Tour - Etappensieg für De Gendt, Alaphilippe wieder in Gelb

Thomas de Gendt jubelt bei der achten Etappe der Tour de France

8. Etappe nach Saint-Étienne

Tour - Etappensieg für De Gendt, Alaphilippe wieder in Gelb

Der belgische Radprofi Thomas de Gendt hat die bergige achte Etappe der 106. Tour de France für sich entschieden. Der 32-Jährige vom Team Lotto-Soudal siegte am Samstag (13.07.2019) nach 200 Kilometern zwischen Macon und Saint-Étienne.

Das Gelbe Trikot eroberte der Franzose Julian Alaphilippe nach zweitägiger Abstinenz zurück. Der 27-Jährige vom Team Deceuninck-Quick Step belegte noch hinter seinem Landsmann Thibaut Pinot (Groupama-FDJ) Platz drei und übernahm die Spitzenposition vom Italiener Giulio Ciccone (Trek-Segafredo), der seit Donnerstag im Trikot des Führenden fuhr. 

Einen Schreckmoment erlebte Vorjahressieger Geraint Thomas, der kurz vor Schluss bei einer Abfahrt mit anderen Fahrern seines Teams Ineos in einen Sturz verwickelt war, das Ziel aber im Kreis der Favoriten erreichte - 26 Sekunden hinter De Gendt und 20 Sekunden hinter dem Duo Pinot/Alaphiippe. Mit dabei war auch der deutsche Fahrer Emmanuel Buchmann, der in der Gesamtwertung nun auf Platz zehn liegt. Die Topfavoriten Thomas und Egan Bernal haben auf Rang fünf und sechs 1:12 Minute beziehungsweise 1:16 Minute Rückstand auf Alaphilippe.

Ausreißer-Gruppe bereits zu Beginn

Schon wenige Minute nach dem Start in Mâcon hatte sich ein Trio an die Spitze gefahren. Thomas De Gendt, Ben King und Niki Terpstra hatten schnell 30 Sekunden Vorsprung herausgefahren. Nach nicht einmal einer Stunde, 20 Kilometer nach dem Start, lagen sie bereits über dreieinhalb Minuten vor dem Hauptfeld. Alessandro de Marchi hatte inzwischen aufgeschlossen und ein Quartett aus der Spitzengruppe gemacht.

8. Etappe - Buchmann: "Man musste einiges investieren" Sportschau 13.07.2019 00:50 Min. Verfügbar bis 12.07.2020 Das Erste

Bei Kilometer 33 sicherte sich Terpstra die Sprintwertung des Tages - vor De Gendt und King. Etwa fünf Minuten später überquerte Elia Viviani knapp vor Peter Sagan als Erster des Hauptfelds die Zwischenwertung.

De Gendt holt sich die Bergwertungen

Auf der Strecke, vorbei an zahlreichen französischen Schlössern, hielt die Spitzengruppe auch in der Folge den Vorsprung von knapp fünf Minuten. Bei Kilometer 56,5 holte sich De Gendt fünf Punkte in der Bergwertung - vor King (3 Punkte), De Marchi (2) und Terpstra (1). Beim zweiten Anstieg kurze Zeit später war der Vorsprung bereits auf vier Minuten geschrumpft. Weil sich De Gendt aber auch weitere Bergpunkte sicherte, rückte der Belgier in der Gesamt-Bergwertung auf Rang vier vor.

8. Etappe - die Analyse mit Marcel Kittel Sportschau 13.07.2019 04:50 Min. Verfügbar bis 12.07.2020 Das Erste

Erst im Anstieg zum Côte de la Croix de Part fiel die Spitzengruppe auseinander. Bei über drei Minuten Vorsprung auf das Hauptfeld fielen King und Terpstra zurück. De Gendt und De Marchi machten weiter Tempo, erhöhten den Vorsprung sogar erneut. Daran änderte auch ein kleiner Fehler, als sich de Marchi bei einer Abfahrt versteuert, einen Sturz aber verhindert, nichts.

Abstand des Spitzenduos wird kleiner

Weil das Feld das Tempo auf den letzten 50 Kilometern deutlich erhöhte, wurde der Abstand zum Spitzenduo immer kleiner. 30 Kilometer vor dem Ziel waren es nur noch weniger als zwei Minuten. Terpstra und King waren zuvor vom Feld aufgefahren worden. 15 Kilometer vor dem Ziel hatte das Hauptfeld den Rückstand auf 60 Sekunden verkürzt.

An der Spitze ließ De Marchi 14 Kilometer vor dem Ende abreißen und konnte De Gendt nicht mehr folgen. Wenige Meter vor der letzten Zwischenwertung der Etappe überholte Alaphilippe De Marchi und holte sich einen Fünf-Sekunden-Zeitbonus. Auch wenn das französische Duo bis auf wenige Sekunden an De Gendt heranfuhr, vorbei kamen sie nicht mehr.

9. Etappe am französischen Nationalfeiertag

Am Sonntag dürften sich die französischen Fahrer besonders ins Zeug legen, findet die neunte Etappe doch am Nationalfeiertag statt. Auf den 170,5 Kilometern von Saint-Étienne nach Brioude sind drei Bergwertungen zu meistern. Am schwierigsten wird die durchschnittlich elf Prozent steile Mur d'Aurec-sur-Loire, die allerdings schon nach 44 Kilometern ansteht.

8. Etappe - die Siegerehrung Sportschau 13.07.2019 09:42 Min. Verfügbar bis 12.07.2020 Das Erste

Die Streckenanimation der 8. Etappe Sportschau 28.06.2019 01:44 Min. Verfügbar bis 30.07.2020 Das Erste

msc/dpa

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