Erstes Double seit 21 Jahren: Krejcikovas French-Open-Traum

Barbora Krejcikova jubelt mir ihrer Doppelpartnerin Katerina Siniakova

Roland Garros

Erstes Double seit 21 Jahren: Krejcikovas French-Open-Traum

Barbora Krejcikova hat bei den French Open nach ihrem sensationellen Einzelsieg am Sonntag (13.06.2021) auch das Doppel mit ihrer Partnerin Katerina Siniakova gewonnen. Es ist ein historischer Erfolg für die Tschechin.

Als erste Tennisspielerin seit der Französin Mary Pierce (2000) gewann damit wieder eine Athletin das Double bei den French Open. Einen Tag nach ihrem überraschenden Einzeltriumph setzte sich die 25-Jährige am Sonntag (13.06.2021) auch im Doppel mit Partnerin Siniakova durch. Sie besiegten im Finale das US-amerikanisch-polnische Doppel Bethanie Mattek-Sands/Iga Swiatek mit 6:4, 6:2 und wiederholten ihren Triumph von 2018.

Krejcikova denkt im Erfolg an verstorbene Mentorin Novotna

"Ich habe schon so viel hier geredet", sagte Krejcikova mit einem Schmunzeln im Gesicht und fügte beseelt an: "Ich fühle mich superwohl auf diesem Platz und bin einfach happy."

Am Samstag, nach ihrem 6:1, 2:6, 6:4-Einzelsieg gegen die Russin Anastasia Pawljutschenkowa, hatte Krejcikova bereits hochemotionale Worte an die 2017 verstorbene tschechische Tennis-Ikone Jana Novotna gerichtet, die sie ans Profitennis herangeführt hatte.

"Als sie im Sterben lag, habe ich viel Zeit mit ihr verbracht. Einige ihrer letzten Worte zu mir waren: 'Habe Spaß und versuche, einen Grand Slam zu gewinnen'. Sie war so eine Inspiration für mich", sagte Krejcikova: "Ich vermisse sie sehr und hoffe, dass sie jetzt glücklich ist. Ich bin es und kann es nicht glauben, dass ich hier gewonnen habe."

Psychologe hilft Krejcikova nach Panikattacke

Krejcikova kämpfte sich durch einen Frauen-Wettkampf in Paris, in dem es von Beginn an turbulent zuging. Der Presse-Boykott und der folgende Rückzug der viermaligen Major-Gewinnerin Naomi Osaka sorgten für Schlagzeilen. Die drei deutschen Frauen um Angelique Kerber enttäuschten mit dem ersten kollektiven Erstrunden-Aus seit 1958, Favoritinnen wie die Weltranglistenerste Ashleigh Barty stürzten. Krejcikova sorgte unterdessen immer mehr für Furore.

Vor dem Achtelfinale bei den French Open gegen die Amerikanerin Sloane Stephens hatte Krejcikova sich allerdings noch in der Kabine eingeschlossen, weil sie eine Panikattacke bekommen hatte. "Ich habe wieder mit meinem Psychologen gesprochen, und wir haben lange gesprochen. Sodass ich wusste, dass ich nicht in Panik geraten würden, sobald ich den Platz betrete", sagte sie im Rückblick aufs Finale, das sie dann genießen konnte: "Darüber bin ich sehr glücklich."

red/dpa/sid | Stand: 13.06.2021, 13:34

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