Ewan gewinnt Sprint in Toulouse

Jubel bei Caleb Ewan nach der 11. Etappe

11. Etappe

Ewan gewinnt Sprint in Toulouse

Caleb Ewan hat die 11. Etappe der Tour de France gewonnen. Der Australier setzte sich bei der Sprintankunft in Toulouse vor Dylan Groenewegen und Elia Viviani durch. Julian Alaphilippe fährt weiter in Gelb.

Andre Greipel war in der einstigen deutschen Tour-Domäne wieder völlig chancenlos, dafür jubelte sein Nachfolger beim belgischen Team Lotto-Soudal: In einem packenden Fotofinish raste der junge Australier Caleb Ewan am Mittwoch (17.07.2019) im Massensprint der elften Etappe der 106. Tour de France ins Rampenlicht - auch dank seines Anfahrers Roger Kluge.

"Es war das große Ziel, es hat ein bisschen länger gedauert, aber jetzt er hat es perfekt gemacht. Besser geht's nicht", sagte ein überglücklicher Kluge, der auch "die eine oder andere Freudenträne" eingestand: "Es war echt eine Riesenerleichterung."

Premierensieg für Sprinter Ewan

Ewan nutzte nach 167,5 km auf dem Boulevard Lascrosses in Toulouse die letzte Sprintchance vor den Pyrenäen und lag ungefähr eine Reifenbreite vor dem Niederländer Dylan Groenewegen. Für Greipel gab es einen Tag nach seinem 37. Geburtstag kein nachträgliches Geschenk, sondern auf Platz 36 nur ein erneut frustrierendes Erlebnis.

11. Etappe - die letzten drei Kilometer Sportschau 17.07.2019 02:52 Min. Verfügbar bis 17.07.2020 Das Erste

Eskortiert vom Bahnradspezialisten Kluge suchte Ewan das Hinterrad Groenewegens und schob sich auf den letzten Meter noch knapp vorbei. Für Lotto-Soudal war es nach dem Erfolg von Thomas De Gendt in Saint-Etienne der zweite Tagessieg bei dieser Tour, für Ewan der erste seiner Laufbahn.

Alaaphilippe weiter in Gelb

Der Franzose Julian Alaphilippe fährt weiter im Gelben Trikot des Gesamtführenden. Der deutsche Fahrer Emanuel Buchmann vom Team Bora-hansgrohe bleibt im Gesamtklassement auf Platz fünf .

Nach zwei kleineren Bergwertungen der dritten und vierten Kategorie gab auf den flachen letzten 90 Kilometern eine vierköpfige Ausreißergruppe lange das Tempo vor, mit den zwei Cofidis-Fahrern Anthony Perez und Stephane Rossetto, de, Franzosen Lilian Calmejane sowie St.-Etienne-Etappensieger de Gendt.

11. Etappe - die Zusammenfassung Sportschau 17.07.2019 04:06 Min. Verfügbar bis 17.07.2020 Das Erste

Das Hauptfeld mit dem Team Ineos und Alaphilippe im Gelben Trikot läutete 35 Kilometer vor dem Ziel die Jagd auf die Ausreißer ein. Zehn Kilometer vor dem Ziel kassierte das Feld drei Fahrer aus der Führungsgruppe ein, nur de Gendt hielt das Peloton noch auf Abstand, wurde aber vier KIlometer vor dem Ziel ebenfalls geschluckt.

Quintana und Porte gestürzt

Eine Schrecksekunde gab es mit einem erneuten Sturz 30 Kilometer vor dem Ziel, in dem unter anderem Nairo Quintana und Richie Porte verwickelt waren. Beide konnten die Fahrt aber fortsetzen - anders als Niki Terpstra, der die Tour verletzt beenden musste.

Tour-Ende für Rick Zabel

Mit Rick Zabel erwischte es auch den ersten der insgesamt elf gestarteten deutschen Radprofis. Zabel musste die Tour verlassen. Der 25 Jahre alte Sohn des früheren Sprinteridols Erik Zabel hatte wegen eines grippalen Infekts den Ruhetag im Bett verbracht, aber weil keine Besserung eintrat, war ein Start unmöglich. Zum zweiten Mal nach 2018 fand die Tour für Zabel damit ein vorzeitiges Ende.

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Pyrenäen stehen an

Am Donnerstag geht es auf der 12. Etappe erstmals bei der diesjährigen Tour ins Hochgebirge, über 209,5 km von Toulouse nach Bagnères-de-Bigorre in den Pyrenäen. Mit dem Col de Peyresourde und dem Hourquette d'Ancizan stellen sich zwei Anstiege der ersten Kategorie in den Weg.

Für die Klassementfahrer um Titelverteidiger Geraint Thomas und den deutschen Hoffnungsträger Buchmann beginnen die entscheidenden Abschnitte. "Jetzt geht die Tour so richtig los", sagte der Ravensburger, der als Gesamtfünfter weiter ausgezeichnet im Rennen liegt.

dpa/sid

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