernst. Die Fahrer der Spitzengruppe im Gesamtklassement, zu der auch der deutsche Emanuel Buchman vom Team Bora-hansgrohe gehört, werden dann ihre Chancen auf den Berganstiegen suchen. Sonntag steht die letzte Etappe nach Paris auf dem Programm.

msc | Stand: 23.07.2019, 17:33

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