Alexander Zverev ärgert sich über eine Niederlage im Finale

Tennis | ATP-Tour Zverev chancenlos im Finale von Madrid

Stand: 08.05.2022 19:58 Uhr

Alexander Zverev hat die Titelverteidigung beim Tennis-Turnier in Madrid klar verpasst. Der Olympiasieger musste sich beim Masters-1000-Event am Sonntag (08.05.2022) im Finale dem spanischen Jungstar Carlos Alcaraz klar mit 3:6, 1:6 geschlagen geben und war dabei völlig chancenlos.

Der 19 Jahre alte Alcaraz, der in den Runden zuvor bereits nacheinander Rafael Nadal und Novak Djokovic bezwungen hatte, zeigte auf dem Sandplatz im Caja Magica eine starke Leistung und gehört in dieser Form zu den Topfavoriten bei den in zwei Wochen beginnenden French Open in Paris. Zverev wartet dagegen weiter auf seinen ersten Titelgewinn in diesem Jahr, sein dritter Titel in Madrid nach 2018 und 2021 war zu keiner Zeit realistisch.

Zverev wirkte phasenweise konsterniert

Von Beginn an ließ Alcaraz keinen Zweifel an seinen Ambitionen. Der Senkrechtstarter des Jahres war schnell auf den Beinen, er spielte kraftvoll und effizient und ließ den behäbig wirkenden Zverev vor allem mit seinen gefürchteten Drop Shots ein ums andere Mal ins Leere laufen. Zverev wirkte konsterniert, stand viel zu weit hinter der Grundlinie und wurde vom schnellen Spiel des Spaniers schlichtweg überrumpelt. Nach dem Break zum 4:2 und 31 Minuten ging der erste Satz mit 6:3 an Alcaraz.

Im zweiten Satz änderte sich das Bild nicht. Zverev reihte Fehler an Fehler, sein erster Aufschlag kam nicht, er war zu langsam, seine wenigen Netzangriffe waren viel zu schlecht vorbereitet, er stand kaum einmal richtig zum Ball. Breaks zum 2:1 und 4:1 entschieden das Match, Alcaraz führte Zverev regelrecht vor und verwandelte nach nur 62 Minuten seinen vierten Matchball - dank eines Doppelfehlers von Zverev.